Dienstag, 30. April 2013

Grüne Steuerpolitik 2013


Nur 10% der Gesamtbevölkerung sind von den Mehrbelastungen der neuen grünen Steuerpolitik betroffen. Das klingt erst einmal versöhnlich. Das klingt gerecht. Die da oben können das bestimmt weg stecken, diese Reichen und Superreichen. Die bekommen den Hals ja sowieso nicht voll. STOPP: Aber seltsamer Weise gehören bei den Grünen auch Familien mit einem Bruttojahresverdienst ab 60.000€ zu diesen 10% der Gesamtbevölkerung. Ab 60.000€ brutto gehört man zu dieser Klientel der Bonzen, denen man jetzt mit aller Gewalt an den Kragen möchte. Denn nur denen will man ans Einkommen gehen, denen geht es eindeutig zu gut. Die können noch was schultern, die müssen es jetzt richten. Auf die kann man die Gegenfinanzierung der Steuersenkungen für die anderen 90% der Gesamtbevölkerung und den geplanten Infrastrukturausbau abwälzen.So soll's sein. 

Das nachfolgende Familien-Modell gehört übrigens schon dazu, zu diesen neuen Lastenträger der Nation, die endlich mal was von ihrer üppigen Kohle abgeben können: Eine Familie, Bruttoverdienst 60.000€,  2 Kinder in der Ausbilldung, Studium für die Kinder angespart und Kosten zukünftig eingeplant, eine gute Ausbildung ist schließlich wichtig für die Kinder und den Wirtschaftsstandort Deutschland,  außerdem der Generation angehörend die eine immer größer werdende Rentenlücke irgendwie schließen muss, die sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten muss, sich bewusst für das Modell Ehe und Familie mit Kindern entschieden hat, dort wo die Frau politisch gewollt für die eigene Rente wieder arbeiten gehen muss, man ein kleines Häuschen abbezahlt, ein Auto besitzt, einmal im Jahr in Urlaub fährt, eine private Pflegeversicherung braucht, sich um die eigenen Eltern kümmert,.... Die, genau die gehören laut geplanter Steuerpolitik der "Grünen 2013" zu dieser gierigen, egoistischen Gruppe der Reichen in Deutschland. Diese besserverdienende, obere Mittelschicht kann es richten. Wer sonst.

Ok,das ist mir jetzt persönlich zu „grün“.... eigentlich schade. Keine Sorge, trotzdem  verhalte ich mich im Alltag weiter „grün“ und tue freiwillig Gutes, gebe dort wo es Menschen gibt, die meine Hilfe benötigen. Ich bin auch für Mindestlohn, gegen Diskriminierung,  setze mich für die Umwelt ein, nutze grünen Strom,... Aber mit dieser Kernaussage für die anstehende Bundestagswahl kann ich mich persönlich nicht anfreunden.  

Frau Katrin Göring-Eckardt, ich bin dann mal weg... schade, echt schade! 

Selbst Herr Gabriel geht auf Distanz zu dieser Art von Politik:

"SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisierte das Vorhaben der Grünen, das Ehegattensplitting abzuschmelzen, mit dem Argument des Vertrauensschutzes: Für Verheiratete, die sich auf die bestehende Regelung verlassen hätten, müsse das Splitting beibehalten werden, sagte er dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. "Ob man das gut oder schlecht findet, ist erst mal egal. Die Menschen haben dem Staat geglaubt und darauf ihr Leben aufgebaut. Die darf man nicht verunsichern." Die SPD strebt eine Veränderung des Ehegattensplittings für neu verheiratete Paare an."

 Quelle: Süddeutsche Zeitung

Aber laut Herrn Trittin wird man ja nur bei 10%  der Bevölkerung in die Tasche greifen. Das tut es auch genau bei der oben beschrieben Familie mit 5.000€ brutto im Monat: 

"Die Grünen hatten beschlossen, sich für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes von derzeit 42 auf 49 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro einzusetzen. Zudem wollen sie eine befristete Vermögensabgabe einführen. Auch soll das Aufkommen aus der Erbschaftsteuer verdoppelt werden. Die Mehreinnahmen sollen in Bildung, Kinderbetreuung und den Schuldenabbau fließen.

Spitzenkandidat Jürgen Trittin sagte im Deutschlandfunk, das Programm enthalte die "klare Ansage", dass 90 Prozent der Einkommensteuerzahler, beziehungsweise alle Bürger, die weniger als 60.000 Euro im Jahr verdienten, entlastet würden. Dies müsse gegenfinanziert werden durch eine Belastung jener, die mehr Geld hätten." 

Quelle: Süddeutsche Zeitung 

Keine Kommentare: