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Dienstag, 16. Juni 2015

Eiserfelder Großbaustelle - Bauphase 2 - Massive Auswirkungen für den Radverkehr

Es bewegt sich was in Eiserfeld. Alleine das ist schon eine Meldung wert. Die inzwischen stauerfahrene "Eiserfelder-Straße" macht weiter von sich reden. Denn die Großbaustelle wanderte am 15.06 vom Kreisel in Richtung Hallenbad. Neben der Verschiebung der einseitig, ampelgeregelten Verkehrsführung für Autos und LKW hat man sich auch für die Radfahrer eine neue Variante bzw. Spitzfindigkeit einfallen lassen, um uns vor der Baustelle bzw. eher die Baustelle vor uns zu schützen. Bei der letzten Bauphase führte uns diese gelbbeschilderte, mit roten Verbotsschildern deutlich hervorgehobene Umleitung noch auf ebenem Gelände über die Parkplätze der anliegenden Supermärkte, an der für die Autos reservierten Baustelle vorbei. 
Vielleicht muss man für Auswertige erwähnen, dass diese Baustelle ein Länge von knapp 100Meter hat. Diesen massiven Auswand für Radfahrer würde man sich anderenorts auch mal wünschen. Zurück zum Tatort. Denn diese Schonfrist hat nun ein Ende. Ab jetzt geht es bergauf. Gestern abend von Siegen kommend, staunte ich nicht schlecht, als man uns, die Radfahrer,  nun auf der anderen Talseite von Eiserfeld den Gilberg hinaufleitet. Ok, gesagt getan. Den Anstieg erklommen, führt uns die Markierung rechts auf die eben verlaufende Gartenstraße. Dann kommt die größte Herausforderung für ungeübte, junge und sicher auch einige ältere Radfahrer. Jetzt führt uns die Umleitung rechts steil, wirklich extrem steil bergab, zurück zur "Eiserfelder Str.". Diese Straße heißt nicht umsonst "Schiefer Weg". 
Da ich sowieso in Richtung Wilnsdorf weiterfahren muss, bleibe ich auf der "Gartenstraße" bis zum Erreichen der "Eiserntalstraße". 

"Original-Umleitung" aus Siegen kommend Richtung Eiserfeld:
"Meine Variante" für beide Richtungen:
Ich wüsste wirklich gerne einmal, ob sich die Baustellenverantwortlichen mit den Verantwortlichen der städtischen Rad-/Verkehrsabteilung absprechen und gegebenenfalls auch den Rat von den "organisierten Fahrradfahrern" einholen. Denn diese jetzige Verkehrsführung für Radfahrer hat schon eine massive Auswirkung, da sie für viele Radfahrer nicht nur sehr mühsam, sondern auch extrem gefährlich ist. Aus meiner Sicht wäre es sicherer uns diese 100Meter im Baustellenverkehr mitschwimmen zu lassen.

Montag, 8. Juni 2015

Alles sauber...

Nach Abschluss der VDSL-Arbeiten, hat man inzwischen auch den Fahrradweg vom störenden Baudreck befreit. Danke!

Donnerstag, 28. Mai 2015

Der VDSL-Ausbau in Siegen und seine Hinterlassenschaft

  
Nach dem Abschluss der VDSL-Arbeiten im Bereich "Industriegebiet Schemscheid / Stumme Loch / Eintracht" ist in den letzten Tagen ein großer Erdhaufen abgetragen worden. Der Baustellenverkehr hat auf dem kombinierten Fuß-/Radweg deutlich nachgelassen. Daher ist inzwischen die Nutzung für alle deutlich sicherer geworden.
Jetzt warten wird nur noch auf eine Grundreinigung "unseres" Radweges, der wichtigsten Trasse für den Langsamverkehr zwischen Siegen und Eiserfeld.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Siegen-Eiserfeld ... mal wieder eine Großbaustelle

Bedingt durch die Komplettsanierung der "Eiserfelder Straße" vom neuen Kreisel bis zum  Bahnhof haben die Verantwortlichen den Entschluss gefasst die Radfahrer von dieser Großbaustelle fernzuhalten. Daher ist aus beiden Richtungen kommend ein striktes  Durchfahrtverbot für Radfahrer eingerichtet worden. Momentan, die Baustelle wandert bis Ende des Jahres bis zum Bereich "Eiserfelder Bahnhof", ist somit eine Umgehung von der Aldi-Einfahrt bis zum Hallenbad vorgesehen.

So weit, so gut? Leider bezieht sich diese
Einrichtung lediglich auf das Aufstellen von Durchfahrtverbotsschilder und der notwendigen Umleitungsbeschilderung. Denn falls der geneigte Fahrradfahrer jetzt davon ausgeht, dass man ihm auf dieser Umleitungspassage z.B. eine unterstützende Überquerungshilfen für Hochbordsteinkanten anbietet, dann hat er wohl noch nie mit der in Siegen deutlich ausgeprägten, fehlenden Unterstützung für Radfahrer Bekanntschaft gemacht. 
Wenn man nun bedenkt, dass sich die Stadt Siegen laut Maßnahmenkatalog des aktuellen „Integrierten Klimakonzeptes" mittelfristig um die Aufnahme in die "AGFS - Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW" bemüht, dann liegen wohl erneut Anspruch und Wirklichkeit sehr weit auseinander. 

Hochbordsteine auf beiden Seiten der Hallenbadzufahrt / Radfahr-Umleitung:
Morgens um 7:15 Uhr ist diese Umgehung oftmals noch gesperrt:
Will man die Radfahrer schützen oder versucht man uns erneut aus dem Revier der anderen Verkehrsteilnehmer zu verdrängen? Wenn man uns etwas Gutes tun möchte, dann genügt es nicht nur entsprechende Verbotsschilder aufzustellen. Ein E-Rollstuhlfahrer musste gestern komplett durch die Baustelle fahren, weil er die Hochbordsteine ohne fremde Hilfe nicht überwinden konnte. Durchdachte Barrierefreiheit und Inklusion sieht anders aus.

...ergänzende "Momente" meines Radfahreralltags auf der Strecke nach Si-Weidenau:

Durch den VDSL-Ausbau in Siegen muss man auch auf Radwegen mit regelmäßigem Baustellenverkehr rechnen. Dieser lässt schon mal das eine oder andere wackelige Vermächtnis zurück:
Gestern kam mir im Verlauf dieses kombinierten Fußgänger-/Radweges ein aus der Eintracht kommender, mit überhöhter Geschwindigkeit fahrender Mitarbeiterbus der ausführenden Firma entgegen. Nur mit einem beherzten Ausweichen auf den Grünstreifen konnten sich einige Läufer in Sicherheit bringen. Dieser Abschnitt wird von dieser Firma oft als Abkürzung in Richtung Industriegebiet "Schemscheid" genutzt. Da in diesem Bereich zunehmend kleine und große Erholungssuchende unterwegs sind, muss von allen "Verkehrsteilnehmer" eine entsprechende Rücksichtnahme gelebt werden.

Auf der Weiterfahrt wird dieser Radweg im Bereich des Lockschuppens seit Wochen regelmäßig als Parkfläche genutzt:

Vor geraumer Zeit hatte ich diesen Blog eingestellt. Auch wenn er nicht zu einer wahrnehmbaren Verbesserung der Situation für Radfahrer in Siegen und Wilnsdorf beiträgt, so werde ich an dieser Stelle zukünftig wieder von meinen Erlebnissen als "Zweiradpendler" berichten. 

Einige, leider regelmäßige Erlebnisse auf meiner Fahrt zur Arbeit:

- PKW und LKW befahren durchgängig den Schutzstreifen in Eiserfeld
- rasende parkplatzsuchende Berufsschüler auf der "Fahrradstraße" unter der HTS (im Straßenverlauf "An der Unterführung")
- Fahrradwege und Schutzstreifen werden als Parkplatz benutzt
- bewusstes oder unbewusstes Vorfahrtnehmen von motorisierten Verkehrsteilnehmer
(ich fahre grundsätzlich nur noch mit Licht, leider meist ohne Wirkung)
- kein Einhalten des Mindestabstandes beim Überholen mit oder ohne Gegenverkehr
- Queren der Fahrbahn von Autos und Fußgänger ohne auf den Radverkehr zu achten
- schlechte Straßenbeläge und Schlaglöcher besonders im Straßenrandbereich