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Dienstag, 30. April 2013

You Ever Bike Alone

Im krassen Gegensatz zu der im nachfolgenden Video beschriebenen Critical Mass Bewegung aus Vancouver in Kanada, geht es auf meiner Radstrecke zur Arbeit oftmals doch wesentlich ruhiger und übersichtlicher zu.
"You Never Bike Alone" ist eine Filmdokumentation über die Entwicklung der Critical Mass in Vancouver in Kanada. Der 80-Minuten-Film in englischer Sprache wurde von Robert Alstead im Jahre 2007 gedreht.

Dagegen sieht mein Kontrastprogramm ganz schön "alone" aus:

Abends um 17:15Uhr:
 
 Morgens um 7:15 Uhr:
 
 
Sobald es jedoch morgens wieder deutlich wärmer wird, denn heute früh waren es gerade mal 4,5 Grad Celsius, wird es auch auf unseren Siegerländer Radwegen wieder lebhafter, wenn nicht gar proppenvoll ... vielleicht ...vielleicht aber auch nicht.

Ketzerisch könnte ich jetzt auf den Gedanken kommen, dass wir hier in Siegen daher genau die Zuwendung durch unseren Fahrradbeauftragten erfahren, die uns zusteht, nämlich maximal 20 Minuten pro Tag. Ungeachtet dessen bin ich jedoch der Meinung, dass die Infrastruktur für uns Radfahrer deutlich verbessert werden muss, damit auch unsichere "Quereinsteiger" die Lust am Radfahrer (neu) entdecken.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Paris - Siegen 0:1



















Jetzt jammere ich schon über 3 Jahre lang über die Rücksichtslosigkeit der Siegener Autofahrer den gebeutelten und verschmähten Radfahrern gegenüber. Durch Zufall bin heute über ein Video im Blog http://radlustfrust.blogspot.com/ gestolpert. Dort hat ein franz. Radfahrer seine Erlebnisse im Verkehrswahnsinn von Paris ein Jahr lang mit einer Onboardkamera aufgezeichnet und zu einem kleinen Film zusammengeschnitten. Dabei nutzt der Radfahrer sogar meist die angelegten Radverkehrsanlagen, was seine Überlebenschance aber nicht deutlich verbessert.

Das Video zeigt in 8 Minuten die fortwährende Bedrohung eines Radfahrers im Pariser Straßenverkehr. Bei mir löste es anschließend einen nicht mehr enden wollenden Dank aus, doch in Siegen Fahrrad fahren zu dürfen. ABER Ihr lieben motorisierten Verkehrsteilnehmer im Siegerland, damit will ich Euch keinen Persilschein für Euer oft verachtendes Verhalten mir gegenüber ausstellen. Vielmehr soll dies ein Appell sein, Eurer manchmal rücksichtsloses und gedankenloses Verhalten den schwächeren Verkehrsteilnehmern gegenüber zu überdenken. Denn wer will schon PARISER-Verhältnisse bei uns auf der Straße.

Angles Mort

Montag, 21. Juni 2010

Meilenstein 10.000 km – Mit dem Rad zur Arbeit

Im Sommer 2007 habe ich begonnen, regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Inzwischen habe ich mich mit den nicht gerade unterstützenden Rahmenbedingungen der Stadt Siegen arrangiert und nehme die fahrradunfreundliche Behandlung in Kauf, um für mich etwas Gutes zu tun. Heute habe ich einen weiteren Meilenstein, die 10.000km Marke, „geknackt“.


Ein kurzes Resümee: In den vergangenen 3 Jahren hat sich an der Verbesserung der Infrastruktur für den Langsamverkehr in Siegen nichts, absolut nichts getan. Ok, es sind einige Verbotsschilder mehr aufgestellt worden, um Fahrradfahrer/innen aus der Stadtmitte zu verbannen. Die Möglichkeiten Fahrräder sicher abzustellen, um anschließend einzukaufen, tendieren gegen „nicht vorhanden“. Fahrradschutzstreifen sind ebenfalls so gut wie nicht vorhanden. Dort wo sie markiert sind, dürfen sie unter Duldung der Stadt Siegen und der örtlichen Polizeibehörde zugeparkt werden. Markierungen zur Sicherung eines straßenkreuzenden Radweges werden nicht erneuert. Die Radwegeverantwortlichen der Stadt Siegen machen einen verdammt guten Job. Sie sparen Geld. Dieses Geld steckt man in Siegen lieber in andere Verkehrsobjekte, anstatt kleine Anreize für die Nutzung eines umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsmittels zu schaffen. Immerhin baut die Gemeinde Wilnsdorf zur Zeit zwischen Rinsdorf und Si-Eisern einen kombinierten Fußgänger/Radweg, um auf diesem Streckenabschnitt zu einem Sicherheitsplus beizutragen.

Trotz steigender Benzinpreise, trotz des wachsenden Bewusstseins etwas für die Gesundheit tun zu müssen, habe ich den Eindruck, dass in den letzten 3 Jahren der regelmäßige Fahrradverkehr in der Region nicht zugenommen hat. Fahrräder müssen vorhanden sein, denn wenn am 4. Juli 2010 im Siegtal erneut über 120 km Straßen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden, sind auf diesem Abschnitt zwischen der Siegquelle bis Au bis zu 100.000 Radfahrer/innen unterwegs.

Quelle: Natur und Kultur – Das Siegtal
http://www.siegtal.com/index.php?id=6

Wir sehen uns ... !?

Mittwoch, 30. September 2009

Wir setzen fünf Zeichen für Demokratie








"Gegen Rechtsextremismus - Wir setzen fünf Zeichen für Demokratie


Menschenwürde, Demokratie, Toleranz, Weltoffenheit und Zivilcourage - Begriffe und Werte, die wir viel zu selbstverständlich nehmen. Doch sie sind es nicht. Tagtäglich müssen sie neu erstritten werden.

Brutale Übergriffe sprechen eine deutliche Sprache. Und dem immer massiveren Auftreten der Neonazis - allen voran der NPD – im Kreisgebiet müssen Zeichen entgegengesetzt werden. Besonders, da die NPD unseren Kreis zur Schwerpunkt-Region erklärt hat.

Die Bevölkerung hat das in bemerkenswerter Weise getan. Mal waren es hunderte, mal tausende Menschen, die in den vergangenen Monaten gegen Kundgebungen der NPD auf die Straßen gingen. Das ist gut und richtig. Allerdings – und das macht die optische Außenwirkung deutlich – gab es fast keine Plakate, die das „Pro Demokratie – gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit” deutlich gemacht haben. Für viele Siegerländer ist es ungewohnt, mit Plakaten buchstäblich Flagge gegen Neonazis zu zeigen.

Das können und wollen wir ändern. Allerdings nicht mit relativ einfallslosen "Gegen Nazis"-Plakaten. Wir wollen das Thema positiv besetzen und für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde werben. Werte, die auch über den (Demo-)Tag hinaus von Bedeutung sind.

Denn solche Botschaften gehören nicht nur auf Demos. Sie gehören in jede Verwaltung, in jede Firma und in jede Schule. So können wir zeigen, das diese Werte in Siegen-Wittgenstein zu Hause sind.
Plakate und Aufkleber Kostenlos erhältlich

Die fünf Plakatmotive und die dazu gehörigen Aufkleber können ab Montag in unserer Geschäftsstelle am Bahnhof 4-12 in Siegen abgeholt werden. Sie sind kostenlos erhältlich, sind einzeln oder als Satz zu bekommen.

Wenn Schulen, Vereine, Verbände oder Parteien größere Auflagen haben möchten, ist dies ebenfalls möglich. Entsprechende Anfragen richten Sie bitte an die Redaktion: Telefon: 0271-23237-41, Fax: 0271-23237-32 oder per E-Mail unter siegen@westfaelische-rundschau.de"

Quelle:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/siegen/2009/9/26/news-134418147/detail.html

Dienstag, 17. März 2009

Im Dunkeln sind Schlaglöcher für Radfahrer lebensgefährlich













Schlaglöcher sind bereits für Autofahrer ärgerlich und können zu beträchtlichen Schäden an dem KFZ führen. Werden diese Straßenabschnitte von Zweiradfahrer benutzt, so werden die Fahrbahnschäden für diese Verkehrsteilnehmer zu einer lebensbedrohenden Gefahr.

ADFC:

"Wir fordern kein Schlaglochprogramm, aber natürlich müssen die saisonalen Schäden möglichst schnell beseitigt werden, wenn sie die Sicherheit gefährden. Dafür müssen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir weisen aber regelmäßig darauf hin, dass die Straßenbelege ebenso wie die Beläge der Radwege auf den Bürgersteigen intakt und angemessen sein müssen. Leider gibt es gerade bei den Radwegen einen großen Nachholbedarf zur Sanierung. Der Fahrbahnbelag muss ebenfalls verkehrssicher sein, wenn der Radfahrer, wie vom Senat gewollt, die Straßen nutzen soll. Es ist auch sinnvoll, immer mehr Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen zu verlegen, um diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind, für die übrigen Verkehrsteilnehmer sichtbarer zu machen. Breit genug für diese Streifen sind die Straßen, natürlich sollten sie auch in anständigem Zustand sein."

Leider werden auch in Siegen entsprechende Schäden nicht mit der gebotenen Eile repariert. Ein Fahrbahnschaden, der für Autofahrer noch keine Bedrohung darstellt, kann jedoch für einen Radfahrer bereits zu einer Unfallgefahr werden. Auch dieses Nichthandeln in Siegen kann mit der Absicht verbunden sein, Radfahrer aus dem Straßenverkehr fernzuhalten. Weltweit ist ein Bemühen zu erkennen, den unmotorisierten Langsamverkehr in das gesamte Verkehrskonzept zu integrieren, aber Siegen bleibt seiner deutlich erkennbaren Haltung treu. Es gibt zum Glück in Siegen immer noch einige Unerschrockene, die sich von diesem negativen Umfeld nicht abschrecken lassen, aber leider werden es durch diese fehlenden Maßnahmen auch nicht mehr.

Mittwoch, 5. November 2008

YES YOU CAN














In Anlehnung an DEN politischen Slogan, der den Großteil einer ganzen Nation dazu bewegt hat, an den Neubeginn der innen- und außenpolitischen Wahrnehmung eines Landes zu glauben, möchte ich dieses Motto, ein wenig abgewandelt an alle Nochnichtradfahrer/innen in unserem schönen Siegerland richten... ;-)












CHANGE ... YES YOU CAN !!!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Teilnahmerekord bei "Mit dem Rad zur Arbeit - 2008"


















Quelle:

http://www.adfc.de/5931_1
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2374

"Für Klimaschutz, Gesundheit und Geldbeutel: ADFC-Aktion zeigt Dreifachnutzen des Fahrradfahrens auf

Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" hat in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. 147.000 Teilnehmer fuhren im Aktionszeitraum vom 1. Juni bis 20. August an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit. Damit konnten der ADFC und die Gesundheitskasse AOK die Bestmarke aus dem Vorjahr um 17.000 Teilnehmer steigern. Auch bei Firmen und in der Politik hat sich „Mit dem Rad zur Arbeit" längst etabliert. Von der Großbank mit vielen Filialen bis zum Ein-Mann-Büro reichte das Teilnehmerfeld.

Einen großen Anteil am Erfolg hat der neu ins Leben gerufene Superteam-Wettbewerb, bei dem sich die teilnehmenden Gruppen auf der Internetseite der Aktion, www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de, in Bildern und Videos vorstellen konnten. „Der Wettbewerb ist ein gutes Instrument, um die Aktion innerhalb der Firmen zu diskutieren. Teammitglieder machen andere Kollegen, Freunde und Familie auf ihre Seite und damit auch auf die Aktion aufmerksam", sagt der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.

Nicht nur wegen der steigenden Benzinpreise stiegen mehr Teilnehmer aufs Rad. "Mit dem Fahrrad lassen sich die alltäglichen Wege gesund, sauber und sparsam zurücklegen", fasst die stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Heidi Wright den Dreifachnutzen des Fahrradfahrens – Klimaschutz, Kostenersparnis und Gesundheit – zusammen. Allein die 10.000 Teilnehmer aus Hessen hatten vergangenes Jahr 500 Tonnen CO2 eingespart. Was gut für den Klimaschutz ist, spart oft auch Geld.: Die Stadtwerke Bochum rechneten aus, dass jeder ihrer 30 Teilnehmer im Schnitt 1,50 Euro pro Tag sparte.

Fit durch regelmäßiges Fahrradfahren

Die gesundheitlichen Vorteile täglichen Radfahrens hat die Deutsche Sporthochschule Köln wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie zeigen, dass erstaunlich wenige Befragte an Rückenproblemen, Übergewicht oder Herz/Kreislauferkrankungen litten. Dies könne bereits ein Indiz für den gesundheitsfördernden Effekt regelmäßigen Radfahrens sein, so ein Ergebnis. Und die Hälfte der 1.667 Befragten gab an, per Rad entspannter anzukommen, und ein Drittel sagte, sich seitdem fitter zu fühlen.

Unter www.adfc.de/gesundheit finden sich alle Fragen, Zahlen und Fakten der Untersuchung. Mit dem Mail-Infoservice auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de kann sich jeder daran erinnern lassen, sich für das nächste Jahr anzumelden.

Die Kampagne "Mit dem Rad zur Arbeit" wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans finanziell gefördert."

Detailangabe für Westfalen:

"Neuer Teilnahmerekord!
Über 11.500 Westfalen aus mehr als 1.900 Betrieben radeln in diesem Jahr durch den Sommer."



















Mich persönlich würde es natürlich jetzt auch brennend interessieren, wieviele Radler/innen aus dem Siegerland an der Aktion teilgenommen haben.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Zum Abschluss des Tages nochmals den Zeigefinger


http://www.flickr.com/photos/16nine/2938036894/
by Zakkaliciousness
Originaltext zu diesem Foto: (http://www.copenhagencyclechic.com/)

"I was riding with a group from Portland and we were being a little loud and a lot funny when we pulled up to the light and this Copenhagener turned and smiled. The social benefits of cycling in Copenhagen are many and most are brilliant."

Uns Siegerländer sagt man ein gewisse Wortkargheit, gar Sturheit nach. Ich habe keine Ahnung wer dieses tooootal unbegründete, an den Haaren herbeigezogene Gerücht in die Welt gesetzt hat. Ok, was soll's .... durch entsprechendes Handeln kann man alles entkräften, sogar die unbegründete üble Nachrede.

Aber was mir persönlich täglich auffällt, ist die kaum zu überbietende Unfreundlichkeit der Siegerländer Radfahrer untereinander. HALLOOOO da draußen ..... mit einem kleinen Lächeln, einer klitzekleinen Begrüßungsfloskel würde es uns garantiert leichter fallen über so manche verkehrtechnische Ungerechtigkeit in Siegen hinwegzusehen.

Wir sehen uns !!!

Freitag, 26. September 2008

Siegen schrumpft... Lebewohl Titel "Großstadt"

Die Einwohnerzahl von Siegen sinkt stetig. Jetzt, wo es darum geht den Status "Großstadt" (100.000 Einwohner) zu verlieren, versuchen die Stadtverantwortlichen diesen Trend zu hinterfragen. Was vermissen die Menschen in Siegen? Warum verlassen immer mehr Menschen die Stadt? Mit Hilfe einer großangelegten Umfrageaktion versucht man Licht ins Dunkle zu bringen.













Es genügt scheinbar nicht einen Einkaufstempel nach dem anderen in Siegen zu installieren. Es genügt scheinbar auch nicht die Stadt mit einer 4 spurigen innerstädtischen und zwischen 50m und 100m daneben verlaufenden 4 spurigen Entlastungsstraße zu versorgen, um damit in dem motorisierten Verkehr einen großflächigen Asphaltteppich zu präsentieren. Keine Frage, eine Stadt in dieser Größenordnung muss eine entsprechenden Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung stellen. Innerstädtisch pulsiert Siegen zur Zeit aber eben nur auf diesen Verkehrsachsen. Den ruhenden Verkehr, die Orte zum Ausspannen hat man bei der Planung komplett vergessen. In der Mitte Siegens umrahmt von 2 Parkhäusern hat man vor Jahrzehnten ein Betonmonster errichtet, um dem Autofahrer Parkfläche zu bieten. Auf diesen fast 200m sieht die Sieg kaum das Tageslicht. Weil sie dort im Weg war, hat man sie kurzerhand zugebaut. Bis heute wird darüber diskutiert, ob man diese Parkfläche kostenaufwendig sanieren soll, oder ob es eine Alternative zu dieser Nutzung des Flusses mitten in Siegen gibt. Andere Städte haben diese Frage schon längst beantwortet, bzw. haben sich bereits vor Jahrzehnten nicht genau in diese Situation gebracht. Was ist den Planern von damals bloß durch den Kopf gegangen? Wo waren die Menschen, die diesen Betonmoloch hätten verhindern können?

Ein Wort zum Zustand der heutigen Sieg - Quelle Radio Siegen 26.092008: "Die Bezirksregierung Arnsberg hat bei diesen Untersuchungen auch feststellt, dass die Sieg nicht mehr zu den sogenannten „natürlichen“ Gewässern gezählt werden kann. Die Stadt habe jetzt bis 2015 Zeit, die Wasserqualität zu verbessern, hieß es gestern Abend im Umweltausschuss des Siegener Rates." Ein Trauerspiel.....


















Siegen schrumpft. Vielleicht muss eine Stadt neben Straßen, Parkplatzfläche und Einkaufsmöglichkeiten einfach mehr bieten. Für das Leben in einer Stadt müssen auch Zonen geschaffen werden, die dem Auge etwas Grünes und den Ohren etwas Ruhe schenken. Wenn man im Sommer in Siegen an der frischen Luft einen Cafe oder ein Bier trinken will, so ist dies fast ausschließlich an stark befahrenen Straßen möglich, wo man fast sein eigenes Wort nicht versteht. Orte wie die Poststraße, wo es abgesehen von dem halbstündig erscheinenden dieselmief verbreitenden "Hübbelbummler" ziemlich ruhig ist, wo auch Kinder relativ gefahrlos spielen können, sind in Siegen leider die absolute Ausnahme. Was passiert auf den Rathausplätzen in anderen Städten? Diese Plätze sind umrahmt von Cafes und Restaurants. Dort ist auch meist verkehrsberuhigt. Genau dort pulsiert das Leben. In Siegen leider nicht.

Das Flair, die Atmosphäre einer Großstadt ist in Siegen nur an wenigen Orten zu spüren. Die negativen Aspekte kommen dagegen wesentlich deutlicher zum Vorschein. Der Langsamverkehr hat in Siegen noch nie eine sehr hohe Priorität erfahren. Wenn man an der schönste Ecke Siegens - der Reichwalds Ecke - als Fußgänger die Straßeseite wechseln möchte, muss man sich dieses Recht "erdrücken". Der fließende Verkehr hätte durch eine entsprechende regelmäßige Grünphase für die Fußgänger absolut keine Nachteile. Aber dadurch würde das Bewusstsein für mögliche Fußgänger geschärft. Nein, man hat das Gefühl, dass der Langsamverkehr in Siegen stört und absolut nicht erwünscht wird.
Wenn man an Kochs-Ecke versucht, innerhalb einer Grünphase die vierspurige Straße zu überqueren, so wird man selbst bei normaler Schrittgeschwindigkeit ab der Hälfte der Strecke zum Verkehrssünder. Die Grünphase ist so kurz, dass ältere Menschen 2 Grünphasen benötigen, um die Straße gefahrlos zu überqueren. Hauptsache der Verkehr rollt...

Für den motorisierten Verkehr hat man seine Hausaufgaben sehr gewissenhaft erledigt, aber zum Leben und Wohlfühlen in einer Stadt gehört ein wenig mehr als die Unterstützung der wirtschaftlichen Aspekte. Der Schrumpfungsprozess kann auch nicht mit einer hohen Arbeitslosenquote begründet werden.
Siegen fehlt es schlicht und ergreifend an dem Flair einer Großstadt. Genau deshalb wird es in ein paar Jahren genau diesen unverdienten Titel abgeben müssen. Es sei denn den Stadtväter gelingt es, Siegen mit diesen fehlenden Attributen zu versehen. Auch die Bedürfnisse nach Ruhe und Entspannung müssen mitten in einer Stadt erfüllt werden. Die Spassgeneration ist umgeben von Familien mit Kinder und älteren Menschen, die genau diese Aspekte neben der puren Einkaufsmöglichkeit in einer Stadt schätzen und auch benötigen. Wenn man aber das Gefühl hat ausgegrenzt zu werden, sucht man sich Orte wo dies nicht der Fall ist.

Freitag, 19. September 2008

Siegener Radfahrer/innen: MISCHT Euch ein !!!

Brief an
Herrn Werner Schulte
Stadtplanung Siegen:














"Herr Werner Schulte
CDU-Siegen
Stadtplanung

eMail:
wr-schulte@online.de
fraktion@cdu-Siegen.de


Sehr geehrter Herr Schulte,

mit großem Interesse habe ich die heutigen Berichte zur Verkehrsberuhigung in Siegens Stadtmitte gelesen. Sie haben Recht, dass man auch die HTS in das Konzept zur innerstädtischen Verkehrsführung miteinbinden sollte. Die Stadtmitte würde durch diese Beruhigungsmaßnahme um ein vielfaches "lebenswerter" und attraktiver werden.

Leider habe ich in diesem vorerst grob umrissenen Konzept die Berücksichtigung des Langsamverkehr, gerade im Bezug auf die Nutzung des Fahrrades für die Bewältigung von innerstädtischen Kurzstrecken vermisst. Das Fahrrad wird im Zuge des Pendelverkehrs zum Arbeitsplatz und generell für kurze Strecken eine immer größere Bedeutung gewinnen. Auch wenn an dieser Stelle der Benzinpreis noch die größere Rolle des Umdenkens spielt als die Einsicht durch die Mehrnutzung des Fahrrades zu einer ruhigeren und lebenswerteren Stadt zu gelangen. In vielen Städten (http://www.fahrradfreundlich.nrw.de) wird bereits seit langen neben dem Autoverkehr dem unmotorisierten Langsamverkehr eine größere Bedeutung geschenkt. Ich gebe zu, viele Städte haben durch ihre Lage und Ausdehnung vielfältigere Möglichkeiten allen Verkehrsteilnehmern gerecht zu werden. Aber ich bitte Sie, gerade zu dem Zeitpunkt einer Neuplanung, diesen Aspekt deutlicher zu berücksichtigen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Ich fahre seit Jahren fast täglich mit dem Rad von Wilnsdorf-Rinsdorf nach Siegen-Weidenau zu meinem Arbeitsplatz. Ich freue mich bereits über kleinste Veränderungen, die dem Radfahrer im alltäglichen Berufsverkehr das Leben ein wenig leichter machen.
Auch wenn ich die behördlich abgesegnete Nutzung des Fahrradschutzstreifens in Eiserfeld als Parkfläche für Arztpraxen und Geschäfte grundsätzlich nicht verstehen kann, so gewöhnt man sich auch an diesen befremdlichen Umstand. Aussagen wie "...bevor die Besucher von Arztpraxen, Geschäften und Privathäuser dort nicht mehr parken dürfen, wird der Schutzstreifen eher wieder ganz entfernt..." lassen in mir auch den letzten Protest gegen diese doch einmalige Nutzungsänderung bröckeln.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die Interessen des kompletten Langsamverkehr, die großen und kleinen Fußgänger, die Kinder auf Roller und Inline Skates und auch die Radfahrer stärker in das jetzt beginnende Planungsstadium einbinden würden. Selbst eine Umfrage, was sich die Menschen für die "Neue Stadtmitte" in Siegen wünschen, könnte den einen oder anderen interessanten Aspekt zu Tage fördern.

Das Motto für den NRW-Tag 2010 "Siegen pulsiert" sollte aus meiner Sicht den Anstoß für ein gemeinsames Verkehrskonzept für motorisierte und nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer vorantreiben.

Neue verkehrberuhigte Zonen, ein verbessertes und durchgängiges Radwegenetz durch Siegen und nicht nur an den Rand unter die HTS gedrängt, würde auch in Verbindung mit einer zentral geschaffenen Radstation mitten in Siegen vielen Radfahrer/innen die Angst vor der Straßenmitbenutzung in der Stadtmitte nehmen.

Es wäre schade, wenn z.B. die im dem Artikel aufgeführten verlorenen Einnahmen des Stadt-Kämmerers durch den Wegfall von KFZ-Parkflächen, die jetzt beginnende Planung komplett einseitig in Richtung der motorisierten Interessengemeinschaft verschieben würden. Warum dürfen wir uns in Siegen nicht genauso wohl fühlen, wie wir es uns für die in unserem Urlaub besuchten Städte wünschen?

Ein Einkauf, eine Radfahrt oder auch nur ein Spaziergang durch Siegen sollte sich wie Urlaub "anfühlen".

Mit freundlichen Grüßen ... "


In vielen Städten ist man stolz auf den namensgebenden Fluss. In der Stadtmitte von Siegen wird er zubetoniert und als Parkplatz genutzt. Armselig !!!

Mittwoch, 17. September 2008

Siegen: Die teuerste Überdachung eines Radweges weltweit














Zugegeben, mit dem Geld für diesen gigantischen Regenschutz hätte man im kompletten Siegerland und darüber hinaus 4 spurige Radwege mit zusätzlichem Standstreifen inkl. Beleuchtung bauen können. Aber mal ehrlich, wer schon mal im Regen auf dieser Passage von Weidenau Richtung Siegen unterwegs war, weiß dieses Betondach zu schätzen. Woar ?!

Denn bei aller Häme, die nachfolgenden Beispiele zeigen, dass man den Regenschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte:
































Wir sehen uns ... vielleicht unter der "Betonmarkise" !!!

Freitag, 12. September 2008

Cellulite !? Kein Problem für Radfahrer/innen

Leichte Kost zum Wochenende.

Es ist eigentlich ganz einfach. Vielleicht zu einfach, denn regelmäßiges Radfahren strafft den Po und den Oberschenkel. Ich z.B. verbrenne so ganz nebenbei pro Radfahrt zum Arbeitsplatz knapp 1000 kcal.... und das Tag für Tag. Diese tägliche Fahrt ist kein Allheilmittel. Den Rest des Tages sollte man natürlich nicht im Tränental des Bewegungsmangels und ausschließlich vor Pommesbuden verbringen. ;-)

Zum Abschluss möchte ich noch auf einige (hoffentlich) mutmachende Beispiele verweisen:












Originally uploaded by [Zakkaliciousness]

Entsprechende "Modelle" konnte ich leider (noch) nicht in der heimischen Provinz "schießen".
Daher musste ich auf das Fotomaterial von "Zakkaliciousness" aus Kopenhagen zurückgreifen.

Wir sehen uns !!!

Dienstag, 9. September 2008

Es wächst KEIN Gras auf Siegener Radwegen









Ohne den unermüdlichen, täglichen Einsatz dieser beiden Rentner, würde auf dieser Teilstrecke des kombinierten Fußgänger-/Radweges Gras wachsen. Aus undichten Quellen der Stabsstelle "Radwegbedarfsplanung in Siegen" habe ich erfahren, dass den Beiden die zerschlissenen Stock-Gummipropfen gratis zur Verfügung gestellt werden. Die Rentner wollten dazu keine Aussage machen und ließen selbst diese rückwärtige Aufnahme nur unter Vorbehalt zu.

Freitag, 5. September 2008

Deutschland - Ein Land mit 68 Millionen Fahrräder

In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Mountainbikes, Stadt- und Sporträder in Deutschland von 62 Mio. Fahrrädern auf aktuell 68 Mio. 81 Prozent aller privaten Haushalte besitzen ein Fahrrad. Gegenüber dem Jahr 2000 sind das zehn Prozent mehr.

Ok, mit dem Händybestand von über 100 Millionen Stück (rein rechnerisch besitzt somit jeder fünfte Deutsche zwei Handy-Verträge) kann die Anzahl Fahrräder NOCH nicht ganz mithalten.

Leider deckt sich dieser positive Fahrradtrend nicht mit meinen Erfahrungen auf den Siegener Radwegen.

HALLO, WO SEID IHR?

Die nachfolgenden Bilder entstanden werktag morgens um 7:30 Uhr auf einem der besten Radwege, den Siegen zu bieten hat. Kein Regen, kein Schnee, keine Finsternis, kein Frost, keine Siesta, keine lebensbedrohende nationale oder internationale Sportveranstaltung.... absolut nichts, was ich als Ausrede gelten lassen würde. Es ist eigentlich der ideale Morgen zum Radfahren.



























































































Wir sehen uns ... hoffentlich irgendwann einmal.

Samstag, 30. August 2008

Wochenende - Radtour auf dem Rothaarsteig








Quelle: http://www.rothaarsteig.de/

"154 km Wandern und Radfahren auf dem Rothaarsteig – dem Weg der Sinne.

Erleben Sie die Natur, tolle Aussichten, stille Pfade, Erlebnisstationen und vieles mehr..."


Das nachfolgende Foto entstand während einer Rast auf der Aussichtsplattform der "Tiefenrother Höhe" bei Wilnsdorf-Wilgersdorf.













Auf dieser Karte ist der komplette Verlauf des Erlebniswanderweges dargestellt:













"TrailWandern auf dem Weg der Sinne

Aktiv sein und Natur neu erleben. Das bietet der Rothaarsteig - der Weg der Sinne.

154 km - 3139 Höhenmeter: Der Rothaarsteig führt über den Kamm des Rothaargebirges und verbindet Brilon im Sauerland über das Wittgensteiner Bergland und das Siegerland mit Dillenburg am Fuße des Westerwaldes.

Der Weg der Sinne verkörpert eine neue Wanderwegegeneration. Konzipiert nach Ihren Wünschen erleben Sie ungestörte Fernsichten, eine abwechslungsreiche Wegeführung, wandersicher markierte Wege und ein perfekt ausgeschildertes Wegenetz. Das markante Logo und die Original Rothaarsteig Waldmöbel machen ihn zu einem unverwechselbaren Unikat."

Mit einem Mountainbike und der nötigen Rücksicht den vielen Wanderen gegenüber lädt dieser Weg auch zu einer Etappen- oder Gesamtfahrt ein. Die Übernachtungsmöglichkeiten in den Ortschaften entlang des Weges freuen sich auch über Radfahrer.

Donnerstag, 28. August 2008

Regenschutznachhilfe für Siegerländer Radfahrer













Nur für den Fall der Fälle, dass es im Siegerland doch mal regnet und dies der geneigte Radfahrer zum Anlass nehmen sollte, diese absolute Seltenheit als Ausrede zu nutzen doch mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, habe ich mal einige kreative Regenschutzmöglichkeiten aus unseren Nachbarländern zusammengetragen.

Wetter am Donnerstag um 6:30 Uhr im Siegerland: warmer Regen ...

...Gummistiefel nicht vergessen:


...gut, wenn man Freunde hat:


...für den Perfektionisten oder auch für absolute Weicheier:



Mittwoch, 27. August 2008

Der "Rübennasenindikator"

Meine inzwischen fast täglichen Radfahrten zum Arbeitsplatz sind mal mehr, mal weniger gespickt mit Erlebnissen die knapp an einem Unfall vorbeischrammen. Manchmal vergeht kaum noch ein km ohne dass ich mich als Radfahrer dieser Rücksichtslosigkeit gegenüber ziemlich wehrlos vorkomme. Außer einem Wutschrei fällt mir oftmals nichts mehr ein, um auf diese Attacken zu reagieren. Um das "A"-Wort zu umgehen, brülle ich inzwischen das geschlechtslose "Rübennase" heraus. Da es heute Morgen mal wieder ziemlich "aufregend" war, kam mir die Idee meine Fahrten mit einem "Rübennasenindikator" zu belegen, der den Grad der Dreistigkeit mir als Radfahrer gegenüber recht deutlich aufzeigt.

Nachfolgende "Geschmacklosigkeiten" (Liste wird ständig erweitert) führen zu einer Wertung:

von einem Auto mit einem Abstand kleiner 50cm überholt werden

Radweg zugeparkt oder zugestellt

Schutzstreifen im ruhenden Verkehr zugeparkt

Schutzstreifen im Stau zugestellt

ein KFZ prüft mit weit in die Fahrbahn gestreckter Front, ob neben einem zu vernachlässigbarem Radfahrer ein gegnerisches KFZ den Einbiegevorgang verhindern könnte

meine Vorfahrt wird durch ein KFZ grob missachtet

der Hund an der Leine läuft links auf dem Radweg und das Herrchen trabt rechts entlang (oder auch umgekehrt)

Radfahrer, der die Verkehrsregeln und/oder Sicherheitsvorgaben missachtet

Radfahrer, der sich rücksichtslos auf Radwegen oder kombinierten Fuss-/Radwegen verhält (kommt leider nicht selten vor)

durch KFZ ausgebremst werden

Rechtsabbieger ohne Schulterblick bei Überqueren eines Radschutzstreifens

Rechtsabbieger ohne Schulterblick und ohne Blinker bei Überqueren eines Radschutzstreifens

Rücksichtslose Einparkmanöver von Parkplatzsuchenden (oft Schüler) auf einer Fahrradstraße

Fußgänger queren unvermittelt die Straße, ohne auf den rückwärtigen (recht lautlosen) Verkehr zu achten

Nach inzwischen einigen tausend Kilometer Berufsverkehrerfahrung gelingt es mir meist gefährliche Situationen vorherzusehen. Nichtsdestotrotz wurde ich inzwischen unverschuldet in zwei Verkehrsunfälle verwickelt, die zum Glück nur mit Sachschäden und kleineren Verletzungen endeten.

Im Siegerland trägt die geringe Radfahrquote zwangsläufig zu einer geringeren Rücksichtnahme gegenüber Fahrradfahren/innen bei als dies in bekannten Radfahrstädten der Fall ist. Aus leidvoller Erfahrung mit der Stadt Siegen und dem Einsatz der örtlichen Polizei komme ich leider zu dem Schluss, dass man in Siegen nichts tun würde, was den Autoverkehr zum Wohle des Radverkehrs auch nur im geringsten einschränken könnte.

Warum fahre ich weiter mit dem Rad? Inzwischen kennt man einige Leidensgenossen von den regelmäßigen Fahrten und freut sich diese fast täglich zu sehen. Ich habe sogar das Gefühl, dass wir mehr werden. Außerdem macht es mir trotz allem immer noch großen Spaß mit dem Rad zu fahren. Der Tag ist eingerahmt in Bewegung, die neben dem gesundheitlichen Aspekt inzwischen auch einen nicht unerheblichen finanziellen Anreiz bietet.

Man sieht sich !!!

Freitag, 22. August 2008

Deutschland: Fünf Projekte sind für den deutschen Fahrradpreis nominiert


Allen Unkenrufen zum Trotz ist es der Stadt Siegen zum wiederholten Male nicht gelungen, ein Projekt für die Auszeichnung "fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres" einzureichen. Ist man in Siegen erneut an der Auswahl eines Konzeptes aus einer schier unübersichtlichen Flut von Möglichkeiten gescheitert? Oder gab es mal wieder nicht die Spur eines klitzekleinen Projektchen, was auch nur im entferntesten irgendetwas mit "Fahrrad" und "Freundlichkeit" zu tun hatte...

Die Antwort überlasse ich den fachkundigen Fahrradfahren/innen aus dem Siegerland.

Hier die tatsächlich nominierten Projekte aus anderen Städten Deutschlands:
1.
Mit dem "Fahrrad-Wagen der Metronom-Verkehrsgesellschaft" werden die Verkehrsträger Schiene und Fahrrad miteinander vernetzt und so optimal auf Kundenwünsche eingegangen.
2.
Bürgernähe mit dem Fahrrad. Mit "Mobile Bürgerversammlungen" informiert die Stadtspitze Nürnbergs per Fahrrad die Bürger vor Ort über anstehende Projekte.
3.
Außergewöhnliche Rad-Aktionen wie z.B. Radwallfahrten, Fahrrad-Gottesdienste u. a. verzeichnet der "Essener Fahrradkalender", der zusammen mit der Stadt Essen, den Kirchen sowie Fahrrad- und Umweltverbänden entstanden ist.
4.
"Umsonstfahrer - Lotte darf mit" ermöglicht den Kunden der Magdeburger Verkehrsbetriebe die kostenlose Fahrradmitnahme.
5
Gemeinsam mit dem Netzwerk "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland" soll das Projekt "Radwegdetektive" zur Verbesserung der Situation Rad fahrender Schüler beitragen.

Welches dieser fünf Projekte den deutschen Fahrradpreis gewinnt, wird am 18. September 2008 im Rahmen der IFMA Cologne bekannt gegeben. Ausführlichere Informationen zu den nominierten Projekten sind unter "www.best-for-bike.de" verfügbar.








Weitere Informationen: Fahrradprotal Deutschland

Mittwoch, 20. August 2008

Unterführungen für Radfahrer im Vergleich

Ein Beispiel aus Lund in Schweden:

Präsentation Radfahren in Lund - "City of Ideas"
PDF-Datei 7MB












...und ein bereits bekanntes Beispiel in Siegen-Eiserfeld:


















Beim "Fahrradklimatest" 1991 der Zeitschrift "Radfahren" in 208 Städten landet Siegen unter 46 "kleinen Großstädten" (100-200 000 EW) mit der Note 5,08 hinter Solingen auf dem vorletzten Platz.

Bei dem vom ADFC Bamberg im Jahr 2003 durchgeführten ""Fahrradklimatest" fuhr Siegen aber immerhin schon die Note 4,56 ein. Falls sich dieser Trend fortsetzt, kann Siegen in knapp 90 Jahren mit der Fahrradstadt Münster gleichziehen. Das setzt jedoch voraus, dass in Münster ab dem heutigen Tage alle weiteren Bemühungen im Bereich der Fahrrad-Infrastruktur komplett eingefroren werden.