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Mittwoch, 12. Juni 2013

„Verkabelter“ Fußgänger


 

Auf meinem Heimweg war ich gestern Abend mit dem Fahrrad wie immer auf dem sogenannten Schutzstreifen in Siegen-Eiserfeld unterwegs. Da das Eiserfelder Zentrum seit geraumer Zeit eine Großbaustelle ist, staut es sich besonders abends und morgens auf allen Zufahrtsstraßen. Der Stau von Siegen kommend erreicht oftmals Längen von fast einem Kilometer. Per „stop and go“ zuckelt die Blechlawine mit einer stoischen Geduld und unterdrückter Gereiztheit der Hauptkreuzung entgegen, um dann relativ problemlos in alle Himmelsrichtungen zu entfliehen. Die Schutzstreifen-Markierung, die nicht die Farben wert ist mit der sie aufgetragen worden ist, wird von dem Kraftverkehr zu knapp 80% eingehalten. Die anderen 20% parken dort, nutzen ihn als Erweiterung ihrer eigenen Fahrspur und zum Ausweichen bei Gegenverkehr. Der Radfahrer, der sich dort eigentlich in Sicherheit fühlen sollte, kann ihn daher nur in absoluter Konzentration und Anspannung nutzen.

Diverse Geschäfte links und rechts dieser Hauptstraße (Eiserfelder Straße, B62) sorgen für einem permanenten Kreuzungsverkehr und der einsame Radfahrer wird in schöner Regelmäßigkeit übersehen. Radfahrer, die hier auf die „Motorhaube“ genommen werden, gehören zur traurigen Realität. Aber die Gefahr droht auch von anderer Seite.

So gestern geschehen. Ein jugendlicher Fußgänger war auf dem rechten Bürgersteig ebenfalls in Richtung Zentrum Eiserfeld unterwegs. Da neben Autofahrer auch der Langsamverkehr von mir als potentielle Gefahr (nicht Gegner !!!) angesehen wird, lies ich ihn nicht aus den Augen. Auf dieser Passage, den Schutzstreifen als legale Stau-Gasse nutzend, bin ich immer recht langsam unterwegs. Aber wie sollte es anders kommen, nur einige Meter vor mir ging dieser Fußgänger, ohne nach hinten zu schauen auf den Schutzstreifen, um zwischen den im Stau stehenden Autos die Straßenseite zu wechseln. Meine mahnenden Rufe verhalten komplett. Mit einer Notbremsung konnte ich nur mit Müh und Not einen Zusammenstoß verhindern. Erst in diesem Augenblick schreckte der jugendliche Fußgänger auf. Erschwerend kommt hinzu, dass er mich so oder nicht wahrnehmen konnte, da er durch die Nutzung seines MP3-Players den Kontakt zur Außenwelt komplett verloren hatte. Und da man in Siegen als Radfahrer sowieso zu einer rechtlosen Minderheit gehört, ist die Gefahr von einem dieser Spezies über den Haufen gefahren zu werden eigentlich ziemlich gering. Nur nicht gestern Abend ...  
„DU PAPPNASE !!!“

Dienstag, 16. April 2013

13.022 Kilometer - Mit dem Rad zur Arbeit

Im Jahr 2007 habe ich begonnen relativ regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. 
Mit meiner heutigen Fahrt habe ich die nächste Tausender-Grenze geknackt. 

13.022 Kilometer



Mittwoch, 6. März 2013

Die Wahrheit über Fitness


Kernsätze und Quintessenz für mich persönlich aus diesem Beitrag: 

„Von nichts kommt nichts...“

„Wir fressen zu viel und bewegen uns wenig. Und da müssen wir dran arbeiten.“ 

„Eigentlich wäre es so einfach: Weniger und besser essen, mehr und regelmäßig bewegen.“

„Öfter mal das Auto stehen lassen und wenigsten zweimal pro Woche richtig ins Schwitzen kommen."

Quelle: ZDF: zeit Die ganze Wahrheit über Fitness 

Gestern Abend habe ich mir bewusst und gezielt die Sendung „Die Wahrheit über Fitness“ im ZDF angeschaut. Seit meiner letztjährigen Vorbereitung auf den 100km Lauf von Biel und Teilnahme im Juni 2012 habe ich ca. 5 Kilogramm zugenommen.

Gründe dafür: Eine andere, wenn auch nur  temporäre Arbeitsaufteilung im Haushalt, zusätzliche Aufgaben für die Familie, daraus resultierend alle Laufziele und Starts in 2013 komplett storniert und das  parallel dazu unveränderte, zwar gesunde und abwechslungsreiche Essverhalten haben mich in diese Falle stürzen lassen. Mein Energieverbrauch hat sich deutlich reduziert, die aufgenommene Energiemenge habe ich jedoch nicht an diese deutlichen Veränderungen angepasst. 
Seit 2 Monaten laufe ich wieder regelmäßiger, doch der KM-Umfang liegt deutlich unter dem vor einem Jahr. Seit Jahrzehnten laufe ich regelmäßig und nehme auch an Halbmarathon- und Marathon-Läufen teil. 
Von November 2011 bis Juni  2012 haben ich  meinen Trainingsplan in Bezug auf meine Teilnahme an einem 100km angepasst:  8 Monate Training mit durchschnittlichen Wochendistanzen von  40 bis  80Km haben bei mir zu einem recht aktiven Stoffwechsel geführt. 
Auch wenn mein heutiger bmi-Wert mit knapp über 24 absolut nicht besorgniserregend ist, so fühle ich mich doch nicht Wohl in meinem Körper. Ich denke dieses Körpergefühl ist recht individuell und daher auch nicht übertragbar.

Um wieder annähernd an diese Zeiten anzuknüpfen, habe ich wieder begonnen mit dem Rad zu Arbeit zu fahren. Die winterlichen Verhältnisse im Südsiegerland ließen leider keinen früheren Start als Ende Februar zu. Inzwischen lasse ich wieder 2 – 3 Mal pro Woche das Auto in der Garage. Pro Fahrradtag ergeben sich so immerhin 34km. Besser als nichts. Parallel dazu werde ich auch wieder 2 – 3 Mal pro Woche laufen.

Aus dieser Motivation heraus gibt es jetzt auch wieder Laufziele, die ich ab 2014 anpacken werde:




Daher mein Motto (geklaut von Prof. Dr. Ingo Froböse):

„Die einzige Wahrheit über Fitness heißt: Tu es, tu es, tu es.“

Freitag, 2. Dezember 2011

Für Radfahrer herrscht insgesamt kein angenehmes Verkehrsklima in Deutschland


Quelle: Gernot Krampel – stern.de

Als ob dies für uns Radfahrer etwas komplett Neues wäre. Keine Spur. Um diese Tatsache zu untermauern hat das Meinungsforschungsinstitut Sinus aus Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem "Allgemeinen Deutschen Fahrradclub" (ADFC) die "Studie Fahrrad-Monitor Deutschland 2011" erstellt. 

Trotzdem ein Dankeschön an die Herausgeber des  stern, dass sie durch die Wiederauflage des Themas dem ständigen Vergessenwerden entgegen treten.


Diese Studie soll belegen, dass trotz aller werbeträchtigen und grüngefärbten Posen einiger Politiker mit ihrem Fahrrad, das Auto weiterhin noch über allem thront. 

Link zur Präsentation der Studie 

Link zur Kompletten Studie ( Download der Studie möglich)

Hallo Herr Mues, hallo Herr Hammerschmidt, ein hallo an alle Verantwortlichen dieses Themas bei der Stadt Siegen. 

Falls sie für ihr Projekt „Siegen soll NOCH fahrradfreundlicher werden" weitergehende Informationen benötigen, dann möchte ich Ihnen diese Studie gerne ans Herz legen. Schließlich will ich  mir als Radfahrer die Ausrede nicht gefallen lassen, dass man sie bei dem Gedankenmachen komplett alleine gelassen hätte. "Aus der Praxis für die Praxis" !!!

Mit freundlichen Grüßen   
Ein Radfahrer der seit Jahren die Stagnation im Siegener Radwegenetz im Selbststudium verfolgt.





Montag, 22. August 2011

Wir haben einen „Neuen“...


Bürgermeister Mues mit Herrn Hammerschmidt, der neue Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen.

Ende 2010 ging die Ära des bisherigen Fahrradbeauftragten Werner Siebel zu Ende.
Er hatte diese Position 12 Jahre inne. Seitdem war diese Position vakant und wurde lediglich kommissarisch betreut.

Dass diese Position jetzt ein halbes Jahr nicht besetzt war, ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Nach einigen Kontakten mit Herrn Siebel weiß ich, dass ihm meine geschilderten Probleme im Radwegenetz nicht völlig egal waren, aber scheinbar waren auch ihm die Hände gebunden. Herr Mues kann dies nicht gewesen sein, da  er sich ja für alle Bürgerinteressen gleichermaßen intensiv ein.

O-Ton  Bürgermeister Herr Mues:

„Unser Ziel ist es, die Stadt Siegen noch fahrradfreundlicher zu machen."

Wer regelmäßig in Siegen mit dem Rad unterwegs ist, wird sich über diese Aussage schon ein wenig wundern, denn Siegen ist alles, aber bestimmt nicht fahrradfreundlich.

Der neue Fahrradbeauftragte heißt Felix Hammerschmidt. Er übernimmt diese neue Aufgabe und ist laut eigener Aussage im Stadtgebiet Siegen vor allem auf 2 Rädern unterwegs.

Eine deutliche Verbesserung zeigt sich bereits heute: Herr Hammerschmidt ist per E-Mail zu erreichen. Moderne Kommunikationswege haben somit auch in diesem wichtigen Bereich des Rathauses Einzug gehalten. Vielleicht ist dies ja ein gutes Omen für die nächsten anzugehenden Schritte, Siegen endlich fahrradfreundlicher zu gestalten.

Seit Jahren warten die Siegener Radwege in vielen Abschnitten auf eine Sanierung und dringenden „Neuzuwachs“. Solange die Politik  zur Verbesserung der Infrastruktur des Langsamverkehr jedoch darin besteht immer mehr innerstädtische Plätze und direkte Innenstadtverbindungen für den Radverkehr zu sperren, kann man bis heute nicht davon sprechen, dass der Radfahrer in Siegen und Umgebung gerne gesehen ist. Dort wo der „Hübbelbummler“ und auch Autos im Schritttempo immer noch fahren dürfen, wird der gemeine Radfahrer längst abgestraft und der Straße verwiesen.

Herr Hammerschmidt: Auf eine gute Zusammenarbeit, denn es gibt viel zu tun. Neben dem ebenso wichtigen außerstädtischen Radwegenetz in Südwestfalen sollte auch innerstädtisch dem Fahrradfahrer auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen die Möglichkeit gegeben werden Siegen ein Stückchen umweltfreundlicher und lebenswerter zu gestalten.

Die Kontaktdaten von Felix Hammerschmidt, Fahrradbeauftragter der Stadt Siegen:

Quelle:



Herr F. Hammerschmidt - Raum: 414
Straßenplanung, Fahrradbeauftragter - Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen

Telefon: (0271) 404-3417
Telefax: (0271) 404-3233
E-Mail: f_hammerschmidt@siegen.de

Gesamttext und Quelle bezüglich dieser Bekanntgabe:


Felix Hammerschmidt nimmt seine neue Aufgabe ernst: Der 37-Jährige ist derzeit im Stadtgebiet vor allem auf 2 Rädern zu sichten.

Seit kurzem ist der Diplom-Ingenieur, bei der städtischen Abteilung "Straße und Verkehr" hauptsächlich mit der Straßenplanung befasst, der neue Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen. Hammerschmidt tritt damit die Nachfolge von Werner Siebel an. Dieser hatte die Funktion gut 12 Jahre lang, bis zu seinem Ruhestand Ende 2010, ausgeübt. Seitdem war die Funktion vakant beziehungsweise von Abteilungsleiterin Anke Schreiber kommissarisch mit betreut worden.
Der neue Fahrradbeauftragte ist gelernter Bauzeichner und studierter Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung Verkehrswesen (Universität Siegen). Berufliche Erfahrungen als Bauingenieur sammelte Felix Hammerschmidt sieben Jahre lang in einem Ingenieurbüro im Bereich Verkehrsplanung und Tiefbau, bevor er am 1. Juli diesen Jahres zur Stadt Siegen wechselte.
Zu den Aufgaben des Fahrradbeauftragten gehört die Betreuung aller Angelegenheiten, die "Pro-Rad", also das Programm fahrradfreundliche Stadt Siegen, und die Förderung des Fahrradverkehrs in Siegen betreffen. Intern hat dies zur Konsequenz, dass der Fahrradbeauftragte bei allen Planungen der verschiedenen Rathausabteilungen beteiligt wird, die den Fahrradverkehr berühren. Extern steht aktuell die Beschäftigung mit dem Regionale 2013-Projekt"Radnetz Südwestfalen" im Vordergrund. Hierbei handelt es um ein gemeinsames Vorhaben der Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis, durch das Südwestfalen künftig auch als Radsport-Region noch bekannter werden soll.
Der Unterstützung seines Dienstherrn kann sich Felix Hammerschmidt dabei sicher sein. "Unser Ziel ist es, die Stadt Siegen noch fahrradfreundlicher zu machen", bezieht Bürgermeister Steffen Mues klar Stellung - und gibt seinem neuen Fahrradbeauftragten gleich noch etwas (verbalen) Rückenwind mit auf dessen tägliche Erkundungstouren: "Ich setze hierbei auf kreative Ideen!" 


Mittwoch, 2. März 2011

Radwege in einem lebensgefährlichen Zustand

Für die Autofahrer stellen die momentanen Straßenzustände schon ein großes Ärgernis dar. Für die Zweiradfahrer hingegen, motorisiert oder nicht, bedeuten manche Passagen eine echte Gefahr. Gerade im Straßenrandbereich reichen sich Schlaglöcher und großflächig gebrochene Teerdecken die Hand. Die Markierungen von Radwegen oder Straßenübergängen werden in Siegen schon seit Jahren nicht ausgebessert und weisen sehr deutlich auf die Bedeutungslosigkeit von Fahrradfahrer im Siegener Straßenverkehr hin.

Installierte Anlaufadresse der Stadt Siegen für den Radverkehr:


„Die Förderung des Radverkehrs ist eine wichtige Aufgabe innerhalb der Verkehrsplanung der Stadt Siegen. Die Bedeutung des Fahrrades als alltägliches Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Stadt Siegen bietet gute Voraussetzungen für den Radverkehr im Alltag und in der Freizeit.

Auch den Komfort und die Sicherheit der Radwege hat unser Fahrradbeauftragte stets im Blick. So werden beispielsweise Bordsteine abgesenkt, Markierungen aufgefrischt oder neu aufgetragen, Oberflächen von Radwegen erneuert und - wo es erforderlich ist - rot eingefärbt.“

Für Anfragen und Hinweise steht seit Urgedenken Herr Siebel zur Verfügung. Gegen eine Mailadresse hat er sich scheinbar intensiver gewehrt als seine Schaffenskraft in die oben versprochenen Ver- und Ausbesserung der Siegener Radwege zu investieren. Danke !!!

Herr W. Siebel - Raum: 414
Fahrradbeauftragter, Straßen- und Wegerechtsangelegenheiten
Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr
Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen
Telefon: (0271) 404-3417
Telefax: (0271) 404-3233

Dienstag, 1. März 2011

Ich bin wieder da ....

Zugegeben, die Pause war recht lange, aber jetzt bin ich mit meinem Fahrrad wieder „On The Road Again“! Da ich mich jedoch parallel zu meinen Radfahrten zur Arbeit auch auf meine diversen Marathonläufe in 2011 und meinen ersten 100km-Nachtlauf in Biel 2012 vorbereiten will, muss ich für eine ausgewogene Mischung aus Lauf- und Alternativtraining sorgen. Es wird spannend...

Dienstag, 20. Juli 2010

Der Baum ist weg
















Gestern noch gemeckert und heute hat sich der Baum in Luft aufgelöst. Vielen Dank an alle an der Aktion beteiligten verantwortlichen und ausführenden Kräfte. Somit ist die A40 unter den Siegerländer Radwegen um eine kritische Stelle entschärft worden. Wenn man von städtischer Seite wie bereits mehrfach dargestellt, den Radverkehr in Siegen fördern will, müssen die Radwege und damit die Radfahrer/innen mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Denn nur dort wo man gefahrlos und geschützt mit dem Rad fahren kann, werden auch bisher Unentschlossene die alternative Fortbewegung mehr und mehr in ihren Alltag integrieren.

Wir sehen uns ... !?

Montag, 21. Juni 2010

Meilenstein 10.000 km – Mit dem Rad zur Arbeit

Im Sommer 2007 habe ich begonnen, regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Inzwischen habe ich mich mit den nicht gerade unterstützenden Rahmenbedingungen der Stadt Siegen arrangiert und nehme die fahrradunfreundliche Behandlung in Kauf, um für mich etwas Gutes zu tun. Heute habe ich einen weiteren Meilenstein, die 10.000km Marke, „geknackt“.


Ein kurzes Resümee: In den vergangenen 3 Jahren hat sich an der Verbesserung der Infrastruktur für den Langsamverkehr in Siegen nichts, absolut nichts getan. Ok, es sind einige Verbotsschilder mehr aufgestellt worden, um Fahrradfahrer/innen aus der Stadtmitte zu verbannen. Die Möglichkeiten Fahrräder sicher abzustellen, um anschließend einzukaufen, tendieren gegen „nicht vorhanden“. Fahrradschutzstreifen sind ebenfalls so gut wie nicht vorhanden. Dort wo sie markiert sind, dürfen sie unter Duldung der Stadt Siegen und der örtlichen Polizeibehörde zugeparkt werden. Markierungen zur Sicherung eines straßenkreuzenden Radweges werden nicht erneuert. Die Radwegeverantwortlichen der Stadt Siegen machen einen verdammt guten Job. Sie sparen Geld. Dieses Geld steckt man in Siegen lieber in andere Verkehrsobjekte, anstatt kleine Anreize für die Nutzung eines umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsmittels zu schaffen. Immerhin baut die Gemeinde Wilnsdorf zur Zeit zwischen Rinsdorf und Si-Eisern einen kombinierten Fußgänger/Radweg, um auf diesem Streckenabschnitt zu einem Sicherheitsplus beizutragen.

Trotz steigender Benzinpreise, trotz des wachsenden Bewusstseins etwas für die Gesundheit tun zu müssen, habe ich den Eindruck, dass in den letzten 3 Jahren der regelmäßige Fahrradverkehr in der Region nicht zugenommen hat. Fahrräder müssen vorhanden sein, denn wenn am 4. Juli 2010 im Siegtal erneut über 120 km Straßen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden, sind auf diesem Abschnitt zwischen der Siegquelle bis Au bis zu 100.000 Radfahrer/innen unterwegs.

Quelle: Natur und Kultur – Das Siegtal
http://www.siegtal.com/index.php?id=6

Wir sehen uns ... !?

Freitag, 3. April 2009

Der größte Feind des Radfahrer ...













...ist der Radfahrer !? Immer häufiger muss ich erleben, dass die geschundene Spezies der Radfahrer sich durch unerlaubte Aktionen selbst in die Ecke der Rüpel und Verkehrschaoten stellt. Heute morgen werde ich dem Radweg folgend von einem Radfahrer attackiert, der den Verkehrszeichen zum Trotz, sich zu einem Manöver hinreißen lässt, bei dem er mich fast in einen Unfall verwickelt. Ein Einzelfall? Leider nein. Ich ärgere mich auch täglich über die Gedankenlosigkeit und Frechheit vieler PKW- und LKW- Fahrer. Aber dürfen wir Radfahrer/innen daraus das Recht ableiten uns ebenso zu verhalten ?













Beispiel Berlin:

"Nico Hildebrandt war bedient: 86 Euro (inklusive Gebühren) und einen Punkt in Flensburg - das war die traurige Strafenbilanz seines heutigen Arbeitsweges. Nur legt er diesen nicht - wie man vermuten könnte - mit dem Auto zurück, sondern mit dem Fahrrad. Auf eben diesem hatte er die Kreuzung trotz roter Ampel überquert und den Streifenpolizisten direkt hinter sich nicht bemerkt. Verkehrssünder Hildebrandt hatte zwar noch versucht, mit dem Beamten zu diskutieren, aber dieser ließ nicht mit sich reden. Als Radfahrer müsse er sich ebenso an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten wie alle anderen - fertig, aus."

Quelle:
http://www.welt.de/finanzen/article1856815/Wenn_Radfahrer_in_Flensburg_Punkte_sammeln.html#




...Bußgeldkatalog für Radfahrer - Stand 01.02.2009

http://www.polizei-nrw.de/muenster/stepone/data/downloads/26/01/00/bussgeldkatalog-fuer-radfahrer.pdf

Mittwoch, 1. April 2009

Satteln wir auf!













Deutschlands erste Kampagne für Fuß- und Radverkehr ist gestartet


Am 31.03.2009 wurde in Berlin der Startschuss zur Kampagne "Kopf an: Motor aus". Für Null CO2 auf Kurzstrecken" gegeben.
Unter diesem Motto will die Bundesregierung Bürgerinnen und Bürger in den kommenden zwei Jahren dazu bewegen, im Alltag vermehrt ihr Auto stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen oder aufs Fahrrad zu steigen.

Radfahren und zu Fuß gehen spart Millionen Tonnen CO2




"Das hält fit, spart Geld und schont die Umwelt, denn bundesweit könnten allein durch eine Verdoppelung der Fuß- und Radkilometer mittelfristig fünf bis sechs Millionen Tonnen CO2 eingespart werden", sagte Astrid Klug, Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesumweltministerium, anlässlich des Starts von Deutschlands erster Rad- und Fußkampagne.
Das Bundesverkehrsministerium unterstützt die Initiative des Umweltressorts, im Sinne des gemeinsamen Ziels, die Treibhausgase im Verkehr zu reduzieren. Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, würdigte die Kampagne ausdrücklich als wertvolle Motivationsspritze für mehr emissionsfreie Mobilität. "Die Imagekampagne gibt hoffentlich so manchem den nötigen Kick auf das Rad umzusteigen", sagte Kasparick anlässlich des Kampagnenstarts in Berlin. Gerade in der Stadt ist es wichtig aufzusatteln. Auf den ersten drei Kilometern ist das Rad das schnellste Verkehrsmittel."

Die Kampagne erfährt außerdem prominente weibliche Unterstützung: Judith Holofernes, die Sängerin der Popgruppe "Wir sind Helden", die Doppelolympiasiegerin im Schwimmen, Britta Steffen, und die Starköchin Sarah Wiener bekennen sich aus unterschiedlichen Gründen zu den Kampagnenzielen. Holofernes will Klimaschutz zu einem Teil der Popkultur machen. "Wir erreichen viele junge Menschen und können eine Menge in Bewegung setzen", sagte sie anlässlich des Projektstarts. Britta Steffen appelliert an das Körperbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. „Es muss ja nicht gleich jeder Leistungssport machen, aber die alltäglichen Wege mit eigener Kraft zurückzulegen, bringt schon eine Menge für Fitness und Gesundheit."
Sarah Wiener, die mit ihrer Stiftung die Ernährungsgewohnheiten von Kindern verbessern will, fordert auch mehr Sport in den Schulen. „Ähnlich wie beim Fast food, verlieren wir auch bei der Mobilität das menschliche Maß aus dem Auge", sagte Wiener vor dem Brandenburger Tor. Zu Fuß eine Stadt zu erkunden, sei ein viel intensiveres Erlebnis als nur mit dem Auto durchzufahren.

Quelle:
http://www.kopf-an.de/

Ab Mai: Abwrackprämie für Fahrräder in Mannheim













Und es geht doch ...

"Ab Mai zahlen die Stadt Mannheim und BIOTOPIA für den Neukauf eines City-Fahrrads 50 EUR Abwrackprämie bei Abgabe des Alt-Fahrrads bei der BIOTOPIA Fahrradstation am Mannheimer Hauptbahnhof. Hier die Bedingungen für die bundesweit einmalige Aktion:

1.
Die Abwrackprämie wird ausschließlich nur in der Biotopia Fahrradstation am Hbf ausbezahlt
2.
Zum Erhalt der Prämie müssen folgende Dinge mitgebracht werden: a) der Originalbeleg eines ab Mai bei einem Mannheimer Radfachhandel (keine Discounter-Ketten, kein Online-Versand) neu gekauften City-Bikes (keine Rennräder, Mountainbikes, Kinderräder); b) der eigene Personalausweis zum Nachweis des Wohnorts (nur Mannheimer erhalten die Prämie); c) ein im Grundzustand fahrbereites Alt-Rad (keine Abgabe von Fahrradteilen wie Rahmen oder Lenker möglich, keine Angabe von Kinderrädern, Dreirädern usw. )
3.
Pro Person wird die Prämie nur 1 x ausbezahlt
4.
Die Prämie wird nur an erwachsene Personen ausbezahlt (Personalausweis mitbringen)
5.
Ein Rechtsanspruch besteht nicht
6.
Vorerst ist die Abwrackprämie auf 100 Räder beschränkt. Die Prämie wird an die ersten 100 Personen ausbezahlt, die mit Ausweis, Altrad und Originalbeleg in die Fahrradstation kommen. Reservierungen oder schriftliche Anträge sind nicht möglich.
Im Gegensatz zur Abwrackprämie für KfZ werden die Alträder nicht verschrottet, sondern im Ausbildungsförderungsbetrieb der BIOTIOPIA repariert und unter sozialen und ökologischen Aspekten einer sinnvollen Weiternutzung zugeführt. Erster Gültigkeitstag der Abwrackprämie ist Samstag, 2. Mai 2009."














Quelle:

http://www.rad-im-quadrat.de/2009/03/31/ab-mai-abwrackpraemie-fuer-fahrraeder/
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2528

Freitag, 20. März 2009

PBIC - Pedestrian and Bicycle Information Center


















Wenn jemand nachlesen möchte, welche Projekte in anderen Ländern zur Verbesserung des Langsamverkehrs angestoßen werden, habe ich dazu eine Info über diese Maßnahmen aus den USA und Kanada gefunden:

"USA/Kanada: Praxisbeispiele aus Nordamerika

Das Pedestrian and Bicycle Information Center (PBIC) stellt in einer Veröffentlichung verschiedene Praxisbeispiele aus den Bereichen Fuß- und Radverkehr vor

Das PBIC Case Studies Compendium ist eine über 200-seitige Sammlung von Fallstudien und Best-Practice-Beispielen zu Fahrrad- und Fußgängerprojekten in verschiedenen Bundesstaaten der USA. Hinzu kommen einige Beispiele aus Kanada. Die Zusammenstellung wird regelmäßig erneuert und auf den Internetseiten www.walkinginfo.org und www.bicyclinginfo.org zum freien Download bereitgestellt."

Dokument:
http://drusilla.hsrc.unc.edu/cms/downloads/pbic_case_study_compendium.pdf

Dienstag, 17. März 2009

Im Dunkeln sind Schlaglöcher für Radfahrer lebensgefährlich













Schlaglöcher sind bereits für Autofahrer ärgerlich und können zu beträchtlichen Schäden an dem KFZ führen. Werden diese Straßenabschnitte von Zweiradfahrer benutzt, so werden die Fahrbahnschäden für diese Verkehrsteilnehmer zu einer lebensbedrohenden Gefahr.

ADFC:

"Wir fordern kein Schlaglochprogramm, aber natürlich müssen die saisonalen Schäden möglichst schnell beseitigt werden, wenn sie die Sicherheit gefährden. Dafür müssen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir weisen aber regelmäßig darauf hin, dass die Straßenbelege ebenso wie die Beläge der Radwege auf den Bürgersteigen intakt und angemessen sein müssen. Leider gibt es gerade bei den Radwegen einen großen Nachholbedarf zur Sanierung. Der Fahrbahnbelag muss ebenfalls verkehrssicher sein, wenn der Radfahrer, wie vom Senat gewollt, die Straßen nutzen soll. Es ist auch sinnvoll, immer mehr Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen zu verlegen, um diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind, für die übrigen Verkehrsteilnehmer sichtbarer zu machen. Breit genug für diese Streifen sind die Straßen, natürlich sollten sie auch in anständigem Zustand sein."

Leider werden auch in Siegen entsprechende Schäden nicht mit der gebotenen Eile repariert. Ein Fahrbahnschaden, der für Autofahrer noch keine Bedrohung darstellt, kann jedoch für einen Radfahrer bereits zu einer Unfallgefahr werden. Auch dieses Nichthandeln in Siegen kann mit der Absicht verbunden sein, Radfahrer aus dem Straßenverkehr fernzuhalten. Weltweit ist ein Bemühen zu erkennen, den unmotorisierten Langsamverkehr in das gesamte Verkehrskonzept zu integrieren, aber Siegen bleibt seiner deutlich erkennbaren Haltung treu. Es gibt zum Glück in Siegen immer noch einige Unerschrockene, die sich von diesem negativen Umfeld nicht abschrecken lassen, aber leider werden es durch diese fehlenden Maßnahmen auch nicht mehr.

Dienstag, 3. Februar 2009

Der Klimaschutz ist jetzt auch in Siegen angekommen

"Aktiver Beitrag zum Klimaschutz auf lokaler Ebene:
Klimaschutzkonzept der Stadt Siegen wird fortgeschrieben"














Auszug:

"...Die durch den Kohlendioxid-Anstieg in der Atmosphäre verursachte Veränderung des Klimas ist eine der größten Herausforderungen weltweit. Auch die Stadt Siegen ist von dieser Problematik betroffen und muss die Frage beantworten, welche Möglichkeiten es auf lokaler Ebene gibt, durch Energieeinsparungen oder durch Nutzung erneuerbarer Energien die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren.

Maßnahmenkatalog überprüft und fortgeschrieben
Im Rahmen einer interfraktionellen Arbeitsgruppe wurden die bisherigen Maßnahmen auf ihre Klimarelevanz, Umsetzbarkeit und Kosten geprüft sowie durch weitere Maßnahmen ergänzt.
Insgesamt enthält der überarbeitete Maßnahmenkatalog, der jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, 55 Einzelmaßnahmen aus den Handlungsbereichen

Maßnahmen im Bereich der Stadtverwaltung:

- Maßnahmen im Energiesektor

- Klimagerechte Bauleitplanung

- Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor

- Maßnahmen im Natur- und Grünbereich

- Öffentlichkeitsarbeit...."


http://www.siegen.de/standard/page.sys/details/eintrag_id=2250/content_id=2113/25.htm

Ein wenig hellhörig wurde ich, als ich die Maßnahme "Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor" gelesen habe. Wenn ich mir jedoch die Bemühungen im Radwegenetz der letzten Jahre anschaue, ist meine Hoffnung auf eine Verbesserung dieser Infrastruktur recht schnell auf ein realistisches Kleinstmaß gesunken. Im Gegensatz zu vielen anderen fahrradfahrerfreundlichen Städten ist in Siegen absolut kein Bemühen für ernsthafte Schritte im Ausbau und in der Sicherung der Radwege zu erkennen.
Schade, denn in diesem Sektor wäre eine deutliche Emissionsminderung recht schnell möglich.

Zitat Bürgermeister Steffen Mues:

"..."Viele der dort aufgeführten Maßnahmen konnten umgesetzt werden; auf anderen Gebieten besteht noch Handlungsbedarf", resümierte Bürgermeister Steffen Mues bei seinem Amtsantritt. Er hat daher umgehend die Verwaltung beauftragt, das städtische Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 1998 fortzuschreiben...."

Herr Mues, setzen Sie Ihre Forderungen um. Yes You Can !!! Ein Tipp meinerseits: Im Bereich des komplett emissionsfreien Langsamverkehr in Siegen steckt noch verdammt viel Potential. Leider wäre auch hier eine entsprechende Lobbyarbeit nötig, die wir Radfahrer scheinbar nicht leisten können.

Wir sehen uns ...

Montag, 15. Dezember 2008

Stockholm - ein nachahmenswertes Beispiel














Bildquelle:
http://www.swedenvisitor.com/swedenvisitor/upload/images/vacation_package/scb-02/riddarholmen_stockholm_swedish_travel_and_tourism_council%C2%A9r_ryan.jpg


Quelle: http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2425

Seit 2004 läuft in der schwedischen Hauptstadt das Projekt "Stockholm Mobility". Zweck des Projektes ist es, den Einwohnern eine preiswerte, leistungsfähige und einfache Mobilität zu ermöglichen - bei gleichzeitiger Verbesserung der städtischen Lebensbedingungen.

Teil dieses Projektes wurde der 2006 begonnene Radfahrer-Test. Der Test richtete sich an Firmen in der Region und bot Hilfe beim Umstieg der dort Beschäftigten vom Auto auf das Fahrrad im Berufsverkehr an. Die Evaluation sollte zeigen, welchen Einfluss der Radfahrer-Test auf die Änderung des Mobilitätsverhaltens sowie auf Umwelt und Gesundheit hatte.

Durchführung:

Das Radfahrer-Test-Projekt wurde 2006 durchgeführt und hatte über 600 Teilnehmer.

Wie wurde ausgewertet:

Die Teilnehmer mussten vor dem Projekt einen Fragebogen ausfüllen.

Die Teilnehmer mussten während des Projektes wöchentlich einen Fragebogen ausfüllen.

Die Teilnehmer mussten vor dem Start und nach Ende des Projektes an einer Gesundheits-Untersuchung teilnehmen.

Die Ergebnisse des Radfahrer-Tests waren sehr positiv. Daran teilnehmende ehemalige Autofahrer stießen dabei - bei einer Rad-Kilometerleistung von 15 bis 30 km wöchentlich - im Schnitt 40 Kilogramm CO2 weniger aus und verloren außerdem rund 1 Kilogramm ihres Körpergewichts. Außerdem sparten sie pro Woche rund 160 Kronen (ca. 15 Euro).

Fazit:

Bei der Durchführung und Auswertung des Projekt wurde unter anderem festgestellt:

Viele Autofahrer nahmen am Test teil, um mehr über die ökonomischem Vorteile des Umstiegs zu erfahren (mehr Geld im Portemonnaie), aber auch über den Gesundheits-Gewinn, wenn vom Auto auf das Rad umgestiegen wird.

Mehr als die Hälfte der Autofahrer nannte als das wichtigstes Argument für einen Umstieg vom Auto auf das Fahrrad gesundheitsverbessernde Aspekte.

Der angebotene Gesundheits-Check war wichtigster Motivationsfaktor für eine Teilnahme an der Studie.

Im Durchschnitt verbesserten die Test-Teilnehmer ihre Fitness-Werte, waren weniger krank, sparten Geld und produzierten außerdem weniger CO2.

Eine gut koordinierte Projekt-Planung, bei der die Auswertung der erhobenen Daten schon frühzeitig einen hohen Stellenwert einnimmt, trägt maßgeblich zu einem erfolgreichen Studien-Projekt teil.

Montag, 8. Dezember 2008

Regensburg - Ein Traum für Radfahrer













http://www.regensburg.de/

Regensburg hat neben einer absolut sehenswerten Altstadt, sie trägt die Auszeichnung UNESCO Welterbe zurecht, zu dieser Jahreszeit absolut reizvolle Weihnachtsmärkte, auch ein unglaublich ausgeprägtes Radwegenetz. Fast alle Straßen haben spezielle Radwegemarkierungen auf der Straße oder komplett separat angelegte Radwege. Da hat es mich auch nicht weiter gewundert, dass diese Infrastruktur von allen Einwohnerschichten, ob jung oder alt, ob Weiblein oder Männlein, gleichermaßen stark genutzt wird. Vor allen Geschäften und Einrichtungen stehen Fahrradständer zur Verfügung. Autos versucht man weitestgehend aus der Innenstadt fernzuhalten. Dadurch geht es innerstädtisch wesentlich ruhiger und entspannter zu. Ein im Vergleich zu Siegen geradezu preiswertes Busangebot verstärkt meinen positiven Eindruck von dieser schönen Stadt im Süden Deutschlands.

Um das Radfahren attraktiv und alternativ zu anderen Verkehrsmitteln zu gestalten, arbeiten die Stadtverwaltung, der Umweltschutz und die verschiedene Fahrradorganisationen eng miteinander zusammen. Die motorisierten Fortbewegungsmittel werden dabei nicht vernachlässigt, aber nicht wie in Siegen als das einzig Unterstützenswerte angesehen.
Selbst in den kleinsten Gassen wird in Regensburg ein rücksichtsvolles Miteinander zwischen Fußgänger und Radfahrer gelebt. In Siegen sucht man auch dies vergebens. Stattdessen werden die Radfahrer sowohl von den Straße als auch aus den Innenstadtbereichen bewusst ferngehalten. Selbst dort wo der "Hübbelbummler" sich alle 30 Minuten einen Weg durch die Fußgängerzonen bahnt sind Radfahrer per Verkehrsschild nicht gerne gesehen und werden mit Strafen belegt.

Ein stärkeres Bemühen der Siegener Behörden, um den bewussten Ausbau des Langsamverkehr sieht anders aus. Nach einer kleinen Pause, habe ich heute mein Rad wieder ausgepackt und war schon ein wenig überrascht, dass die meisten Radfahrer scheinbar schon in den Winterschlaf gegangen sind. Schade, wenn das Angebot schon nicht geboten wird, sollten wir als Radfahrer/innen die Nachfrage zumindest durch Präsenz steigern.


Wir sehen uns ?!

Montag, 10. November 2008

ADFC: Das Fahrrad als Verkehrsträger der Zukunft stärken









Quelle: http://www.adfc.de/6268_1

"Zu seiner 29. Bundeshauptversammlung in Dortmund fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bund, Länder und Kommunen auf, den Radverkehr stärker zu fördern. "Das Fahrrad als gesundheitsförderndes Null-Emissions-Fahrzeug muss noch viel deutlicher als bisher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Nur so ist eine umweltgerechte Gestaltung der Mobilität auch für kommende Generationen möglich", so der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.

Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrrad fordert auch der Maßnahmenplan zum Zweiten Fahrradbericht der Bundesregierung. Der ADFC geht einen Schritt weiter und schlägt vor, den Kauf von neuen und sicheren Fahrrädern staatlich zu fördern. "Eine Million neue Räder, über fünf Jahre mit wenigen hundert Euro pro Stück gefördert, das ist eine realistische Forderung", sagt Hübener. So könnten die vom motorisierten Verkehr verursachten Kosten gesenkt und die städtische Lebensqualität durch weniger Lärm und Abgase auf Dauer erhöht werden.

Um den Radverkehrsanteil nachhaltig zu erhöhen, fordert der ADFC zudem, rechtliche Hindernisse schnellstmöglich zu beseitigen. Im Bundes- und Landesrecht müsse der Grundsatz festgelegt werden, dass die Anforderungen des Radverkehrs bei allen relevanten Planungen angemessen zu berücksichtigen sind. Für den Bau von Radverkehrsanlagen sollen die vorhandenen hohen Standards verbindlich im Straßenbaurecht verankert werden.

Verbesserungsbedarf sieht der ADFC auch bei der Deutschen Bahn: Deren schnelle ICE-Flotte ist bislang nicht für die Mitnahme von Fahrrädern ausgerüstet. Die Bahn weigert sich hartnäckig, einen EU-Beschluss umzusetzen, der für alle Züge die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme vorsieht. Immer mehr fahrradfreundliche IC-Züge werden durch ICE-Züge ersetzt. "Ganze Regionen werden auf diese Weise vom Fahrradtourismus abgekoppelt", so Hübener.

Dabei macht auch der Zweite Fahrradbericht der Bundesregierung deutlich, dass die Potenziale des Fahrradtourismus noch nicht ausgereizt sind. Um Klima schonendes Reisen noch stärker zu fördern, muss laut Karsten Hübener auch der Ausbau eines bundesweiten Radroutennetzes - des D-Netzes - energisch vorangetrieben werden: "Das D-Netz als deutschlandweites Netz von Premiumradrouten muss endlich aus der Planungsphase heraus und zum real erfahrbaren Vorbild für andere Radfernwege in Deutschland und Europa werden", so Hübener.

Auf der ADFC-Bundeshauptversammlung am 8. und 9. November 2008 legen die rund 150 Delegierten aus ganz Deutschland die politische Richtung des Verbands fest und beraten sich zu aktuellen Themen wie Klimaschutz, Verkehrspädagogik und Verkehrssicherheit. Ebenso wird ein neuer Bundesvorstand für zwei Jahre gewählt."

Mittwoch, 5. November 2008

YES YOU CAN














In Anlehnung an DEN politischen Slogan, der den Großteil einer ganzen Nation dazu bewegt hat, an den Neubeginn der innen- und außenpolitischen Wahrnehmung eines Landes zu glauben, möchte ich dieses Motto, ein wenig abgewandelt an alle Nochnichtradfahrer/innen in unserem schönen Siegerland richten... ;-)












CHANGE ... YES YOU CAN !!!