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Mittwoch, 12. August 2015

Etwas weiße Farbe und ein Erkenntnisgewinn


In anderen Bereichen des öffentlichen Verkehrs fallen kleine Neuerungen nicht immer so direkt ins Auge. Falls es jedoch das Radwegenetz betrifft, sind bereits 2 Pfeile, 2 Piktogramme und ein kurzer Strich eine Meldung wert. Daher können wir es uns nicht leisten, auch nur auf eine einzige Errungenschaft nicht zu reagieren.

Nun aber zurück zum Ereignis. An dieser neu markierten Stelle verlässt bzw. befährt der Radfahrer, wenn er mag, die Straße "Buschgotthardtshütte" in Siegen-Weidenau. Folgt man diesem kombinierten Fuß-/Radweg, gelangt man in 200m links abbiegend auf den Abschnitt, der nun auf den nächsten 1000m von der HTS kompett überdacht wird. Laut "reisetipps-europa.de" heimst diese Passage den Titel "Längster überdachter Radweg Deutschlands ein". Das klingt schon fast nach einer Lobeshymne. In der realen Nutzung jedoch entsteht durch diese wasser- und lichtundurchlässige 22m breite Beton-Überdachung ein extrem düsterer Abschnitt, der nicht von jedem Radfahrer gerne befahren wird. Gerade in der Dunkelheit vermittelt diese Strecke trotz Beleuchtung keinen vertrauenserweckenden und sicheren Fahrspaß. Man kann den Eindruck gewinnen, dass man recht erfolgreich nach einer Möglichkeit gesucht hat, den Radverkehr so weit wie möglich aus dem innerstädtischen Bereich zu verbannen.
Erkenntnisgewinn: Falls die Verantwortlichen wirklich etwas in die Tat umsetzen wollen, dann schaffen sie das auch. Daher darf man jetzt gespannt sein, was die Zukunft in Bezug auf den "Nationalen Radverkehrsplan 2020" bringt. --->  Download pdf-Datei.

Zur Zeit sammelt die Stadt Siegen mit tatkräftiger Unterstützung des "ADFC Siegen" Verbesserungs- und Änderungsvorschläge für die extrem lückenhafte Fahrrad-Infrastruktur in und um Siegen.

Vor einiger Zeit habe ich zwei weitere Passagen auf diesem Siegtalradweg angesprochen, die man auch mit etwas weißer Farbe entschärfen könnte. Diesen Wunsch hatte ich an die verantwortliche Stelle der Stadt Siegen weitergetragen, leider ohne Reaktion.
Da man den Eimer mit weißer Farbe nun zweifelsohne gefunden hat, versuche ich es noch einmal:

In grauer Vorzeit signalisierte an der "Heeserstraße" ein Zebrastreifen den deutlichen Wunsch von Fußgänger und Radfahrer nach einem sicheren Querungsbedarf . In gemeinsamer und jahrerlange Kleinarbeit wurde er leider von tausenden Autoreifen erfolgreich wegradiert. Eine Erneuerung findet seit Jahren nicht statt. Vielleich gibt es ja einen guten Grund dafür. Aber den hat man mir auch nicht genannt.
Zebrastreifen "wegradiert"
Auf den nächsten 50 Meter, diesem Radweg Richtung Weidenau folgend, dürfen PKW den  Radweg mitbenutzen, um einen Parkplatz unterhalb der HTS anzusteuern. Auch für diese Ein- bzw. Ausfahrt hatte ich mir eine weiße Markierung gewünscht, um dem motorisierten Verkehr beim Verlassen des Parkplatzes seine untergeordnete Rolle auf dem nachfolgenden Abschnitt Richtung "Heeserstraße" aufzuzeigen. Einige Autofahrer biegen ohne Beachtung des Langsamverkehrs von dem Parkplatz auf diesen kombinierten Rad-/Fußweg ein. Wahrscheinlich tun sie dies unbewusst der Verkehrsregel "rechts" vor "links" folgend. Hier sind jedoch auch kleine Kinder mit Inliner und Roller unterwegs, die mit diesem Regelwerk noch nicht sicher vertraut sind, und daher diese bestehende Gefahr überhaupt nicht einschätzen können. 
Selbst diese kleine Investition könnte zu einem deutlichen Gewinn an "passiver Sicherheit" beitragen.
Auto sollten hier nur "Gast" sein

Dienstag, 11. August 2015

Fahrradfreundlichkeit: Stuttgart gegen Kopenhagen


Quelle: youtube

"Stuttgart" steht an dieser Stelle stellvertretend für viele deutsche Städte. Während in Kopenhagen innerstädtisch bis zu  40% aller Kurzstrecken mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, sind dies in den meisten deutschen Städten nicht einmal 10%. 

Kopenhagen investiert seit Jahrzehnten in eine gleichberechtige Infrastruktur für den Radverkehr und schafft dadurch messbare, positive Aspekte im Bereich Gesundheit, Lärmreduzierung, Verringerung der Feinstaubbelastung, Erhöhung der städtischen Attraktivität,...

Jährlich fließen 10 Millionen Euro in den Erhalt des Kopenhagener Radwegenetzes, um einen Gegenentwurf zu dem real existierenden Verkehrskollaps vieler anderer europäsicher Städte aufzuzeigen. Denn dort läuft man dem ausufernden motorisierten Verkehr weiterhin erfolglos hinterher. 

Wie therapiert man suchtabhängige Menschen? 
- durch den erleichterten Zugang zu ihrer Sucht
- durch das konsequente Aufzeigen und Anbieten von Alternativen

Solange die Menschen keine Einschnitte in ihrem erprobten und bewährten Verhalten hinnehmen müssen, ist kein genügend großer Druck vorhanden, um genau dieses Verhalten zu hinterfragen, doch einen Umstieg auf andere Muster zu wagen. 
Wichtig, um unnötigen Frust zu vermeiden: Bevor man etwas wegnimmt, sollte ein Alternativangebot vorhanden sein und entsprechend angeboten werden. Es müssen Vorteile sichtbar werden, damit es sich doppelt lohnt diesen Umstieg mitzugehen.

"Überall sinken in Deutschland die Emissionen, nur im Verkehr steigen sie seit 25 Jahren munter an. Und das trotz immer sparsamerer Motoren, zeigen neue Zahlen des Umweltbundesamts."
"Die Emissionen im Verkehrssektor, die zu 95 Prozent durch den Straßenverkehr verursacht werden, müssten über die Jahre also eigentlich immer weiter sinken. Aber das Gegenteil ist der Fall: Sie sind sogar gestiegen – und zwar um 0,6 Prozent von 1990 bis 2014. Im Energie- und Industriesektor sind sie hingegen gefallen."

Quelle: Klimaretter - Klimaversagen auf der Strasse

Dienstag, 14. Mai 2013

Fahrrad und Utrecht - eine natürliche Verbindung

Diese natürliche Verbindung von Utrecht zum Fahrrad lässt sich nicht sofort auf andere Städte übertragen. Aber auch die Verantwortlichen in Siegen sollten langsam gemerkt haben, dass der Raum in Siegen endlich ist. Es sollte in allen Städten, auch in Siegen das erklärte Ziel der Verkehrspolitik sein, nur den wirklich nicht vermeidbaren Autoverkehr innerstädtisch zuzulassen. Aber um dies voranzutreiben müssen Alternativen angeboten werden. Öffentlicher Personennahverkehr und eine deutlich bessere Infrastruktur für Fahrradfahrer. Aber genau dafür sind die Hürden in Siegen leider besonders hoch.

* Öffentliche Bereiche, Gastronomie, Kunst, Theater, Kino,...  müssen leichter mit dem Rad erreichbar sein.

* Fußgängerzonen sollten generell auch für Radfahrer im Schritttempo nutzbar sein.

* Überall sichere Abstellstellplätze für Fahrräder installieren und nicht in "homöopathischen Dosen"großzügig über Siegen verstreut

* Mehr und zentraler geführte innerstädtische Radwege auch wenn man dafür mal an dem Sockel des motorisierten Verkehrs kratzen muss

* ...
Lesenswertes: 
Besonders geeignet für den Siegener Fahrradbeauftragen und seinen Vorgesetzten.

Mit dem Angebot steigt die Nachfrage. Sobald die notwendige Infrastruktur vorhanden ist, werden auch die Siegener Bürger das Fahrrad wieder neu für sich entdecken.

Da der Stellenplan des Siegener Fahrradbeauftragten leider nur 20 Minuten pro Tag für diese eigentliche primäre Aufgabe vorsieht, werden die nachfolgenden Informationen wohl nur langfristig komplett zu bewältigen sein. Dementsprechend lange wird es wohl dauern, bis wir Fahrradfahrer mit den notwendigen Veränderungen rechnen dürfen.

 
P.S:
Diese Liste kann auf Wunsch beliebig fortgesetzt werden, denn gute Beispiel für einen integrierten Radverkehr gibt außerhalb von Siegen in Hülle und Fülle. 

Montag, 29. April 2013

Der Schnellweg unter den Radwegen in Siegen

Der in Siegen wohl meist genutzte Radweg unterhalb der HTS (B62n), weist besonders auf dem Abschnitt Siegen - Weidenau die größten Reserven zu Instandsetzung auf. Hier teilen sich auf ca.1,60m Breite Fußgänger, Radfahrer, Nordic Walker, Läufer und Skater das Revier. Manchmal sind auch Mofos dabei, die diese Passage unerlaubt als Abkürzung nutzen.

Eine Impression des derzeitigen Zustandes ist gleichzeitig die Bestätigung für das miserable Abschneiden von Siegen bei dem diesjährig ausgewerteten ADFC Fahrradklimatest. Falls die Verbesserung von dem "drittletzten" Platz auf den allerletzten Platz der Statistik für Städte mit +- 100.000 Einwohner das erklärte Ziel des Siegener Bürgermeisters und seines Fahrradbeauftragten ist, dann sollte aus meiner Sicht nichts im Wege stehen dies auch zu erreichen. Mehr kann man nicht tun !!!
Bitte nicht falsch verstehen. Mir geht es nicht um den optischen Aspekt. Vielmehr ärgert es mich, dass die  verantwortlichen Behörden seit Jahren den immer baufälliger werdenden Zustand dieses Radweges komplett ignorieren. "Siegen zu neuen Ufern"... Diese Bauprojekt finde ich persönlich in den meisten Belangen gut und sinnvoll. Aber warum lässt man gleichzeitig die sowieso schon desolate Infrastruktur für Radfahrer noch weiter verkommen. Warum ?
Vielleicht findet der Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen ja in den 20 Minuten, die ihm tatsächlich für diese Tätigkeit zur Verfügung steht, ein wenig Zeit sich um die groben Sorgen seiner Schäfchen zu kümmern.

Freitag, 2. Dezember 2011

Ergänzung zur Fahrrad-Studie ....

Zitat von Walter Gropius: 

„Die Krankheit unserer heutigen Städte und
Siedlungen ist das traurige Resultat unseres
Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über
wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu
stellen.“ 

Wikipedia: Walter Gropius

Für Radfahrer herrscht insgesamt kein angenehmes Verkehrsklima in Deutschland


Quelle: Gernot Krampel – stern.de

Als ob dies für uns Radfahrer etwas komplett Neues wäre. Keine Spur. Um diese Tatsache zu untermauern hat das Meinungsforschungsinstitut Sinus aus Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem "Allgemeinen Deutschen Fahrradclub" (ADFC) die "Studie Fahrrad-Monitor Deutschland 2011" erstellt. 

Trotzdem ein Dankeschön an die Herausgeber des  stern, dass sie durch die Wiederauflage des Themas dem ständigen Vergessenwerden entgegen treten.


Diese Studie soll belegen, dass trotz aller werbeträchtigen und grüngefärbten Posen einiger Politiker mit ihrem Fahrrad, das Auto weiterhin noch über allem thront. 

Link zur Präsentation der Studie 

Link zur Kompletten Studie ( Download der Studie möglich)

Hallo Herr Mues, hallo Herr Hammerschmidt, ein hallo an alle Verantwortlichen dieses Themas bei der Stadt Siegen. 

Falls sie für ihr Projekt „Siegen soll NOCH fahrradfreundlicher werden" weitergehende Informationen benötigen, dann möchte ich Ihnen diese Studie gerne ans Herz legen. Schließlich will ich  mir als Radfahrer die Ausrede nicht gefallen lassen, dass man sie bei dem Gedankenmachen komplett alleine gelassen hätte. "Aus der Praxis für die Praxis" !!!

Mit freundlichen Grüßen   
Ein Radfahrer der seit Jahren die Stagnation im Siegener Radwegenetz im Selbststudium verfolgt.





Freitag, 18. November 2011

Regionale 2013: Siegen – Zu neuen Ufern


Die Regionale-Projektidee sieht unter anderem die Freilegung der Sieg im Verlauf der Siegener Innenstadt vor. Die geplanten und auch zum Teil fertiggestelleten Schritte sind unter "Stadt Siegen" nachzulesen.

Die nachfolgende Gegenüberstellung zeigt das Potential des Schwerpunktes der Regionale-Projektidee:

Vorher:  Unser Fluß versteckt und dem innerstädtischen Parken geopfert:

Nachher:  (aus entgegengesetzter Sicht)

 Als Radfahrer horcht man natürlich bei dem auch geplanten Eingriff in das Siegener Radwegenetz besonders auf: 
„Ebenfalls auf dem städtebaulichen Programm steht die Verlegung des Sieg-Rad­wanderweges durch die Innenstadt. Weiterhin sind im Rahmen eines gesamtstädtischen Entwicklungskonzepts verschiedene bauliche Eingriffe geplant, die unter anderem die bauliche Tren­nung von Ober- und Unterstadt auflösen und so die einheitliche Erfahrbarkeit der Stadt wiederherstellen sollen.“


Daher kann die Radfahrerin auf dem "Nachher-Foto" ja schon ein Wink mit dem Zaunpfahl sein.... toi toi toi ... 


Herr Hammerschmidt: Alle Radfahrer/innen aus dem Siegerland und auch unsere Gäste auf ihrer Route durch unser schönes Fleckchen Erde, wünschen Ihnen viel Erfolg auf dem bestimmt einsamen und beschwerlichen Weg, Ihre Ideen ohne Einbußen umsetzen zu können. 

Quelle: Stadt Siegen

Donnerstag, 3. November 2011

Erster Kontakt zum "Neuen"


Wenn auch etwas verspätet, habe ich heute den ersten Kontakt zu unserem neuen Fahrradbeauftragten aufgenommen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger konnte dies sogar per Mail erfolgen. Sein positives Wirken zeigt sich bereits in einigen erneuerten Markierungen zur Erhöhung der passiven Sicherheit im Siegener Radwegenetz. Auch seine sofortige Antwort, verbunden mit seinem geäußerten Bemühen Mängel zu beseitigen, sollte uns Radfahrer Mut und Hoffnung geben.

Sein Vorgesetzter, Herr Bürgermeister Mues wünscht, dass Siegen noch fahrradfreundlicher wird. Ein Kurzurlaub in Speyer zeigt recht deutlich wie weit wir in Siegen davon entfernt sind. IN Speyer teilen sich in den Fußgängerzonen Shuttle-Busse, Lieferverkehr, Taxis, Fußgänger und Radfahrer den Platz gleichermaßen. Keine Verbotsschilder für Radfahrer. Keine Schutzstreifen, die wie in Siegen-Eiserfeld als Markierung einer erweiterten Parkzone von höchster Siegener Verantwortlichkeit geduldet werden

Beispiele des „gelebten Miteinander" auf der Maximilianstraße in Speyer:






Ein Appell an alle Verantwortlichen in Siegen:  

Ziele müssen definiert werden, keine Frage, aber dann muss auch der zweite Schritt in Richtung Umsetzung folgen. Es genügt nicht eine vakante Stelle neu zu besetzen und auf einen Zug mit Außenwirkung "Regionale 2013 - Projekt "Radnetz Südwestfalen" aufzuspringen. Solange der Alltag der Siegerländer Radfahrer massiv durch Verbote und fehlende Schutzmaßnahmen sabotiert wird, bleibt das oben formulierte Ziel leider ein Rohrkrepierer. Viele Bürger in Siegen trauen sich nicht mehr mit dem Rad zu fahren, weil die Infrastruktur entweder nicht vorhanden ist, sich in einem schlechten Zustand befindet und auch die politische Rückendeckung fehlt, das Fahrrad als gleichberechtigtes Fortbewegungsmittel zu unterstützen. Der "Hübbelbummler" darf sich durch noch so enge Fußgängerpassagen drängen, während der Fahrradfahrer daneben ein Opfer der Polizei und des Ordnungsamtes wird. Schade, schade  ... so sieht die Umsetzung des Wunsches nach einem Mehr an Fahrradfreundlichkeit nicht aus.



Leider reicht es auch nicht aus, einem Stromanbieter durch die Präsentation von e-Bikes eine kostenlose Werbefläche zu verschaffen. Es muss der Verkehrsraum geschaffen werden, dass auch die anderen 99,99% der nicht auf dem Bild befindlichen Fahrräder die Siegener Straßen sicher und ohne zweifelhafte und beispiellose Einschränkung benutzen dürfen.

Die eBike-Übergabe des "Sponsors" an die Stadt Siegen:

Quelle: Stadt Siegen 
Taucht in der Siegener Presse ein Fahrrad auf, ist Herr Mues meist mit auf dem Bild. Bei dieser Omnipräsenz drängt sich ganz zwangsläufig eine Gegenüberstellung auf:

Wer wird sein Ziel am ehesten erreichen:
Bürgermeister Mues: "Siegen soll fahrradfahrerfreundlicher werden."
Oberbürgermeister Ude:  "München soll die fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands werden."
 Ok, ok .... Man sollte Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

Wir sehen uns ... !?

Montag, 22. August 2011

Wir haben einen „Neuen“...


Bürgermeister Mues mit Herrn Hammerschmidt, der neue Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen.

Ende 2010 ging die Ära des bisherigen Fahrradbeauftragten Werner Siebel zu Ende.
Er hatte diese Position 12 Jahre inne. Seitdem war diese Position vakant und wurde lediglich kommissarisch betreut.

Dass diese Position jetzt ein halbes Jahr nicht besetzt war, ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Nach einigen Kontakten mit Herrn Siebel weiß ich, dass ihm meine geschilderten Probleme im Radwegenetz nicht völlig egal waren, aber scheinbar waren auch ihm die Hände gebunden. Herr Mues kann dies nicht gewesen sein, da  er sich ja für alle Bürgerinteressen gleichermaßen intensiv ein.

O-Ton  Bürgermeister Herr Mues:

„Unser Ziel ist es, die Stadt Siegen noch fahrradfreundlicher zu machen."

Wer regelmäßig in Siegen mit dem Rad unterwegs ist, wird sich über diese Aussage schon ein wenig wundern, denn Siegen ist alles, aber bestimmt nicht fahrradfreundlich.

Der neue Fahrradbeauftragte heißt Felix Hammerschmidt. Er übernimmt diese neue Aufgabe und ist laut eigener Aussage im Stadtgebiet Siegen vor allem auf 2 Rädern unterwegs.

Eine deutliche Verbesserung zeigt sich bereits heute: Herr Hammerschmidt ist per E-Mail zu erreichen. Moderne Kommunikationswege haben somit auch in diesem wichtigen Bereich des Rathauses Einzug gehalten. Vielleicht ist dies ja ein gutes Omen für die nächsten anzugehenden Schritte, Siegen endlich fahrradfreundlicher zu gestalten.

Seit Jahren warten die Siegener Radwege in vielen Abschnitten auf eine Sanierung und dringenden „Neuzuwachs“. Solange die Politik  zur Verbesserung der Infrastruktur des Langsamverkehr jedoch darin besteht immer mehr innerstädtische Plätze und direkte Innenstadtverbindungen für den Radverkehr zu sperren, kann man bis heute nicht davon sprechen, dass der Radfahrer in Siegen und Umgebung gerne gesehen ist. Dort wo der „Hübbelbummler“ und auch Autos im Schritttempo immer noch fahren dürfen, wird der gemeine Radfahrer längst abgestraft und der Straße verwiesen.

Herr Hammerschmidt: Auf eine gute Zusammenarbeit, denn es gibt viel zu tun. Neben dem ebenso wichtigen außerstädtischen Radwegenetz in Südwestfalen sollte auch innerstädtisch dem Fahrradfahrer auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen die Möglichkeit gegeben werden Siegen ein Stückchen umweltfreundlicher und lebenswerter zu gestalten.

Die Kontaktdaten von Felix Hammerschmidt, Fahrradbeauftragter der Stadt Siegen:

Quelle:



Herr F. Hammerschmidt - Raum: 414
Straßenplanung, Fahrradbeauftragter - Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen

Telefon: (0271) 404-3417
Telefax: (0271) 404-3233
E-Mail: f_hammerschmidt@siegen.de

Gesamttext und Quelle bezüglich dieser Bekanntgabe:


Felix Hammerschmidt nimmt seine neue Aufgabe ernst: Der 37-Jährige ist derzeit im Stadtgebiet vor allem auf 2 Rädern zu sichten.

Seit kurzem ist der Diplom-Ingenieur, bei der städtischen Abteilung "Straße und Verkehr" hauptsächlich mit der Straßenplanung befasst, der neue Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen. Hammerschmidt tritt damit die Nachfolge von Werner Siebel an. Dieser hatte die Funktion gut 12 Jahre lang, bis zu seinem Ruhestand Ende 2010, ausgeübt. Seitdem war die Funktion vakant beziehungsweise von Abteilungsleiterin Anke Schreiber kommissarisch mit betreut worden.
Der neue Fahrradbeauftragte ist gelernter Bauzeichner und studierter Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung Verkehrswesen (Universität Siegen). Berufliche Erfahrungen als Bauingenieur sammelte Felix Hammerschmidt sieben Jahre lang in einem Ingenieurbüro im Bereich Verkehrsplanung und Tiefbau, bevor er am 1. Juli diesen Jahres zur Stadt Siegen wechselte.
Zu den Aufgaben des Fahrradbeauftragten gehört die Betreuung aller Angelegenheiten, die "Pro-Rad", also das Programm fahrradfreundliche Stadt Siegen, und die Förderung des Fahrradverkehrs in Siegen betreffen. Intern hat dies zur Konsequenz, dass der Fahrradbeauftragte bei allen Planungen der verschiedenen Rathausabteilungen beteiligt wird, die den Fahrradverkehr berühren. Extern steht aktuell die Beschäftigung mit dem Regionale 2013-Projekt"Radnetz Südwestfalen" im Vordergrund. Hierbei handelt es um ein gemeinsames Vorhaben der Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis, durch das Südwestfalen künftig auch als Radsport-Region noch bekannter werden soll.
Der Unterstützung seines Dienstherrn kann sich Felix Hammerschmidt dabei sicher sein. "Unser Ziel ist es, die Stadt Siegen noch fahrradfreundlicher zu machen", bezieht Bürgermeister Steffen Mues klar Stellung - und gibt seinem neuen Fahrradbeauftragten gleich noch etwas (verbalen) Rückenwind mit auf dessen tägliche Erkundungstouren: "Ich setze hierbei auf kreative Ideen!" 


Dienstag, 22. März 2011

Eine Markierung gibt auf


Ein Kreuzungsabschnitt im Siegener Radwegenetz .... der Zahn der Zeit hat das letzte Weiß von dem Teer genagt, was noch vor Jahren auf die Querung eines Radweges aufmerksam gemacht hat. Radfahrer gehören überall hin, nur nicht nach Siegen. Ein Danke an den Fahrradbeauftragten der Stadt Siegen für die von Jahr zu Jahr nachlassende Unterstützung zur Schaffung einer fahrradfahrerfreundlichen Infrastruktur mit all ihren sicherheitsrelevanten Merkmalen.



Als Kopie ein Beitrag vom 19.07.2010:


Ein weiteres Ärgernis ist eine bis zum letzen Jahr noch wahrnehmbare Straßenkreuzungsmarkierung eines Radweges, die inzwischen so gut wie komplett verschwunden ist. Eine einzige Kontrollfahrt müsste diese Sicherheitslücke aufdecken.
Meine eigenen mehrfach an die betreffenden Stellen gerichteten Hinweise verpuffen seit Jahren im Leeren.

Besagter Kreuzungsabschnitt am 16.08.2008:
















Derselbe Kreuzungsabschnitt am 19.07.2010
















Auf der Homepage der Stadt Siegen klingt dies jedoch ganz anders:

„Die Förderung des Radverkehrs ist eine wichtige Aufgabe innerhalb der Verkehrsplanung der Stadt Siegen. Die Bedeutung des Fahrrades als alltägliches Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Stadt Siegen bietet gute Voraussetzungen für den Radverkehr im Alltag und in der Freizeit.

Auch den Komfort und die Sicherheit der Radwege hat unser Fahrradbeauftragte stets im Blick. So werden beispielsweise Bordsteine abgesenkt, Markierungen aufgefrischt oder neu aufgetragen, Oberflächen von Radwegen erneuert und - wo es erforderlich ist - rot eingefärbt.“

Quelle:
http://www.siegen.de/standard/page.sys/453.htm

Wenn ich das lese, glaube ich täglich in einer anderen Stadt oder zu einer anderen Zeitepoche auf diesen Radwegen unterwegs zu sein.

Wir sehen uns ... !?

Mittwoch, 2. März 2011

Radwege in einem lebensgefährlichen Zustand

Für die Autofahrer stellen die momentanen Straßenzustände schon ein großes Ärgernis dar. Für die Zweiradfahrer hingegen, motorisiert oder nicht, bedeuten manche Passagen eine echte Gefahr. Gerade im Straßenrandbereich reichen sich Schlaglöcher und großflächig gebrochene Teerdecken die Hand. Die Markierungen von Radwegen oder Straßenübergängen werden in Siegen schon seit Jahren nicht ausgebessert und weisen sehr deutlich auf die Bedeutungslosigkeit von Fahrradfahrer im Siegener Straßenverkehr hin.

Installierte Anlaufadresse der Stadt Siegen für den Radverkehr:


„Die Förderung des Radverkehrs ist eine wichtige Aufgabe innerhalb der Verkehrsplanung der Stadt Siegen. Die Bedeutung des Fahrrades als alltägliches Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Stadt Siegen bietet gute Voraussetzungen für den Radverkehr im Alltag und in der Freizeit.

Auch den Komfort und die Sicherheit der Radwege hat unser Fahrradbeauftragte stets im Blick. So werden beispielsweise Bordsteine abgesenkt, Markierungen aufgefrischt oder neu aufgetragen, Oberflächen von Radwegen erneuert und - wo es erforderlich ist - rot eingefärbt.“

Für Anfragen und Hinweise steht seit Urgedenken Herr Siebel zur Verfügung. Gegen eine Mailadresse hat er sich scheinbar intensiver gewehrt als seine Schaffenskraft in die oben versprochenen Ver- und Ausbesserung der Siegener Radwege zu investieren. Danke !!!

Herr W. Siebel - Raum: 414
Fahrradbeauftragter, Straßen- und Wegerechtsangelegenheiten
Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr
Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen
Telefon: (0271) 404-3417
Telefax: (0271) 404-3233

Donnerstag, 29. Juli 2010

Weniger Verkehrstote, aber mehr Fahrradunfälle













Zwar sinkt die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich, aber die Zahl der Fahrradunfälle ist in den vergangenen zwölf Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Dieses Warnschild weist Autofahrer in Moers vor dem Abbiegen auf Radfahrer hin.

Nie gab es weniger Verkehrstote als 2009, aber die Zahl der Fahrradunfälle steigt stetig an. Besonders gefährdet sind Kinder.

Die Zahl der Fahrradunfälle im Straßenverkehr ist in den vergangenen zwölf Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Wie der Auto Club Europa (ACE) jetzt mitteilt, waren vergangenes Jahr 82.520 Radfahrer an Unfällen mit Personenschäden beteiligt, was rund 14 Prozent aller im Straßenverkehr Verletzten ausmacht.

Dabei ist der Anteil an schweren Radunglücken bei Kindern verhältnismäßig hoch: Jeder dritte im Straßenverkehr tödlich verunglückte Junge unter 15 Jahren war mit dem Fahrrad unterwegs. Die meisten Verletzten gab es in der Altersklasse zwischen 45 und 55 Jahre. Dabei waren Männer häufiger in schwere Unfälle verwickelt. Besonders gefährlich leben Rentner – jeder zweite auf dem Fahrrad tödlich Verunglückte war über 65 Jahre alt.
Rund 42 Prozent der schweren Unfälle wurden von den Radfahrern selbst verschuldet: Häufigste Ursache ist die falsche Straßenbenutzung (36%), gefolgt von falschem Abbiegen (16,2%) und Vorfahrtmissachtung (14,5%). Überproportional hoch ist die Zahl der berauschten Radler: Jeder achte Radfahrer, der 2009 in einen Unfall verwickelt war, war alkoholisiert oder hatte andere Rauschmittel genommen. Zum Vergleich: Bei den Pkw-Unfällen war jeder 22. auf Alkoholeinfluss zurück zu führen.

Bei der regionalen Verteilung der Unfälle gibt es starke Unterschiede: Besonders häufig kamen Radfahrer im Nordwesten der Bundesrepublik zu Schaden: In Bremen wurden 187 Radler pro 100.000 Einwohner verletzt oder getötet, in Berlin waren es 155. Deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 97 pro 100.000 Einwohner lagen auch die Opferzahlen in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Relativ gering war die Gefahr, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu werden, für Radfahrer in Rheinland-Pfalz und Hessen (je 64), Thüringen (56) und dem Saarland (51). Dort ist das Risiko, mit dem Rad zu Schaden zu kommen, weniger als ein Drittel so groß wie in Bremen.

Die Zahl der Verkehrstoten insgesamt ist mit 4152 indes auch 2009 weiter gesunken - im 18. Jahr in Folge. Der Höchststand von 21.332 Toten war 1970 erreicht worden - Anfang der neunziger Jahre gab es jedoch einen leichten, durch die Wiedervereinigung Deutschland bedingten Anstieg, seitdem sinkt die Zahl ununterbrochen.

Erster Kommentar zu diesem Artikel:

















Quelle:
http://www.welt.de

Originalmeldung unter www.ace-online.de

Fahrradunfälle - Eine Studie des ACE "Auto club Europa" (im Wortlaut)

Dienstag, 20. Juli 2010

Der Baum ist weg
















Gestern noch gemeckert und heute hat sich der Baum in Luft aufgelöst. Vielen Dank an alle an der Aktion beteiligten verantwortlichen und ausführenden Kräfte. Somit ist die A40 unter den Siegerländer Radwegen um eine kritische Stelle entschärft worden. Wenn man von städtischer Seite wie bereits mehrfach dargestellt, den Radverkehr in Siegen fördern will, müssen die Radwege und damit die Radfahrer/innen mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Denn nur dort wo man gefahrlos und geschützt mit dem Rad fahren kann, werden auch bisher Unentschlossene die alternative Fortbewegung mehr und mehr in ihren Alltag integrieren.

Wir sehen uns ... !?

Montag, 21. Juni 2010

Meilenstein 10.000 km – Mit dem Rad zur Arbeit

Im Sommer 2007 habe ich begonnen, regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Inzwischen habe ich mich mit den nicht gerade unterstützenden Rahmenbedingungen der Stadt Siegen arrangiert und nehme die fahrradunfreundliche Behandlung in Kauf, um für mich etwas Gutes zu tun. Heute habe ich einen weiteren Meilenstein, die 10.000km Marke, „geknackt“.


Ein kurzes Resümee: In den vergangenen 3 Jahren hat sich an der Verbesserung der Infrastruktur für den Langsamverkehr in Siegen nichts, absolut nichts getan. Ok, es sind einige Verbotsschilder mehr aufgestellt worden, um Fahrradfahrer/innen aus der Stadtmitte zu verbannen. Die Möglichkeiten Fahrräder sicher abzustellen, um anschließend einzukaufen, tendieren gegen „nicht vorhanden“. Fahrradschutzstreifen sind ebenfalls so gut wie nicht vorhanden. Dort wo sie markiert sind, dürfen sie unter Duldung der Stadt Siegen und der örtlichen Polizeibehörde zugeparkt werden. Markierungen zur Sicherung eines straßenkreuzenden Radweges werden nicht erneuert. Die Radwegeverantwortlichen der Stadt Siegen machen einen verdammt guten Job. Sie sparen Geld. Dieses Geld steckt man in Siegen lieber in andere Verkehrsobjekte, anstatt kleine Anreize für die Nutzung eines umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsmittels zu schaffen. Immerhin baut die Gemeinde Wilnsdorf zur Zeit zwischen Rinsdorf und Si-Eisern einen kombinierten Fußgänger/Radweg, um auf diesem Streckenabschnitt zu einem Sicherheitsplus beizutragen.

Trotz steigender Benzinpreise, trotz des wachsenden Bewusstseins etwas für die Gesundheit tun zu müssen, habe ich den Eindruck, dass in den letzten 3 Jahren der regelmäßige Fahrradverkehr in der Region nicht zugenommen hat. Fahrräder müssen vorhanden sein, denn wenn am 4. Juli 2010 im Siegtal erneut über 120 km Straßen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden, sind auf diesem Abschnitt zwischen der Siegquelle bis Au bis zu 100.000 Radfahrer/innen unterwegs.

Quelle: Natur und Kultur – Das Siegtal
http://www.siegtal.com/index.php?id=6

Wir sehen uns ... !?

Freitag, 3. April 2009

Der größte Feind des Radfahrer ...













...ist der Radfahrer !? Immer häufiger muss ich erleben, dass die geschundene Spezies der Radfahrer sich durch unerlaubte Aktionen selbst in die Ecke der Rüpel und Verkehrschaoten stellt. Heute morgen werde ich dem Radweg folgend von einem Radfahrer attackiert, der den Verkehrszeichen zum Trotz, sich zu einem Manöver hinreißen lässt, bei dem er mich fast in einen Unfall verwickelt. Ein Einzelfall? Leider nein. Ich ärgere mich auch täglich über die Gedankenlosigkeit und Frechheit vieler PKW- und LKW- Fahrer. Aber dürfen wir Radfahrer/innen daraus das Recht ableiten uns ebenso zu verhalten ?













Beispiel Berlin:

"Nico Hildebrandt war bedient: 86 Euro (inklusive Gebühren) und einen Punkt in Flensburg - das war die traurige Strafenbilanz seines heutigen Arbeitsweges. Nur legt er diesen nicht - wie man vermuten könnte - mit dem Auto zurück, sondern mit dem Fahrrad. Auf eben diesem hatte er die Kreuzung trotz roter Ampel überquert und den Streifenpolizisten direkt hinter sich nicht bemerkt. Verkehrssünder Hildebrandt hatte zwar noch versucht, mit dem Beamten zu diskutieren, aber dieser ließ nicht mit sich reden. Als Radfahrer müsse er sich ebenso an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten wie alle anderen - fertig, aus."

Quelle:
http://www.welt.de/finanzen/article1856815/Wenn_Radfahrer_in_Flensburg_Punkte_sammeln.html#




...Bußgeldkatalog für Radfahrer - Stand 01.02.2009

http://www.polizei-nrw.de/muenster/stepone/data/downloads/26/01/00/bussgeldkatalog-fuer-radfahrer.pdf

Mittwoch, 1. April 2009

Ab Mai: Abwrackprämie für Fahrräder in Mannheim













Und es geht doch ...

"Ab Mai zahlen die Stadt Mannheim und BIOTOPIA für den Neukauf eines City-Fahrrads 50 EUR Abwrackprämie bei Abgabe des Alt-Fahrrads bei der BIOTOPIA Fahrradstation am Mannheimer Hauptbahnhof. Hier die Bedingungen für die bundesweit einmalige Aktion:

1.
Die Abwrackprämie wird ausschließlich nur in der Biotopia Fahrradstation am Hbf ausbezahlt
2.
Zum Erhalt der Prämie müssen folgende Dinge mitgebracht werden: a) der Originalbeleg eines ab Mai bei einem Mannheimer Radfachhandel (keine Discounter-Ketten, kein Online-Versand) neu gekauften City-Bikes (keine Rennräder, Mountainbikes, Kinderräder); b) der eigene Personalausweis zum Nachweis des Wohnorts (nur Mannheimer erhalten die Prämie); c) ein im Grundzustand fahrbereites Alt-Rad (keine Abgabe von Fahrradteilen wie Rahmen oder Lenker möglich, keine Angabe von Kinderrädern, Dreirädern usw. )
3.
Pro Person wird die Prämie nur 1 x ausbezahlt
4.
Die Prämie wird nur an erwachsene Personen ausbezahlt (Personalausweis mitbringen)
5.
Ein Rechtsanspruch besteht nicht
6.
Vorerst ist die Abwrackprämie auf 100 Räder beschränkt. Die Prämie wird an die ersten 100 Personen ausbezahlt, die mit Ausweis, Altrad und Originalbeleg in die Fahrradstation kommen. Reservierungen oder schriftliche Anträge sind nicht möglich.
Im Gegensatz zur Abwrackprämie für KfZ werden die Alträder nicht verschrottet, sondern im Ausbildungsförderungsbetrieb der BIOTIOPIA repariert und unter sozialen und ökologischen Aspekten einer sinnvollen Weiternutzung zugeführt. Erster Gültigkeitstag der Abwrackprämie ist Samstag, 2. Mai 2009."














Quelle:

http://www.rad-im-quadrat.de/2009/03/31/ab-mai-abwrackpraemie-fuer-fahrraeder/
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2528

Freitag, 20. März 2009

PBIC - Pedestrian and Bicycle Information Center


















Wenn jemand nachlesen möchte, welche Projekte in anderen Ländern zur Verbesserung des Langsamverkehrs angestoßen werden, habe ich dazu eine Info über diese Maßnahmen aus den USA und Kanada gefunden:

"USA/Kanada: Praxisbeispiele aus Nordamerika

Das Pedestrian and Bicycle Information Center (PBIC) stellt in einer Veröffentlichung verschiedene Praxisbeispiele aus den Bereichen Fuß- und Radverkehr vor

Das PBIC Case Studies Compendium ist eine über 200-seitige Sammlung von Fallstudien und Best-Practice-Beispielen zu Fahrrad- und Fußgängerprojekten in verschiedenen Bundesstaaten der USA. Hinzu kommen einige Beispiele aus Kanada. Die Zusammenstellung wird regelmäßig erneuert und auf den Internetseiten www.walkinginfo.org und www.bicyclinginfo.org zum freien Download bereitgestellt."

Dokument:
http://drusilla.hsrc.unc.edu/cms/downloads/pbic_case_study_compendium.pdf