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Dienstag, 16. Juni 2015

Eiserfelder Großbaustelle - Bauphase 2 - Massive Auswirkungen für den Radverkehr

Es bewegt sich was in Eiserfeld. Alleine das ist schon eine Meldung wert. Die inzwischen stauerfahrene "Eiserfelder-Straße" macht weiter von sich reden. Denn die Großbaustelle wanderte am 15.06 vom Kreisel in Richtung Hallenbad. Neben der Verschiebung der einseitig, ampelgeregelten Verkehrsführung für Autos und LKW hat man sich auch für die Radfahrer eine neue Variante bzw. Spitzfindigkeit einfallen lassen, um uns vor der Baustelle bzw. eher die Baustelle vor uns zu schützen. Bei der letzten Bauphase führte uns diese gelbbeschilderte, mit roten Verbotsschildern deutlich hervorgehobene Umleitung noch auf ebenem Gelände über die Parkplätze der anliegenden Supermärkte, an der für die Autos reservierten Baustelle vorbei. 
Vielleicht muss man für Auswertige erwähnen, dass diese Baustelle ein Länge von knapp 100Meter hat. Diesen massiven Auswand für Radfahrer würde man sich anderenorts auch mal wünschen. Zurück zum Tatort. Denn diese Schonfrist hat nun ein Ende. Ab jetzt geht es bergauf. Gestern abend von Siegen kommend, staunte ich nicht schlecht, als man uns, die Radfahrer,  nun auf der anderen Talseite von Eiserfeld den Gilberg hinaufleitet. Ok, gesagt getan. Den Anstieg erklommen, führt uns die Markierung rechts auf die eben verlaufende Gartenstraße. Dann kommt die größte Herausforderung für ungeübte, junge und sicher auch einige ältere Radfahrer. Jetzt führt uns die Umleitung rechts steil, wirklich extrem steil bergab, zurück zur "Eiserfelder Str.". Diese Straße heißt nicht umsonst "Schiefer Weg". 
Da ich sowieso in Richtung Wilnsdorf weiterfahren muss, bleibe ich auf der "Gartenstraße" bis zum Erreichen der "Eiserntalstraße". 

"Original-Umleitung" aus Siegen kommend Richtung Eiserfeld:
"Meine Variante" für beide Richtungen:
Ich wüsste wirklich gerne einmal, ob sich die Baustellenverantwortlichen mit den Verantwortlichen der städtischen Rad-/Verkehrsabteilung absprechen und gegebenenfalls auch den Rat von den "organisierten Fahrradfahrern" einholen. Denn diese jetzige Verkehrsführung für Radfahrer hat schon eine massive Auswirkung, da sie für viele Radfahrer nicht nur sehr mühsam, sondern auch extrem gefährlich ist. Aus meiner Sicht wäre es sicherer uns diese 100Meter im Baustellenverkehr mitschwimmen zu lassen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Licht und Schatten

Bereits gestern Abend bemerkte ich die seit Jahren dringend notwendige Sanierung dieser Unterführungspassage. Immer mal wieder versuchte man diesen Abschnitt mit einem neuen Teerflicken halbwegs schlaglochfrei zu gestalten. Aber mit diesem erneuten Anlauf sollte auch diese Gefahrenstelle fürs Erste behoben sein.
Bahnunterführung Richtung "Industriegebiet Schemscheid"
Vor Jahren gab es an dieser "Kreuzung" (Fuß-/Radweg / Heeserstr.) mal einen markierten Fußgängerüberweg. Dieser erlaubte den Fußgängern, Schulkindern und auch den Radfahrern, an dieser doch recht unübersichtlichen Stelle, die sichere Querung der Heeserstraße. Die Zeit verging und das "Zebra" auch. Selbst die letzten Spuren dieser "Überquerungs-Hilfe" wurden inzwischen gründlich wegradiert. Kann man denn nicht mal an dieser neuralgischen Stelle ein positives Zeichen für den "Schwächeren" setzen? Denn neben der HTS für den motorisierten Verkehr in unmittelbarer Nachbarschaft, verläuft hier die am meisten genutzte "Nord-Süd-Tangente" für den Langsamverkehr in Siegen. Wenn man in Siegen den Radverkehrsanteil bis 2020 auf 10% anheben möchte, dann muss man die dafür notwendigen Strukturen schaffen bzw. die bestehenden verbessern.
 
Kreuzung Heeserstr.
Das Gefahrenpotential endet jedoch nicht an dieser Kreuzung. Denn ab hier darf der weiterführende Fuß-/Radweg Richtung Si-Weidenau auf den ersten knapp 50 Meter auch von PKW genutzt werden, um einen unter der HTS angelegten Parkplatz zu erreichen. Im Prinzip eine sehr gute Idee. Nicht alle Autofahrer sind sich auf diesem Abschnitt der Verantwortung bewusst, genau auf diesen ersten 50 Meter ein Sicherheitsrisiko für den Langsamverkehr darzustellen. Bei der Nutzung dieses Radweges kommt es daher regelmäßig zu Beinaheunfällen, weil gerade die Ausfahrt von diesem Parkplatz, durch eine fehlende durchgezogene breite, weiße Linie den PKW-Fahrer nicht darauf aufmerksam macht, dass er ab jetzt "Gast" auf einem Fußweg mit erlaubter Radbenutzung ist. Außerdem verhindern hohe Büsche in dem spitzen Winkelbereich einen Einblick auf den Radweg bzw. auf diese Ausfahrt. Viele erwachsene Nutzer dieses Radweges sind sich dieser Gefahr täglich bewusst, aber gerade Kinder die diese Strecke auch oft mit ihrem Skateboard, Inliner oder Fahrrad benutzen, sollte man an diesem Punkt besser schützen. Es muss ja nicht immer erst was passieren, bevor man eine kostengünstige und schnelle Sicherungsmaßnahme vornimmt.
Gefahrenstelle im Anschluss an die Heeserstr.
Zum Schluss doch noch etwas Positives. Die kombinierte "Fußgänger-/Radfahrerampel" an der Kreuzung "Tiergartenstr. / Auffahrt HTS / Radweg Siegen-Weidenau" wurde bereits vor längerer Zeit von einer "Bedarfsampel" (ohne "Drücken" kein grün für Fußgänger/Radfahrer) hin zu einer "Auto-rot-Fußgänger-grün-Ampel" geändert. Eigentlich ein absolut banaler Hinweis, aber in Siegen ist selbst dies schon eine Meldung wert.
Kreuzung Tiergartenstr.

Montag, 29. April 2013

Der Schnellweg unter den Radwegen in Siegen

Der in Siegen wohl meist genutzte Radweg unterhalb der HTS (B62n), weist besonders auf dem Abschnitt Siegen - Weidenau die größten Reserven zu Instandsetzung auf. Hier teilen sich auf ca.1,60m Breite Fußgänger, Radfahrer, Nordic Walker, Läufer und Skater das Revier. Manchmal sind auch Mofos dabei, die diese Passage unerlaubt als Abkürzung nutzen.

Eine Impression des derzeitigen Zustandes ist gleichzeitig die Bestätigung für das miserable Abschneiden von Siegen bei dem diesjährig ausgewerteten ADFC Fahrradklimatest. Falls die Verbesserung von dem "drittletzten" Platz auf den allerletzten Platz der Statistik für Städte mit +- 100.000 Einwohner das erklärte Ziel des Siegener Bürgermeisters und seines Fahrradbeauftragten ist, dann sollte aus meiner Sicht nichts im Wege stehen dies auch zu erreichen. Mehr kann man nicht tun !!!
Bitte nicht falsch verstehen. Mir geht es nicht um den optischen Aspekt. Vielmehr ärgert es mich, dass die  verantwortlichen Behörden seit Jahren den immer baufälliger werdenden Zustand dieses Radweges komplett ignorieren. "Siegen zu neuen Ufern"... Diese Bauprojekt finde ich persönlich in den meisten Belangen gut und sinnvoll. Aber warum lässt man gleichzeitig die sowieso schon desolate Infrastruktur für Radfahrer noch weiter verkommen. Warum ?
Vielleicht findet der Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen ja in den 20 Minuten, die ihm tatsächlich für diese Tätigkeit zur Verfügung steht, ein wenig Zeit sich um die groben Sorgen seiner Schäfchen zu kümmern.

Donnerstag, 18. April 2013

Lange ist es gut gegangen

Aber auf meiner Heimfahrt am letzten Dienstag mit dem Fahrrad von SI-Weidenau, war es dann doch wieder so weit. Ich hätte gut und gerne darauf verzichten können.

Eigentlich ist es auch total egal, ob mich die Fahrerin des weißen Citroen DS3, mit schwarz abgesetzten Heck, entweder nicht gesehen hat oder nur meine Geschwindigkeit unterschätzt hat. Auf jeden Fall hätte sie mich beinahe rücksichtslos, ohne mit der Wimper zu zucken, über den Haufen gefahren.

Die Unfallbeteiligten (Fahrzeuge):
 

Citroen DS3, weiß
Cube Agree Blackline
Tatort: (siehe Markierung grünes "A")
 
Tathergang: 

Ich befinde mich abends um 17:30 Uhr aus Richtung Eiserfeld kommend auf der vorfahrtberechtigten Hauptstraße „Eiserntalstraße“ (L907). In einer 90 Grad Kurve, genau auf der Höhe des Geschäftes „Blumen Jung“, mündet gegenüber, die an dieser Kreuzung Vorfahrt gewährende Straße „Obersdorfer Straße“ (L909) auf die die L907. Ich fahre Richtung Wilnsdorf und folge somit dem Verlauf der L907. Als ich mich genau im Scheitelpunkt dieser Kurve, auf der Höhe des oben genannten Blumenladens befinde, entscheidet sich die Fahrerin, des noch auf der L909 wartenden Wagens auch in Richtung Wilnsdorf auf die L907 einzubiegen. Sie befindet sich stark beschleunigend sofort an meinem Hinterrad und ich kann nur durch mein Vorausahnen dieser Situation und mein sofortiges Ausweichen an den äußersten rechten Fahrbahnrand einen Zusammenstoß verhindern. Die dunkelhaarige Fahrerin fortgerückten Alters bremst sofort stark ab, und überholt mich einige Meter später im Anschluss an die Eiserner Buswende erneut stark beschleunigend, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen. Eine versöhnliche Geste als Entschuldigung hätte mir schon genügt. Nein, sie wollte nur weg. Sie hatte diese Gefahrensituation für sich und ihren Wagen scheinbar nicht als derart dramatisch eingeschätzt. Ich war jedoch mal wieder froh mit dem Schrecken davon gekommen zu sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch der geringste Kontakt mit einem fahrenden KFZ für den Radfahrer meist sehr unangenehme Konsequenzen hat. Der Citroen mit dem amtlichen Kennzeichen „SI-EG 69“ hätte wahrscheinlich nur eine unauffällige Beschädigung an der vorderen Stoßstange davongetragen. Alles halb so wild. Ein Totalschaden für mich als Radfahrer und mein Rad wäre wahrscheinlich das Resultat auf meiner Seite,  die des Unfallopfers gewesen.

Fazit:
 
Auch wenn diese Schilderung  vermeintlich
mal wieder keine gelungene Werbung für das Radfahren in unserer Region ist, so bin ich doch der festen Überzeugung, dass nur durch die Präsenz von Radfahren/innen im Straßenverkehr, und dann auch genau auf der Straße und nicht abgeschoben auf schlecht unterhaltenen Radwegen, die Sensibilität für uns Radfahrer/innen geschärft werden kann.

Freitag, 16. Dezember 2011

Unfallflucht – Schadenfreude !?


Ok, Schadenfreude soll angesichts der nachfolgend beschriebenen Unfallflucht natürlich nicht aufkommen. Aber genau dieser jetzt beschädigte Renault Laguna nutzt den Schutzstreifen in Eiserfeld als ständige Parkfläche vor seinem Haus. Dieser Wagen gehört in Eiserfeld zu der Gruppe  von Fahrzeugen, die nicht für einen Kurzeinkauf dort abgestellt werden, vielmehr steht er, abgeleitet aus dem Zeitungsartikel oftmals tagelang in dieser Fahrradzone ohne benutzt zu werden.

Jeder Radfahrer muss einen Bogen aus seinem "Schutzstreifen" heraus in den fließenden Verkehr unternehmen, um an dieser geduldeten "Gesetzeswidrigkeit" vorbeizufahren. Ob der Fahrer des Renault aus diesem Vorfall lernt, ich bin mal gespannt.

 Quelle: Siegener Zeitung

Mittwoch, 2. März 2011

Radwege in einem lebensgefährlichen Zustand

Für die Autofahrer stellen die momentanen Straßenzustände schon ein großes Ärgernis dar. Für die Zweiradfahrer hingegen, motorisiert oder nicht, bedeuten manche Passagen eine echte Gefahr. Gerade im Straßenrandbereich reichen sich Schlaglöcher und großflächig gebrochene Teerdecken die Hand. Die Markierungen von Radwegen oder Straßenübergängen werden in Siegen schon seit Jahren nicht ausgebessert und weisen sehr deutlich auf die Bedeutungslosigkeit von Fahrradfahrer im Siegener Straßenverkehr hin.

Installierte Anlaufadresse der Stadt Siegen für den Radverkehr:


„Die Förderung des Radverkehrs ist eine wichtige Aufgabe innerhalb der Verkehrsplanung der Stadt Siegen. Die Bedeutung des Fahrrades als alltägliches Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Stadt Siegen bietet gute Voraussetzungen für den Radverkehr im Alltag und in der Freizeit.

Auch den Komfort und die Sicherheit der Radwege hat unser Fahrradbeauftragte stets im Blick. So werden beispielsweise Bordsteine abgesenkt, Markierungen aufgefrischt oder neu aufgetragen, Oberflächen von Radwegen erneuert und - wo es erforderlich ist - rot eingefärbt.“

Für Anfragen und Hinweise steht seit Urgedenken Herr Siebel zur Verfügung. Gegen eine Mailadresse hat er sich scheinbar intensiver gewehrt als seine Schaffenskraft in die oben versprochenen Ver- und Ausbesserung der Siegener Radwege zu investieren. Danke !!!

Herr W. Siebel - Raum: 414
Fahrradbeauftragter, Straßen- und Wegerechtsangelegenheiten
Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr
Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen
Telefon: (0271) 404-3417
Telefax: (0271) 404-3233

Donnerstag, 29. Juli 2010

Weniger Verkehrstote, aber mehr Fahrradunfälle













Zwar sinkt die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich, aber die Zahl der Fahrradunfälle ist in den vergangenen zwölf Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Dieses Warnschild weist Autofahrer in Moers vor dem Abbiegen auf Radfahrer hin.

Nie gab es weniger Verkehrstote als 2009, aber die Zahl der Fahrradunfälle steigt stetig an. Besonders gefährdet sind Kinder.

Die Zahl der Fahrradunfälle im Straßenverkehr ist in den vergangenen zwölf Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Wie der Auto Club Europa (ACE) jetzt mitteilt, waren vergangenes Jahr 82.520 Radfahrer an Unfällen mit Personenschäden beteiligt, was rund 14 Prozent aller im Straßenverkehr Verletzten ausmacht.

Dabei ist der Anteil an schweren Radunglücken bei Kindern verhältnismäßig hoch: Jeder dritte im Straßenverkehr tödlich verunglückte Junge unter 15 Jahren war mit dem Fahrrad unterwegs. Die meisten Verletzten gab es in der Altersklasse zwischen 45 und 55 Jahre. Dabei waren Männer häufiger in schwere Unfälle verwickelt. Besonders gefährlich leben Rentner – jeder zweite auf dem Fahrrad tödlich Verunglückte war über 65 Jahre alt.
Rund 42 Prozent der schweren Unfälle wurden von den Radfahrern selbst verschuldet: Häufigste Ursache ist die falsche Straßenbenutzung (36%), gefolgt von falschem Abbiegen (16,2%) und Vorfahrtmissachtung (14,5%). Überproportional hoch ist die Zahl der berauschten Radler: Jeder achte Radfahrer, der 2009 in einen Unfall verwickelt war, war alkoholisiert oder hatte andere Rauschmittel genommen. Zum Vergleich: Bei den Pkw-Unfällen war jeder 22. auf Alkoholeinfluss zurück zu führen.

Bei der regionalen Verteilung der Unfälle gibt es starke Unterschiede: Besonders häufig kamen Radfahrer im Nordwesten der Bundesrepublik zu Schaden: In Bremen wurden 187 Radler pro 100.000 Einwohner verletzt oder getötet, in Berlin waren es 155. Deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 97 pro 100.000 Einwohner lagen auch die Opferzahlen in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Relativ gering war die Gefahr, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu werden, für Radfahrer in Rheinland-Pfalz und Hessen (je 64), Thüringen (56) und dem Saarland (51). Dort ist das Risiko, mit dem Rad zu Schaden zu kommen, weniger als ein Drittel so groß wie in Bremen.

Die Zahl der Verkehrstoten insgesamt ist mit 4152 indes auch 2009 weiter gesunken - im 18. Jahr in Folge. Der Höchststand von 21.332 Toten war 1970 erreicht worden - Anfang der neunziger Jahre gab es jedoch einen leichten, durch die Wiedervereinigung Deutschland bedingten Anstieg, seitdem sinkt die Zahl ununterbrochen.

Erster Kommentar zu diesem Artikel:

















Quelle:
http://www.welt.de

Originalmeldung unter www.ace-online.de

Fahrradunfälle - Eine Studie des ACE "Auto club Europa" (im Wortlaut)

Dienstag, 20. Juli 2010

Der Baum ist weg
















Gestern noch gemeckert und heute hat sich der Baum in Luft aufgelöst. Vielen Dank an alle an der Aktion beteiligten verantwortlichen und ausführenden Kräfte. Somit ist die A40 unter den Siegerländer Radwegen um eine kritische Stelle entschärft worden. Wenn man von städtischer Seite wie bereits mehrfach dargestellt, den Radverkehr in Siegen fördern will, müssen die Radwege und damit die Radfahrer/innen mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Denn nur dort wo man gefahrlos und geschützt mit dem Rad fahren kann, werden auch bisher Unentschlossene die alternative Fortbewegung mehr und mehr in ihren Alltag integrieren.

Wir sehen uns ... !?

Donnerstag, 1. Juli 2010

Paris - Siegen 0:1



















Jetzt jammere ich schon über 3 Jahre lang über die Rücksichtslosigkeit der Siegener Autofahrer den gebeutelten und verschmähten Radfahrern gegenüber. Durch Zufall bin heute über ein Video im Blog http://radlustfrust.blogspot.com/ gestolpert. Dort hat ein franz. Radfahrer seine Erlebnisse im Verkehrswahnsinn von Paris ein Jahr lang mit einer Onboardkamera aufgezeichnet und zu einem kleinen Film zusammengeschnitten. Dabei nutzt der Radfahrer sogar meist die angelegten Radverkehrsanlagen, was seine Überlebenschance aber nicht deutlich verbessert.

Das Video zeigt in 8 Minuten die fortwährende Bedrohung eines Radfahrers im Pariser Straßenverkehr. Bei mir löste es anschließend einen nicht mehr enden wollenden Dank aus, doch in Siegen Fahrrad fahren zu dürfen. ABER Ihr lieben motorisierten Verkehrsteilnehmer im Siegerland, damit will ich Euch keinen Persilschein für Euer oft verachtendes Verhalten mir gegenüber ausstellen. Vielmehr soll dies ein Appell sein, Eurer manchmal rücksichtsloses und gedankenloses Verhalten den schwächeren Verkehrsteilnehmern gegenüber zu überdenken. Denn wer will schon PARISER-Verhältnisse bei uns auf der Straße.

Angles Mort

Freitag, 3. April 2009

Der größte Feind des Radfahrer ...













...ist der Radfahrer !? Immer häufiger muss ich erleben, dass die geschundene Spezies der Radfahrer sich durch unerlaubte Aktionen selbst in die Ecke der Rüpel und Verkehrschaoten stellt. Heute morgen werde ich dem Radweg folgend von einem Radfahrer attackiert, der den Verkehrszeichen zum Trotz, sich zu einem Manöver hinreißen lässt, bei dem er mich fast in einen Unfall verwickelt. Ein Einzelfall? Leider nein. Ich ärgere mich auch täglich über die Gedankenlosigkeit und Frechheit vieler PKW- und LKW- Fahrer. Aber dürfen wir Radfahrer/innen daraus das Recht ableiten uns ebenso zu verhalten ?













Beispiel Berlin:

"Nico Hildebrandt war bedient: 86 Euro (inklusive Gebühren) und einen Punkt in Flensburg - das war die traurige Strafenbilanz seines heutigen Arbeitsweges. Nur legt er diesen nicht - wie man vermuten könnte - mit dem Auto zurück, sondern mit dem Fahrrad. Auf eben diesem hatte er die Kreuzung trotz roter Ampel überquert und den Streifenpolizisten direkt hinter sich nicht bemerkt. Verkehrssünder Hildebrandt hatte zwar noch versucht, mit dem Beamten zu diskutieren, aber dieser ließ nicht mit sich reden. Als Radfahrer müsse er sich ebenso an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten wie alle anderen - fertig, aus."

Quelle:
http://www.welt.de/finanzen/article1856815/Wenn_Radfahrer_in_Flensburg_Punkte_sammeln.html#




...Bußgeldkatalog für Radfahrer - Stand 01.02.2009

http://www.polizei-nrw.de/muenster/stepone/data/downloads/26/01/00/bussgeldkatalog-fuer-radfahrer.pdf

Freitag, 20. März 2009

PBIC - Pedestrian and Bicycle Information Center


















Wenn jemand nachlesen möchte, welche Projekte in anderen Ländern zur Verbesserung des Langsamverkehrs angestoßen werden, habe ich dazu eine Info über diese Maßnahmen aus den USA und Kanada gefunden:

"USA/Kanada: Praxisbeispiele aus Nordamerika

Das Pedestrian and Bicycle Information Center (PBIC) stellt in einer Veröffentlichung verschiedene Praxisbeispiele aus den Bereichen Fuß- und Radverkehr vor

Das PBIC Case Studies Compendium ist eine über 200-seitige Sammlung von Fallstudien und Best-Practice-Beispielen zu Fahrrad- und Fußgängerprojekten in verschiedenen Bundesstaaten der USA. Hinzu kommen einige Beispiele aus Kanada. Die Zusammenstellung wird regelmäßig erneuert und auf den Internetseiten www.walkinginfo.org und www.bicyclinginfo.org zum freien Download bereitgestellt."

Dokument:
http://drusilla.hsrc.unc.edu/cms/downloads/pbic_case_study_compendium.pdf

Dienstag, 17. März 2009

Im Dunkeln sind Schlaglöcher für Radfahrer lebensgefährlich













Schlaglöcher sind bereits für Autofahrer ärgerlich und können zu beträchtlichen Schäden an dem KFZ führen. Werden diese Straßenabschnitte von Zweiradfahrer benutzt, so werden die Fahrbahnschäden für diese Verkehrsteilnehmer zu einer lebensbedrohenden Gefahr.

ADFC:

"Wir fordern kein Schlaglochprogramm, aber natürlich müssen die saisonalen Schäden möglichst schnell beseitigt werden, wenn sie die Sicherheit gefährden. Dafür müssen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir weisen aber regelmäßig darauf hin, dass die Straßenbelege ebenso wie die Beläge der Radwege auf den Bürgersteigen intakt und angemessen sein müssen. Leider gibt es gerade bei den Radwegen einen großen Nachholbedarf zur Sanierung. Der Fahrbahnbelag muss ebenfalls verkehrssicher sein, wenn der Radfahrer, wie vom Senat gewollt, die Straßen nutzen soll. Es ist auch sinnvoll, immer mehr Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen zu verlegen, um diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind, für die übrigen Verkehrsteilnehmer sichtbarer zu machen. Breit genug für diese Streifen sind die Straßen, natürlich sollten sie auch in anständigem Zustand sein."

Leider werden auch in Siegen entsprechende Schäden nicht mit der gebotenen Eile repariert. Ein Fahrbahnschaden, der für Autofahrer noch keine Bedrohung darstellt, kann jedoch für einen Radfahrer bereits zu einer Unfallgefahr werden. Auch dieses Nichthandeln in Siegen kann mit der Absicht verbunden sein, Radfahrer aus dem Straßenverkehr fernzuhalten. Weltweit ist ein Bemühen zu erkennen, den unmotorisierten Langsamverkehr in das gesamte Verkehrskonzept zu integrieren, aber Siegen bleibt seiner deutlich erkennbaren Haltung treu. Es gibt zum Glück in Siegen immer noch einige Unerschrockene, die sich von diesem negativen Umfeld nicht abschrecken lassen, aber leider werden es durch diese fehlenden Maßnahmen auch nicht mehr.

Dienstag, 3. März 2009

Der Weg ist frei ...












Selbst im Siegerland sind inzwischen die letzen Eisplatten von den Radwegen weggeschmolzen. Viele Passagen waren bis vor wenigen Tagen nicht gefahrlos zu bewältigen. Leider gelang es der Stadt Siegen nicht, selbst die wenigen vorhanden Radwege halbwegs eisfrei zu halten. Schade. Denkt man an den Anfang des Jahres von Herrn Mues publizierten Maßnahmenkatalog zur Reduzierung des Kohlendioxid-Anstieges in Siegen zurück, hätte der Bürgermeister mit ein wenig Einsatz für den "Null CO2 Emittenten - Fahrrad", mal so richtig loslegen können. "... - Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor". Hat er aber nicht. Nochmals Schade.

Es ist schon ein wenig frustrierend in Siegen und Umgebung Radzufahren. Aber was hilft das Meckern. Nichts. Alles bleibt wie gehabt. Man kann sich nur mit dem Vorhandensein eines stiefmütterlich ausgebauten und gepflegten Radwegenetz abfinden. Ständig rückläufige Mitgliederzahlen im örtlichen ADFC sprechen für die Ohnmacht in Siegen etwas Positives für den Fahrradverkehr zu bewirken.

Man sieht sich ... oder auch nicht

Donnerstag, 13. November 2008

Tempo 30 Zonen: Ein Paradies für Radfahrer ?


















NEIN !!! Als Fahrradfahrer bist du vor dem motorisierten Verkehr nirgendwo sicher. Ich fahre heute Morgen durch die Schulstraße in Si-Eisern. Sie ist ein ausgewiesener Radweg und noch dazu eine Tempo 30 Zone. Sie bietet die Möglichkeit der Hauptstraße zumindest für knapp einen Kilometer zu entgehen. Es ist 7:15 Uhr und noch recht düster. Ich leuchte mit meinem LED-Strahler weithin sichtbar die Straße vor mir aus. Knapp 50 Meter vor mir bemerke ich das Starten eines Automotors. Spätestens jetzt sollte man als Radfahrer mit wirklich allem rechnen. Das Auto rollt mit eingeschaltetem Licht langsam aus einer Hauseinfahrt im rechten Winkel rückwärts auf die Straße. Ich bin nur noch 10 Meter vor dem Wagen entfernt, als der Fahrer mich sehend nicht stehen bleibt und die Straße komplett blockiert. Er zwingt mich zu einer bereits absehbaren Vollbremsung. Ich komme knapp einen halben Meter vor dem Wagen kontrolliert zum stehen und strahle mit meiner Frontleuchte durch das Beifahrerfenster geradewegs in das Gesicht eines recht arrogant dreinschauenden Mannes mittleren Alters. Bei dem Fahrer ist nicht die Spur einer Schuld für seinen verursachten Fastunfall zu erkennen. Diese Dreistigkeit ist schon fast nicht mehr zu übertreffen. Ein Zunicken, die Spur einer Geste als Zeichen des Eingestehen seines Fehler und alles wäre gut gewesen. Nein, absolut nichts in dieser Art. Im Gegenteil, in seinem Gesichtsausdruck ist schon Ansatzweise ein überhebliches Grinsen zu erkennen.

Aber ich hatte keine Lust auf eine erneute fruchtlose Auseinandersetzung und schaute recht gelassen seinem Bemühen zu, seinen schwarzen Skoda Oktavia RS Combi in Fahrrichtung zu lenken (amtliches Kennzeichen SI - LA 6000), um die Fahrbahn für meine Weiterfahrt endlich wieder freizugeben.

Also, immer schön wachsam sein ...

Mittwoch, 15. Oktober 2008

"Death Road" - Es kann nur eine geben ...

... und zwar die "Yungas-Road" in Bolivien.














Bis heute habe ich geglaubt in der Ortschaft Si-Eiserfeld täglich auf der "Death Road" unterwegs zu sein, weit gefehlt. In Bolivien gibt es DIE "Death Road", die diesen unrühmlichen Namen wirklich verdient. Einer Schätzung zu folge sterben auf dieser Bergstraße jährlich 200 bis 300 Menschen, unter anderem viele Radfahrer.

Quelle web.de:

"Die "Yungas Road" in Bolivien, von den Einwohnern "El Camino de la Muerte" genannt, gilt als die gefährlichste Straße der Welt. Obwohl sie bereits Tausende das Leben gekostet hat, jagen Jahr für Jahr Adrenalinjunkies, Mountainbiker und Touristen die berüchtigte Andenstraße hinunter - mit dem Tod als ständigem Begleiter."


















"Denn Leitplanken sind Fehlanzeige, unmittelbar am Straßenrand fallen Steilwände bis zu 500 Meter tief ab. Vor allem im Winter und bei Regen ist die Lehmstraße – trotz Einspurigkeit wird sie in beiden Richtungen befahren - hochgefährlich, da sie rutschig und somit unberechenbar wird. Wer hier abstürzt, gilt als verloren. Eine Bergung ist angesichts der widrigen Umstände meist unmöglich."












"Der schlimmste Unfall geschah am 24. Juli 1983: Carlos Pizarroso Inde rutschte mit seinem Bus über den Straßenrand und stürzte einige hundert Meter tief in den Abgrund. Keiner der hundert Businsassen überlebte. 2003 kamen 31 Musiker bei einem ähnlichen Unfall ums Leben, 16 überlebten wie durch ein Wunder den Sturz in 200 Meter Tiefe. Die Stelle, an der das Unglück geschah, hat sogar einen Spitznamen: 'Central Sacrament'."















Das nachfolgende Video zeigt einen Reiseanbieter, der die Gefahr so gut es geht zu bannen versucht.



http://www.youtube.com/watch?v=MtUaherTC50

... noch ein Eindruck




http://www.youtube.com/watch?v=CS7rM9GIceY

Wir sehen uns ... nicht in Bolivien, oder doch !!!

Dienstag, 14. Oktober 2008

3000km Grenze überschritten...

Es ist geschafft. Ich habe bereits heute meine erhoffte Jahreskilometeranzahl von 3000 überschritten und dass, obwohl ich in den ersten 4 Monaten des Jahres, bedingt durch meine Marathonvorbereitung, nur 340km mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin.

Durch die zunehmende Dunkelheit steigt die Gefahr auf meiner Radstrecke zur Arbeit inzwischen deutlich an. Beleuchtung und diverse Reflektionsstreifen sind dabei kein sicherer Schutz vor pennenden Autofahrer/innen. Beim Abbiegen von der Hauptstraße in Si-Eiserfeld in Richtung des parallel zur Fahrbahn verlaufenden Radweges war es heute Morgen mal wieder so weit. Ich hatte mich bereits mittig auf der B54 eingeordnet und wollte gerade nach links abbiegen. Diese Lücke hatte ein an dem linken Straßenrad stehender schwarzer A6 Avant ( SI BO 8000) scheinbar ebenfalls für sich entdeckt. Obwohl ich inzwischen auf gleicher Höhe dieses Wagens war, beschleunigte er ohne mich wahrzunehmen von links kommend auf die rechte Fahrbahnspur Richtung Siegen. Hätte ich nicht nach rechts ausweichen können, wäre es heute Morgen zu meinem dritten unverschuldeten Verkehrsunfall mit dem Rad gekommen. Gerade auf dieser Strecke sind deutlich zu wenige Radfahrer unterwegs. Leider sind Radfahrer kein fester Bestandteil im Siegerländer Straßenverkehr. Wir sind nicht in den Köpfen der Autofahrer/innen verankert, .... sie rechnen nicht mit uns. Wenn doch, ist es oft zu spät.



















Also Radfahrer/innen im Siegerland, weiterhin "Augen auf" und sehr wachsam auf den motorisierten Verkehr achten.

Wir sehen uns !!!

Freitag, 10. Oktober 2008

Die Polizei sorgt für mehr Sicherheit ...













An zwei Tagen hintereinander führte die Siegener Polizei auf meiner MitDemRadZurArbeit-Strecke eine (zufällige?) Beleuchtungskontrolle bei Fahrräder durch.












Das erste Mal standen sie noch recht gut getarnt, morgens um 7:15Uhr komplett unbeleuchtet, Ortsausgang Eiserfeld, halb auf dem Radweg. Einen positiven Einfluss hinterlies dieses Manöver sicher nicht, um die Sensibilität der Autofahrer gegenüber Radfahrer zu stärken. Heute stand ein Polizeifahrzeug neben dem Schutzstreifen innerhalb der Ortschaft Eiserfeld. Bitte nicht falsch verstehen, diese Aktionen sind absolut notwendig und dienen nicht zuletzt der Sicherheit der Radfahrer. Paradox an dieser Situation war jedoch, dass in Sichtweite der Polizei der sogenannte "Schutzstreifen" mal wieder von diversen Besuchern einer Eiserfelder Arztpraxis zugeparkt wurde. Das absolute Freihalten dieser Schutzzone für Radfahrer würde auch zu mehr Sicherheit beitragen, ist aber wie schon mehrfach erwähnt, auf diesem Straßenabschnitt politisch und polizeilich nicht erwünscht. Einige Meter hinter dieser Kontrolle versuchte ich sofort nach dem Anfahren an einer roten Ampel die Straßenseite zu wechseln. Trotz dem deutlichen und dauerhaften Anzeigen meiner Absicht, ab dem Zeitpunkt an dem die Ampel den Verkehr wieder frei gab, ließ mich der Fahrer eines Transporters der Zimmerei Krämer aus Siegen nur absolut wiederwillig und unter verbalem Gemecker auf die Mitte der Fahrbahn einfahren, damit ich anschließend links auf den Radweg Richtung Siegen einbiegen konnte. Ich werde diesen bedrohlichen Vorfall zur Anzeige bringen, da es bei einem Kind in dieser Situation zu einem tragischen Verkehrsunfall hätte kommen können. Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich auf, in welchen Kinderschuhen die Verkehrsicherheit der Fahrradfahrer besonders in Siegen steckt und wie gering die Achtung der Autofahrer gegenüber dieser hier doch fast ausgestorbenen Spezies ist. Tagtäglich muss ich damit leben, dass man mir auf Siegener Straßen nicht die Vorfahrt gewährt und ich so ohne eigenes Verschulden bereits in zwei Verkehrunfälle verwickelt wurde. Bislang gab es nur Sachschäden an meinem Fahrrad.

Daher ist es auch richtig und notwendig die Verkehrssicherheit der benutzter Fahrräder polizeilich zu überprüfen. Ich finde es nur schade, dass ein Auge weit aufgerissen ist, während man auf dem anderen Auge scheinbar komplett blind ist oder sein möchte. Aus diesen Situationen der permanenten Gefahr heraus, der man speziell auf Siegener Straßen ausgesetzt ist, entsteht unter den Radfahrer ein verständlicher Frust. Daraus resultieren Aktionen von Radfahrer die ebenfalls nicht vorkommen sollten, aber manchmal einfach nur ein Ventil für den Frustabbau darstellen. Ich möchte den Verstoß der Radfahrer gegen die Verkehrsregeln ausdrücklich nicht gut heißen. Aber das schwächste Glied in einer Kette ist auch nicht dauerhaft belastbar.

Warum stellen sich die Verantwortlichen in Siegen taub? Warum wird in Siegen der Ausbau und die Pflege des Radfahrnetzes nicht gefördert? Warum entzieht sich Siegen z.B. der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V."?

Es ist zum K..... sorry ....

http://www.fahrradfreundlich.nrw.de

Beispiel: Essen, es geht auch anders, wenn man will ...

http://www.essen.de/Deutsch/Leben/Verkehr/Verkehr_Fahrrad.asp?navibereich=leb

Wir sehen uns ... es fragt sich nur wann und wie lange noch ...

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Der Herbst ist da ...













... und er zeigt sich mit verschiedenen Gesichter.

Neben stürmischen und regnerischen Momenten ...



















... überrascht uns diese Jahreszeit auch mit herrlichem Sonnenschein.
















Fahrradfotos von Lars Daniel

Das Radfahren im Herbst erfordert von uns deutlich mehr Aufmerksamkeit um auf die jetzt zunehmenden Gefahren besser reagieren zu können.

Passend dazu ein Erfahrungsbericht von Gary Siemund (swr3):

Fahrradfahren in Herbst und Winter - Sicher auf zwei Rädern

Radfahren im Sommer, das kann ja jeder. Die eigentliche Herausforderung sind aber Herbst und Winter. Jetzt heißt es tapfer weiterstrampeln, Regen und Dunkelheit zum Trotz - natürlich mit einem Blick auf die eigene Sicherheit.
SWR.de-Redakteur Gary Siemund macht den Selbstversuch.

Von Wiesbaden nach Mainz sind es pro Weg etwa 17 Kilometer zu radeln. Ich bin, wie viele Menschen, ein Gewohnheitstier und schwinge mich seit fünf Monaten jeden Morgen um 7 Uhr in den Sattel.

Leider ist es um diese Uhrzeit noch dunkel. Glücklicherweise hat mir mein Bruder letzte Woche Reflektorbänder mit roten Leuchtdioden geschenkt. Die packe ich mir an die Oberarme und schalte sie an. Ich komme mir zwar vor wie ein Tannenbaum auf Rädern, aber was soll’s, wenn’s der Sichtbarkeit dient … Jetzt noch die Rückleuchte an den Rucksack und die Lampe auf die Lenkstange.

Sehen ...
Die Rückleuchte versieht zwar ihren Dienst, aber die Lampe bleibt dunkel. Also Akkus wechseln, was aber nicht hilft. Ich werd' heute Abend mal nach dem Lämpchen schauen müssen. Vielleicht hätte ich mir doch besser eine Lampe mit Dynamo anschaffen sollen.

... und gesehen werden
Eigentlich müsste ich ja jetzt das Rad stehen lassen, aber irgendwie bin ich unvernünftig und will trotzdem fahren. Ich schnappe mir deswegen die Reflektorweste aus dem Auto und ziehe sie so über, dass sie auch über den Rucksack geht. Ich denke, ich werde die zwei bis vier Euro investieren und mir so eine Sicherheitsweste nur fürs Rad fahren anschaffen. Das hilft, gesehen zu werden.

Helm und Handschuh
Jetzt noch die Handschuhe an und den Helm auf. Seit ich nach einem Sturz zwar die Handschuhe wegwerfen konnte, die Handflächen aber ohne Kratzer davongekommen sind, würde ich nie wieder ohne fahren.


Hindernisse auf dem Radweg
So langsam werde ich warm und steigere meine Geschwindigkeit bis zu dem Moment, als ich auf dem Radweg um die Ecke kurve und unvermittelt zwei Fußgänger vor mir auftauchen. Ich kann noch ausweichen, aber ich ärgere mich doch ziemlich. Anscheinend steht das stilisierte Fahrrad auf den Schildern nicht für Fahrradweg, sondern für "Fußgänger bitte hier laufen oder stehen", "Autos bitte hier parken" und natürlich "Müll, insbesondere Glasscherben, bitte hier hinwerfen".

Lampe und Großhirn einschalten
Die defekte Lampe habe ich schon fast vergessen. Da kommt mir plötzlich ein anderer Radfahrer korrekt beleuchtet entgegen und wir stoßen beinahe zusammen. Er hat mich im Halbdunkel trotz Weste nicht gesehen. Jetzt bin ich wieder sehr aufmerksam geworden. Eines der größten Sicherheitsrisiken beim Radfahren ist die Routine. Ich bin den Weg jetzt schon so oft gefahren, dass ich jede Bodenwelle zu kennen glaube. Auch weiß ich, wie schnell ich fahren muss, um bei der nächsten Ampel noch bei Grün anzukommen. Wenn dann allerdings etwas auftaucht, was bisher nicht auf dem Weg lag, kann es kritisch werden. So wäre ich beinahe mal in die Baustelle geknallt, an der ich gleich vorbeifahren muss.

Aus der Kurve getragen
Mit so geschärfter Aufmerksamkeit fahre ich wieder auf die Straße, um an der nächsten Kreuzung links abzubiegen. Die Ampel ist noch grün und ich trete etwas schneller, damit ich noch drüber komme. Allerdings habe ich nicht daran gedacht, dass die Straße heute durch den Regen schlüpfriger ist als sonst und ich komme ins Rutschen, als ich mich in die Kurve lege. Gott sei Dank kann ich das Rad noch stabilisieren. Ich hatte glücklicherweise den Sattel letzte Woche etwas niedriger gestellt und habe dadurch den Vorteil, dass ich mit den Füßen besser auf den Boden komme.

Sicherheit mit Profil
Das grobe Profil der Reifen ist zwar bei Schnee ganz hilfreich, verlängert aber den Bremsweg bei Feuchtigkeit um einiges. Ich werde wohl etwas Luft aus den Reifen lassen müssen, um mehr Auflagefläche und damit mehr Griff zu bekommen. Vielleicht sollte ich mir für den Winter Reifen mit Spikes anschaffen. Für etwa 70 Euro gibt es Kombireifen, die in der Mitte Gummi für die Straße und an der Seite Spikes haben. Wenn ich mir ein zweites Paar Felgen mit diesen Reifen anschaffe, kann ich im Winter je nach Wetterlage entscheiden, mit welcher Bereifung ich sicherer vorwärts komme.

Langer Weg
Das Adrenalin ist mir bei dieser Aktion richtig in den Körper geschossen und ich bin endgültig wach. Ich mache mir klar, dass ich bei feuchtem Wetter noch vorausschauender fahren muss. Vielleicht sollte ich mir wirklich mal Gedanken um Hydraulik- oder Scheibenbremsen machen. Die bremsen bei Feuchtigkeit deutlich besser als die Backenbremsen, kosten aber auch um die 150 Euro.

In einer anderen Welt
Vor mir taucht jetzt ein Radfahrer auf, der beim Fahren fröhlich von rechts nach links schwankt. Ich klingele, um ihn auf meinen Wunsch zu überholen aufmerksam zu machen. Keine Reaktion. Ich klingele noch mehrmals, aber immer ohne Erfolg. Er scheint in seiner eigenen Welt zu sein. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, weiche ich zum Überholen auf die Straße aus. Als ich vorbeiziehe, sehe ich, dass er Ohrstöpsel in den Lauschern hat und anscheinend im Takt seiner Musik hin und her pendelt. Sich so von der Welt abzuschließen, kann ganz schön gefährlich werden.

Schöne Aussicht
Mittlerweile ist es so hell geworden, dass mein schlechtes Gewissen wegen der defekten Lampe nachgelassen hat. Ich werde sie aber auf jeden Fall heute noch reparieren. Jetzt muss ich noch über die Rheinbrücke. Das ist mir der liebste Teil des Weges. Hier begegne ich immer dieser hübschen Radfahrerin und nachdem wir ein paar Wochen aneinander vorbeigefahren sind, grüßen wir uns jetzt auch …

Autor: Gary Siemund

Wir sehen uns !!!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Hai greift Jogger an

Von Hai-Attacken auf Surfer und Schwimmer liest man alle paar Wochen. Jetzt hat es auch einen Läufer erwischt. Das kann uns Radfahrer zum Glück nicht passieren, oder etwa doch ???
















Da ich neben dem Radfahren auch gerne jogge, möchte ich auf die neue Homepage von "Achim Achilles" verweisen. Viele von Euch kennen bestimmt schon seine Bücher, "Verse" und "Ferse" unter "http://www.spiegel.de/sport/achilles/".
Inzwischen gibt es seinen Kosmos gebündelt unter "http://achim-achilles.de/"


















Übrigens Fußgänger leben nicht minder gefährlich ...

















Viel Spaß dabei ...

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Eindeutiger Unterschied ....

(Fortsetzung zu: Ja wo fahren sie denn ...)

Kopenhagen:


Siegen:













Während in Kopenhagen fast ausschließlich Fahrradfahrer/innen auf der mehrspurigen Innenstadtstraße zu erkennen sind, haben in Siegen die Autofahrer/innen die absolute Überhand.
Es liegt übrigens nicht an dem schlechten Wetter auf dem Siegener Bild, denn bei Sonnenschein sieht es dort leider nicht anders aus. Wer traut sich als Radfahrer schon auf diesen innerstädtischen Straßen in Siegen unterwegs zu sein. Die Siegener Verkehrspolitik geht auf ... zu 100%.

Wir sehen uns ... irgendwo, nur nicht dort !!!