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Freitag, 5. April 2013

Friedliches Miteinander in Siegener Bahnhofstraße


Ich hatte den Glauben daran schon fast aufgegeben, dass die Siegener Stadtverwaltung ihren Bürgern, denen  mit und ohne Fahrrad, ein friedliches Mit- und Nebeneinander zutraut. Was in vielen Städten schon längst Alltag ist, findet nun auch langsam in Siegen statt. 
Selbst der Kulturplatz vor unserem Apollo-Theater darf bald auch von Radfahrern befahren werden.Viele motorisierte Ausnahmefälle gibt es ja schon länger, .... viel länger !!!

"Fußgänger und Radler kommen sich in Fußgängerzone nicht in die Quere
Friedliches Miteinander in Siegener Bahnhofstraße


Seit fast einem Jahr dürfen Radfahrer in Siegen durch die Fußgängerzone Bahnhofstraße fahren. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat das Nebeneinander von Radfahrern und Fußgängern bislang reibungslos geklappt. Deshalb soll künftig der Radverkehr durchgehend von der Brüder-Busch-Straße über den Scheinerplatz zur Morleystraße in beide Richtungen erlaubt werden. Die politische Beratung über diesen Vorschlag der Stadtverwaltung beginnt in der nächsten Woche."

Quelle: Radio Siegen

Montag, 4. Februar 2013

Berichterstattung "ADFC Fahrradklimatest 2012"

An:
Redaktion Radio Siegen (redaktion@radio-siegen.de)
Studio Siegen Aktuelle Stunde - WDR (studio.siegen@wdr.de)
Berichterstattung  "ADFC Fahrradklimatest 2012"

Sehr geehrte Damen und Herren.

Am Freitagvormittag wurde das Ergebnis "ADFC Fahrradklimatest 2012" im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin, veröffentlicht.  Diese von vielen heimischen Fahrradfahrern mit Spannung erwartete Auswertung, basierend auf einer bundesweiten Umfrage aus dem Jahr 2012, wurde erfreulicher Weise auch von Ihren Redaktionen in dem jeweiligen Nachrichtenblock aufgegriffen. Dabei wurden das Engagement und das wiederholte sehr gute Abschneiden von z.B. Münster hervorgehoben. Die Sieger sollten auch genannte werden. Aber warum wurde dann von ihnen, zumal Siegen ebenfalls in der Ergebnisliste geführt wurde, das katastrophale Abschneiden unserer Heimatstadt mit keinem Wort erwähnt. Dies wäre eine Gelegenheit gewesen, mit erhobenen Daten, ganz ohne subjektive Einschätzung, die seit Jahrzehnten bestehende miserable Situation für  Siegener Fahrradfahrer und auch für die Gäste unserer Heimat darzustellen.
Warum haben sie, beide Regionalredaktionen vor Ort, ihre Berichterstattung nicht um diesen einen Ergebnissatz ergänzt? Die anschließende Bewertung wäre nicht die Aufgabe einer Nachrichtensendung gewesen, die Berichterstattung über das Abschneiden von Siegen schon.

Diese Bewertung wurde heute von dem ADFC-Siegen in der Siegener Zeitung publiziert:

"ADFC: 15 Jahre Stillstand im Radverkehr

sz Siegen. Den bundesweiten Fahrradklima-Test (SZ-Bericht „Siegen/Hilchenbach keine Fahrradstädte“ vom 2. Februar) hat jetzt auch der örtliche ADFC kommentiert. Überschrift: „Rostige  Speiche in Bronze, katastrophales Ergebnis für Siegen“. Mit einem „Mangelhaft plus“ habe Siegen abgeschnitten, belege den peinlichen drittletzten Platz unter Städten vergleichbarer Größe.  In der Gesamtnote zeige sich für Siegen keine Verbesserung im Vergleich zur Untersuchung von 2003. Einen Fahrradstadtplan aus dem Jahr 1997 könne man auch heute noch problemlos verwenden, es gebe zur aktuellen, nur digital verfügbaren Version faktisch keine Unterschiede.  Dies dokumentiere 15 Jahre Stillstand. Ein Radweg entlang der HTS reiche da nicht mehr aus. Ein Fahrradbeauftragter mit einem Stellenumfang von 5 Prozent, der sich also täglich ca. 20 Minuten dem Radverkehr widmen  dürfe, könne naturgemäß seinen Aufgaben nur unzureichend gerecht werden. Von einem Winterdienst für die wenigen Radwege in Siegen träumten nur gänzlich Unverdrossene.
Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrradfahren finde aber von Seiten der Stadt allenfalls in homöopathischen Dosen statt. Der vom Bundesverkehrsminister kürzlich vorgelegte “Nationale Radverkehrsplan 2020“ sehe für  Städte wie Siegen ein Budget von wenigstens 800 000 Euro pro Jahr für Radverkehr vor. Siegen plane für Radverkehr 2013 magere 20 000 Euro ein. Dringend notwendig seien jetzt konkrete  Maßnahmen, die in ein Gesamtkonzept integriert sein müssten, damit Siegen auch in dieser Hinsicht eine lebenswerte Stadt werde."


Quelle: Siegener Zeitung vom 4.Februar 2013

Mit freundlichen Grüßen