"Siegen. Nachdem es die Umweltzonen in vielen Ballungszentren schon
länger gibt, muss nun wohl auch die Stadt Siegen eine solche einrichten.
ch - Autos mit hohem Schadstoffausstoß oder Fahrzeuge ohne
Katalysator - für sie könnte in der Siegener Innenstadt bald ein
Fahrverbot gelten: Die Bezirksregierung in Arnsberg hat die
Überarbeitung des aktuell gültigen Luftreinhaltplanes der Krönchenstadt
initiiert, gemeinsam mit der Stadtverwaltung wird in einer Arbeitsgruppe
derzeit ein Maßnahmenpaket geschnürt, um die Luft von Feinstaub und
Stickstoffoxid zu entlasten. Eine der 20 Maßnahmen: die Errichtung einer
Umweltzone. Wenn die Vorarbeiten noch bis zum Herbst erledigt werden,
der Rat der Stadt Siegen die Zone beschließt, der aktualisierte
Luftreinhalteplan offen gelegt worden ist und die Bezirksregierung ihn
bis zum Jahresende veröffentlicht hat, dann könnten ab Januar 2014
Schadstoff-Sünder aus den Tälern der Krönchenstadt verbannt werden. Nur
noch Autos mit einer gelben Umweltplakette sollen zunächst über die
Koblenzer Straße, die Frankfurter Straße, die Freudenberger Straße oder
über die Hagener bzw. Weidenauer Straße ins Stadtinnere gelassen werden.
Ab Mitte 2015 werden vermutlich nur noch Autos mit der grünen Plakette
in die Innenstadt dürfen.
90 Prozent der heimischen Autos haben grüne Plakette
Ohne die Plaketten droht Autofahrern ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro
sowie ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Benziner mit
geregeltem Katalysator sowie Diesel mit Rußpartikelfilter sollten keine
Probleme haben. Ausnahmen gibt es u. a. für bestimmte Fahrzeugklassen
wie Motorräder und landwirtschaftliche Fahrzeuge. "Das Thema verliert
seinen Schrecken, wenn man bedenkt, dass bereits 90 Prozent der in
Siegen zugelassenen Fahrzeuge eine grüne Plakette auf der
Windschutzscheibe haben oder aber ihnen die Plakette aufgrund der
technischen Voraussetzungen zusteht", betonte Dr. Bernhard Kraft im
Gespräch mit der SZ."
Quelle: Siegener Zeitung vom 28.02.2013
Noch im Juni 2011 hieß es aus dem Munde der Siegener Verantwortlichen zu diesem Thema:
„Die Umweltzone ist unser letztes Mittel“
"Siegen Bezirksregierung will Schadstoff-Sünder von den Hauptverkehrsachsen in den Tälern der Krönchenstadt verbannen
Kommt das Sperrgebiet, werden vermutlich ab Mitte 2015 nur noch Autos mit der grünen Plakette in die Innenstadt dürfen.
ch ■ Autos mit hohem Schadstoffausstoß oder Fahrzeuge
ohne Katalysator – für sie könnte in der Siegener Innenstadt bald ein
Fahrverbot gelten: Die Bezirksregierung in Arnsberg hat die
Überarbeitung des aktuell gültigen Luftreinhaltplanes der Krönchenstadt
initiiert, gemeinsam mit der Stadtverwaltung wird in einer Arbeitsgruppe
derzeit ein Maßnahmenpaket geschnürt, um die Luft von Feinstaub und
Stickstoffoxid zu entlasten. Eine der 20 Maßnahmen: die Errichtung einer
Umweltzone. Wenn die Vorarbeiten noch bis zum Herbst erledigt werden,
der Rat der Stadt Siegen die Zone beschließt, der aktualisierte
Luftreinhalteplan offen gelegt worden ist und die Bezirksregierung ihn
bis zum Jahresende veröffentlicht hat, dann könnten ab Januar 2014
Schadstoff-Sünder aus den Tälern der Krönchenstadt verbannt werden. Nur
noch Autos mit einer gelben Umweltplakette sollen zunächst über die
Koblenzer Straße, die Frankfurterstraße, die Freudenbergerstraße oder
über die Hagener- bzw. Weidenauer Straße ins Stadtinnere gelassen
werden. Ab Mitte 2015 werden vermutlich nur noch Autos mit der grünen
Plakette in die Innenstadt dürfen.
Ohne die Plaketten droht Autofahrern ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro
sowie ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Benziner mit
geregeltem Katalysator sowie Diesel mit Rußpartikelfilter sollten keine
Probleme haben. Ausnahmen gibt es u. a. für bestimmte Fahrzeugklassen
wie Motorräder und landwirtschaftliche Fahrzeuge. „Das Thema verliert
seinen Schrecken, wenn man bedenkt, dass bereits 90 Prozent der in
Siegen zugelassenen Fahrzeuge eine grüne Plakette auf der
Windschutzscheibe haben oder aber ihnen die Plakette aufgrund der
technischen Voraussetzungen zusteht“, betonte Dr. Bernhard Kraft im
Gespräch mit der SZ.
Die Umweltzone sei „im Kampf für eine saubere Luft in der Innenstadt
unser letztes Mittel“, so der Leiter der Siegener Umweltabteilung
weiter, der erklärte, dass die Stadt auf besagte Initiative der
Bezirksregierung hin schlicht und einfach die sog.
EU-Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG umsetzen muss, „da haben wir keine
Wahl“.
Hintergrund: Der Richtlinie nach beträgt etwa der Grenzwert für
Feinstaub 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf maximal an 35 Tagen
im Jahr überschritten werden. Bei Überschreitung ist die Aufstellung
eines Luftreinhalteplans vorgeschrieben. „Da wir in Siegen auf unseren
Verkehrsbändern ihren Tal- und Kessellagen die Grenzwerte regelmäßig
überschritten haben, mussten wir im Jahr 2008 einen Luftreinhalteplan
erstellen, der seit Ende Januar 2009 in Kraft ist“, so Kraft. So dürfen
z. B. keine Lkw über 3,5 Tonnen – bis auf Lieferverkehre und Linienbusse
– mehr auf der Sandstraße fahren, Ampelschaltungen sind zur
Verbesserung des Verkehrsflusses optimiert worden, das Thema
Parkleitsystem ist im vergangenen Jahr endlich angegangen worden. Kraft:
„Doch es hat alles nichts genutzt, unsere Messpunkte – zwei
Passiv-Sammler, die an Verkehrsschildern an der Sand- bzw. an der
Frankfurter Straße angebracht sind – liefern noch immer kein anderes
Schadstoffbelastungsbild“."
Quelle: Siegener Zeitung
Foto "Kochs Ecke" in Siegen:
Quelle: Siegener Zeitung
Auch die Unterstützung und der zügige Ausbau des Fahrradverkehrs könnte in Siegen einen Beitrag zu mehr sauberer Luft leisten. Aber schaut man sich mal "die" Kreuzung in Siegen etwas näher an, so erkennt man recht schnell, dass das Fahrrad hier komplett unerwünscht ist.
Das katastrophale Abschneiden von Siegen bei der diesjährigen Auswertung des Fahrradklimatestes kann man an dieser oben dargestellten Kreuzung festmachen. "Fahrradfahrer in Siegen unerwünscht !!!"
Die nächste Großchance mit der Neugestaltung des "Siegener Mitte" sollte man nicht verpassen und so gerade dem umweltfreundlichsten Verkehrsmittel mehr Chancen einzuräumen, doch auch ein Teil des Siegener Verkehrs zu werden.
Fördern statt verbieten !