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Mittwoch, 12. Juni 2013

„Verkabelter“ Fußgänger


 

Auf meinem Heimweg war ich gestern Abend mit dem Fahrrad wie immer auf dem sogenannten Schutzstreifen in Siegen-Eiserfeld unterwegs. Da das Eiserfelder Zentrum seit geraumer Zeit eine Großbaustelle ist, staut es sich besonders abends und morgens auf allen Zufahrtsstraßen. Der Stau von Siegen kommend erreicht oftmals Längen von fast einem Kilometer. Per „stop and go“ zuckelt die Blechlawine mit einer stoischen Geduld und unterdrückter Gereiztheit der Hauptkreuzung entgegen, um dann relativ problemlos in alle Himmelsrichtungen zu entfliehen. Die Schutzstreifen-Markierung, die nicht die Farben wert ist mit der sie aufgetragen worden ist, wird von dem Kraftverkehr zu knapp 80% eingehalten. Die anderen 20% parken dort, nutzen ihn als Erweiterung ihrer eigenen Fahrspur und zum Ausweichen bei Gegenverkehr. Der Radfahrer, der sich dort eigentlich in Sicherheit fühlen sollte, kann ihn daher nur in absoluter Konzentration und Anspannung nutzen.

Diverse Geschäfte links und rechts dieser Hauptstraße (Eiserfelder Straße, B62) sorgen für einem permanenten Kreuzungsverkehr und der einsame Radfahrer wird in schöner Regelmäßigkeit übersehen. Radfahrer, die hier auf die „Motorhaube“ genommen werden, gehören zur traurigen Realität. Aber die Gefahr droht auch von anderer Seite.

So gestern geschehen. Ein jugendlicher Fußgänger war auf dem rechten Bürgersteig ebenfalls in Richtung Zentrum Eiserfeld unterwegs. Da neben Autofahrer auch der Langsamverkehr von mir als potentielle Gefahr (nicht Gegner !!!) angesehen wird, lies ich ihn nicht aus den Augen. Auf dieser Passage, den Schutzstreifen als legale Stau-Gasse nutzend, bin ich immer recht langsam unterwegs. Aber wie sollte es anders kommen, nur einige Meter vor mir ging dieser Fußgänger, ohne nach hinten zu schauen auf den Schutzstreifen, um zwischen den im Stau stehenden Autos die Straßenseite zu wechseln. Meine mahnenden Rufe verhalten komplett. Mit einer Notbremsung konnte ich nur mit Müh und Not einen Zusammenstoß verhindern. Erst in diesem Augenblick schreckte der jugendliche Fußgänger auf. Erschwerend kommt hinzu, dass er mich so oder nicht wahrnehmen konnte, da er durch die Nutzung seines MP3-Players den Kontakt zur Außenwelt komplett verloren hatte. Und da man in Siegen als Radfahrer sowieso zu einer rechtlosen Minderheit gehört, ist die Gefahr von einem dieser Spezies über den Haufen gefahren zu werden eigentlich ziemlich gering. Nur nicht gestern Abend ...  
„DU PAPPNASE !!!“

Dienstag, 23. April 2013

Siegen: Schutzstreifen = Parkstreifen

...die "ungeschlechtliche Vermehrung" von parkenden KFZ auf dem Schutzstreifen in Siegen-Eiserfeld:

Montag 8.April 2013:


Dienstag 23.April 2013:

Dienstag, 9. April 2013

Auch die neue StVO gilt für ALLE !!!


 
Bereits seit Wochen nutzt dieser Anwohner in Siegen-Eiserfeld den "Schutzstreifen" als "Dauerparkplatz" für seinen PKW. Seine Ignoranz ist das eine, das Dulden des Verhaltens von allen Behörden das andere. Das Anheben der Bußgelder für die Verstöße von Fahrradfahrern ist aus Gründen der allgemeinen Verkehrssicherheit nachvollziehbar und sicher auch angemessen. Die Gefährdung von Radfahrern sollte dann aber genauso konsequent verurteilt und bestraft werden. Warum hier mit zweierlei Maß gemessen wird, bleibt mir ein Rätsel. Aber mit der Fertigstellung der neuen Verkehrsführung in der Eiserfelder Mitte versprach man auch die Neubewertung des Schutzstreifens. "Neue rote Farbe muss her" war aus der Darstellung der Verantwortlichen zu entnehmen. Die Markierung ist sicher wichtig, aber gleichzeitig ist es noch wichtiger bereits geltendes Gesetz zur Anwendung zu bringen.

Der Aufkleber auf dem parkenden Auto beinhaltet übrigens einen Text der viel Spielraum lässt, sich ein weiteres, tiefer gehendes Urteil über den Fahrer dieses Wagens zu bilden:
 
„KEIN BALG MIT SCHEISS NAMEN AN BORD“.

 "Am 1. April 2013 tritt die Neufassung der Straßenverkehrsordnung in Kraft, und dann ist Schluss mit der preiswerten Alternative zu den Parkhausgebühren. Denn eines haben alle Änderungen gemeinsam - im Vergleich zu früher werden Verkehrsverstöße härter geahndet:
.... 
Parken auf Schutzstreifen für Radfahrer oder auf Radwegen kostet künftig 20 Euro, ab einer Stunde dann 30 Euro. Die Gebühren hierfür wurden jeweils um 5 Euro angehoben.
...."

Quelle: Spiegel Online  

Info: Gesamtfassung der neuen Straßenverkehrsordnung

Gegenüberstellung von "Radfahrstreifen" und "Schutzstreifen":
"Radfahrstreifen sind von der Fahrbahn durch eine dicke, durchgezogene Linie getrennt und mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnet. Zum Fahrbahnrand oder zu parkenden Autos können sie zusätzlich mit einem dünnen durchgezogenen Strich abgegrenzt sein. Autos dürfen auf Radfahrstreifen nicht fahren, halten oder parken. An Ampeln fahren Radfahrer nach den Signalen für den Autoverkehr, soweit nicht eigene Signale aufgestellt sind.

Schutzstreifen sind Teil der Fahrbahn und durch eine dünne, unterbrochene Linie gekennzeichnet. Sie sind ebenfalls mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnet. Autos dürfen auf Schutzstreifen nicht parken und nur ausnahmsweise fahren, z. B. in einer engen Straße, wenn zwei Busse sich begegnen. Halten bis zu drei Minuten ist auf Schutzstreifen zulässig. Die Breite der restlichen Fahrbahn zwischen den Schutzstreifen ist so gewählt, dass zwei Autos sich in der Regel begegnen können. An Ampeln fahren Radfahrer nach den Signalen für den Autoverkehr.

Radfahrstreifen und Schutzstreifen
...bieten Komfort:

Radfahrstreifen wie auch Schutzstreifen bieten hohen Fahrkomfort und die Möglichkeit, schnell voranzukommen.

...bieten Sicherheit:
Auf Radfahrstreifen und Schutzstreifen sind Fahrradfahrer für Autofahrer besser zu sehen, besonders an Kreuzungen und Zufahrten. Diese sind bei Radwegen der häufigste Unfallort. Gegenüber dem Mitfahren auf der Fahrbahn haben Radfahrstreifen und Schutzstreifen den Vorteil, dass Radfahrer an wartenden Autos (z. B. an Ampeln) bequemer vorbei fahren können. Dies ist für die Verkehrssicherheit von Bedeutung, da sie so aus dem „Toten Winkel“ der Autofahrer heraus in deren Blickfeld vorfahren können.

...verhindern Konflikte:
Radfahrstreifen und Schutzstreifen helfen, Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden, wie sie auf Radwegen oder bei erlaubter Nutzung des Gehweges vorkommen können.

...sorgen für Ordnung:
Radfahrstreifen und Schutzstreifen führen dazu, dass Radfahrer weniger häufig in der falschen Richtung, d. h. links der Fahrbahn fahren. Linksfahrende Radfahrer (Falschfahrer) sind überdurchschnittlich oft an Unfällen beteiligt, weil Autofahrer an Einmündungen nicht mit ihnen rechnen."


Quelle: www.hamburg.de

Freitag, 16. Dezember 2011

Unfallflucht – Schadenfreude !?


Ok, Schadenfreude soll angesichts der nachfolgend beschriebenen Unfallflucht natürlich nicht aufkommen. Aber genau dieser jetzt beschädigte Renault Laguna nutzt den Schutzstreifen in Eiserfeld als ständige Parkfläche vor seinem Haus. Dieser Wagen gehört in Eiserfeld zu der Gruppe  von Fahrzeugen, die nicht für einen Kurzeinkauf dort abgestellt werden, vielmehr steht er, abgeleitet aus dem Zeitungsartikel oftmals tagelang in dieser Fahrradzone ohne benutzt zu werden.

Jeder Radfahrer muss einen Bogen aus seinem "Schutzstreifen" heraus in den fließenden Verkehr unternehmen, um an dieser geduldeten "Gesetzeswidrigkeit" vorbeizufahren. Ob der Fahrer des Renault aus diesem Vorfall lernt, ich bin mal gespannt.

 Quelle: Siegener Zeitung

Donnerstag, 3. November 2011

Erster Kontakt zum "Neuen"


Wenn auch etwas verspätet, habe ich heute den ersten Kontakt zu unserem neuen Fahrradbeauftragten aufgenommen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger konnte dies sogar per Mail erfolgen. Sein positives Wirken zeigt sich bereits in einigen erneuerten Markierungen zur Erhöhung der passiven Sicherheit im Siegener Radwegenetz. Auch seine sofortige Antwort, verbunden mit seinem geäußerten Bemühen Mängel zu beseitigen, sollte uns Radfahrer Mut und Hoffnung geben.

Sein Vorgesetzter, Herr Bürgermeister Mues wünscht, dass Siegen noch fahrradfreundlicher wird. Ein Kurzurlaub in Speyer zeigt recht deutlich wie weit wir in Siegen davon entfernt sind. IN Speyer teilen sich in den Fußgängerzonen Shuttle-Busse, Lieferverkehr, Taxis, Fußgänger und Radfahrer den Platz gleichermaßen. Keine Verbotsschilder für Radfahrer. Keine Schutzstreifen, die wie in Siegen-Eiserfeld als Markierung einer erweiterten Parkzone von höchster Siegener Verantwortlichkeit geduldet werden

Beispiele des „gelebten Miteinander" auf der Maximilianstraße in Speyer:






Ein Appell an alle Verantwortlichen in Siegen:  

Ziele müssen definiert werden, keine Frage, aber dann muss auch der zweite Schritt in Richtung Umsetzung folgen. Es genügt nicht eine vakante Stelle neu zu besetzen und auf einen Zug mit Außenwirkung "Regionale 2013 - Projekt "Radnetz Südwestfalen" aufzuspringen. Solange der Alltag der Siegerländer Radfahrer massiv durch Verbote und fehlende Schutzmaßnahmen sabotiert wird, bleibt das oben formulierte Ziel leider ein Rohrkrepierer. Viele Bürger in Siegen trauen sich nicht mehr mit dem Rad zu fahren, weil die Infrastruktur entweder nicht vorhanden ist, sich in einem schlechten Zustand befindet und auch die politische Rückendeckung fehlt, das Fahrrad als gleichberechtigtes Fortbewegungsmittel zu unterstützen. Der "Hübbelbummler" darf sich durch noch so enge Fußgängerpassagen drängen, während der Fahrradfahrer daneben ein Opfer der Polizei und des Ordnungsamtes wird. Schade, schade  ... so sieht die Umsetzung des Wunsches nach einem Mehr an Fahrradfreundlichkeit nicht aus.



Leider reicht es auch nicht aus, einem Stromanbieter durch die Präsentation von e-Bikes eine kostenlose Werbefläche zu verschaffen. Es muss der Verkehrsraum geschaffen werden, dass auch die anderen 99,99% der nicht auf dem Bild befindlichen Fahrräder die Siegener Straßen sicher und ohne zweifelhafte und beispiellose Einschränkung benutzen dürfen.

Die eBike-Übergabe des "Sponsors" an die Stadt Siegen:

Quelle: Stadt Siegen 
Taucht in der Siegener Presse ein Fahrrad auf, ist Herr Mues meist mit auf dem Bild. Bei dieser Omnipräsenz drängt sich ganz zwangsläufig eine Gegenüberstellung auf:

Wer wird sein Ziel am ehesten erreichen:
Bürgermeister Mues: "Siegen soll fahrradfahrerfreundlicher werden."
Oberbürgermeister Ude:  "München soll die fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands werden."
 Ok, ok .... Man sollte Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

Wir sehen uns ... !?

Montag, 22. August 2011

Wir haben einen „Neuen“...


Bürgermeister Mues mit Herrn Hammerschmidt, der neue Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen.

Ende 2010 ging die Ära des bisherigen Fahrradbeauftragten Werner Siebel zu Ende.
Er hatte diese Position 12 Jahre inne. Seitdem war diese Position vakant und wurde lediglich kommissarisch betreut.

Dass diese Position jetzt ein halbes Jahr nicht besetzt war, ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Nach einigen Kontakten mit Herrn Siebel weiß ich, dass ihm meine geschilderten Probleme im Radwegenetz nicht völlig egal waren, aber scheinbar waren auch ihm die Hände gebunden. Herr Mues kann dies nicht gewesen sein, da  er sich ja für alle Bürgerinteressen gleichermaßen intensiv ein.

O-Ton  Bürgermeister Herr Mues:

„Unser Ziel ist es, die Stadt Siegen noch fahrradfreundlicher zu machen."

Wer regelmäßig in Siegen mit dem Rad unterwegs ist, wird sich über diese Aussage schon ein wenig wundern, denn Siegen ist alles, aber bestimmt nicht fahrradfreundlich.

Der neue Fahrradbeauftragte heißt Felix Hammerschmidt. Er übernimmt diese neue Aufgabe und ist laut eigener Aussage im Stadtgebiet Siegen vor allem auf 2 Rädern unterwegs.

Eine deutliche Verbesserung zeigt sich bereits heute: Herr Hammerschmidt ist per E-Mail zu erreichen. Moderne Kommunikationswege haben somit auch in diesem wichtigen Bereich des Rathauses Einzug gehalten. Vielleicht ist dies ja ein gutes Omen für die nächsten anzugehenden Schritte, Siegen endlich fahrradfreundlicher zu gestalten.

Seit Jahren warten die Siegener Radwege in vielen Abschnitten auf eine Sanierung und dringenden „Neuzuwachs“. Solange die Politik  zur Verbesserung der Infrastruktur des Langsamverkehr jedoch darin besteht immer mehr innerstädtische Plätze und direkte Innenstadtverbindungen für den Radverkehr zu sperren, kann man bis heute nicht davon sprechen, dass der Radfahrer in Siegen und Umgebung gerne gesehen ist. Dort wo der „Hübbelbummler“ und auch Autos im Schritttempo immer noch fahren dürfen, wird der gemeine Radfahrer längst abgestraft und der Straße verwiesen.

Herr Hammerschmidt: Auf eine gute Zusammenarbeit, denn es gibt viel zu tun. Neben dem ebenso wichtigen außerstädtischen Radwegenetz in Südwestfalen sollte auch innerstädtisch dem Fahrradfahrer auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen die Möglichkeit gegeben werden Siegen ein Stückchen umweltfreundlicher und lebenswerter zu gestalten.

Die Kontaktdaten von Felix Hammerschmidt, Fahrradbeauftragter der Stadt Siegen:

Quelle:



Herr F. Hammerschmidt - Raum: 414
Straßenplanung, Fahrradbeauftragter - Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Arbeitsgruppe 7/1-2 Verkehr

Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen

Telefon: (0271) 404-3417
Telefax: (0271) 404-3233
E-Mail: f_hammerschmidt@siegen.de

Gesamttext und Quelle bezüglich dieser Bekanntgabe:


Felix Hammerschmidt nimmt seine neue Aufgabe ernst: Der 37-Jährige ist derzeit im Stadtgebiet vor allem auf 2 Rädern zu sichten.

Seit kurzem ist der Diplom-Ingenieur, bei der städtischen Abteilung "Straße und Verkehr" hauptsächlich mit der Straßenplanung befasst, der neue Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen. Hammerschmidt tritt damit die Nachfolge von Werner Siebel an. Dieser hatte die Funktion gut 12 Jahre lang, bis zu seinem Ruhestand Ende 2010, ausgeübt. Seitdem war die Funktion vakant beziehungsweise von Abteilungsleiterin Anke Schreiber kommissarisch mit betreut worden.
Der neue Fahrradbeauftragte ist gelernter Bauzeichner und studierter Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung Verkehrswesen (Universität Siegen). Berufliche Erfahrungen als Bauingenieur sammelte Felix Hammerschmidt sieben Jahre lang in einem Ingenieurbüro im Bereich Verkehrsplanung und Tiefbau, bevor er am 1. Juli diesen Jahres zur Stadt Siegen wechselte.
Zu den Aufgaben des Fahrradbeauftragten gehört die Betreuung aller Angelegenheiten, die "Pro-Rad", also das Programm fahrradfreundliche Stadt Siegen, und die Förderung des Fahrradverkehrs in Siegen betreffen. Intern hat dies zur Konsequenz, dass der Fahrradbeauftragte bei allen Planungen der verschiedenen Rathausabteilungen beteiligt wird, die den Fahrradverkehr berühren. Extern steht aktuell die Beschäftigung mit dem Regionale 2013-Projekt"Radnetz Südwestfalen" im Vordergrund. Hierbei handelt es um ein gemeinsames Vorhaben der Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis, durch das Südwestfalen künftig auch als Radsport-Region noch bekannter werden soll.
Der Unterstützung seines Dienstherrn kann sich Felix Hammerschmidt dabei sicher sein. "Unser Ziel ist es, die Stadt Siegen noch fahrradfreundlicher zu machen", bezieht Bürgermeister Steffen Mues klar Stellung - und gibt seinem neuen Fahrradbeauftragten gleich noch etwas (verbalen) Rückenwind mit auf dessen tägliche Erkundungstouren: "Ich setze hierbei auf kreative Ideen!" 


Donnerstag, 29. Juli 2010

Weniger Verkehrstote, aber mehr Fahrradunfälle













Zwar sinkt die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich, aber die Zahl der Fahrradunfälle ist in den vergangenen zwölf Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Dieses Warnschild weist Autofahrer in Moers vor dem Abbiegen auf Radfahrer hin.

Nie gab es weniger Verkehrstote als 2009, aber die Zahl der Fahrradunfälle steigt stetig an. Besonders gefährdet sind Kinder.

Die Zahl der Fahrradunfälle im Straßenverkehr ist in den vergangenen zwölf Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Wie der Auto Club Europa (ACE) jetzt mitteilt, waren vergangenes Jahr 82.520 Radfahrer an Unfällen mit Personenschäden beteiligt, was rund 14 Prozent aller im Straßenverkehr Verletzten ausmacht.

Dabei ist der Anteil an schweren Radunglücken bei Kindern verhältnismäßig hoch: Jeder dritte im Straßenverkehr tödlich verunglückte Junge unter 15 Jahren war mit dem Fahrrad unterwegs. Die meisten Verletzten gab es in der Altersklasse zwischen 45 und 55 Jahre. Dabei waren Männer häufiger in schwere Unfälle verwickelt. Besonders gefährlich leben Rentner – jeder zweite auf dem Fahrrad tödlich Verunglückte war über 65 Jahre alt.
Rund 42 Prozent der schweren Unfälle wurden von den Radfahrern selbst verschuldet: Häufigste Ursache ist die falsche Straßenbenutzung (36%), gefolgt von falschem Abbiegen (16,2%) und Vorfahrtmissachtung (14,5%). Überproportional hoch ist die Zahl der berauschten Radler: Jeder achte Radfahrer, der 2009 in einen Unfall verwickelt war, war alkoholisiert oder hatte andere Rauschmittel genommen. Zum Vergleich: Bei den Pkw-Unfällen war jeder 22. auf Alkoholeinfluss zurück zu führen.

Bei der regionalen Verteilung der Unfälle gibt es starke Unterschiede: Besonders häufig kamen Radfahrer im Nordwesten der Bundesrepublik zu Schaden: In Bremen wurden 187 Radler pro 100.000 Einwohner verletzt oder getötet, in Berlin waren es 155. Deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 97 pro 100.000 Einwohner lagen auch die Opferzahlen in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Relativ gering war die Gefahr, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu werden, für Radfahrer in Rheinland-Pfalz und Hessen (je 64), Thüringen (56) und dem Saarland (51). Dort ist das Risiko, mit dem Rad zu Schaden zu kommen, weniger als ein Drittel so groß wie in Bremen.

Die Zahl der Verkehrstoten insgesamt ist mit 4152 indes auch 2009 weiter gesunken - im 18. Jahr in Folge. Der Höchststand von 21.332 Toten war 1970 erreicht worden - Anfang der neunziger Jahre gab es jedoch einen leichten, durch die Wiedervereinigung Deutschland bedingten Anstieg, seitdem sinkt die Zahl ununterbrochen.

Erster Kommentar zu diesem Artikel:

















Quelle:
http://www.welt.de

Originalmeldung unter www.ace-online.de

Fahrradunfälle - Eine Studie des ACE "Auto club Europa" (im Wortlaut)

Montag, 21. Juni 2010

Meilenstein 10.000 km – Mit dem Rad zur Arbeit

Im Sommer 2007 habe ich begonnen, regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Inzwischen habe ich mich mit den nicht gerade unterstützenden Rahmenbedingungen der Stadt Siegen arrangiert und nehme die fahrradunfreundliche Behandlung in Kauf, um für mich etwas Gutes zu tun. Heute habe ich einen weiteren Meilenstein, die 10.000km Marke, „geknackt“.


Ein kurzes Resümee: In den vergangenen 3 Jahren hat sich an der Verbesserung der Infrastruktur für den Langsamverkehr in Siegen nichts, absolut nichts getan. Ok, es sind einige Verbotsschilder mehr aufgestellt worden, um Fahrradfahrer/innen aus der Stadtmitte zu verbannen. Die Möglichkeiten Fahrräder sicher abzustellen, um anschließend einzukaufen, tendieren gegen „nicht vorhanden“. Fahrradschutzstreifen sind ebenfalls so gut wie nicht vorhanden. Dort wo sie markiert sind, dürfen sie unter Duldung der Stadt Siegen und der örtlichen Polizeibehörde zugeparkt werden. Markierungen zur Sicherung eines straßenkreuzenden Radweges werden nicht erneuert. Die Radwegeverantwortlichen der Stadt Siegen machen einen verdammt guten Job. Sie sparen Geld. Dieses Geld steckt man in Siegen lieber in andere Verkehrsobjekte, anstatt kleine Anreize für die Nutzung eines umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsmittels zu schaffen. Immerhin baut die Gemeinde Wilnsdorf zur Zeit zwischen Rinsdorf und Si-Eisern einen kombinierten Fußgänger/Radweg, um auf diesem Streckenabschnitt zu einem Sicherheitsplus beizutragen.

Trotz steigender Benzinpreise, trotz des wachsenden Bewusstseins etwas für die Gesundheit tun zu müssen, habe ich den Eindruck, dass in den letzten 3 Jahren der regelmäßige Fahrradverkehr in der Region nicht zugenommen hat. Fahrräder müssen vorhanden sein, denn wenn am 4. Juli 2010 im Siegtal erneut über 120 km Straßen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden, sind auf diesem Abschnitt zwischen der Siegquelle bis Au bis zu 100.000 Radfahrer/innen unterwegs.

Quelle: Natur und Kultur – Das Siegtal
http://www.siegtal.com/index.php?id=6

Wir sehen uns ... !?

Freitag, 3. April 2009

Der größte Feind des Radfahrer ...













...ist der Radfahrer !? Immer häufiger muss ich erleben, dass die geschundene Spezies der Radfahrer sich durch unerlaubte Aktionen selbst in die Ecke der Rüpel und Verkehrschaoten stellt. Heute morgen werde ich dem Radweg folgend von einem Radfahrer attackiert, der den Verkehrszeichen zum Trotz, sich zu einem Manöver hinreißen lässt, bei dem er mich fast in einen Unfall verwickelt. Ein Einzelfall? Leider nein. Ich ärgere mich auch täglich über die Gedankenlosigkeit und Frechheit vieler PKW- und LKW- Fahrer. Aber dürfen wir Radfahrer/innen daraus das Recht ableiten uns ebenso zu verhalten ?













Beispiel Berlin:

"Nico Hildebrandt war bedient: 86 Euro (inklusive Gebühren) und einen Punkt in Flensburg - das war die traurige Strafenbilanz seines heutigen Arbeitsweges. Nur legt er diesen nicht - wie man vermuten könnte - mit dem Auto zurück, sondern mit dem Fahrrad. Auf eben diesem hatte er die Kreuzung trotz roter Ampel überquert und den Streifenpolizisten direkt hinter sich nicht bemerkt. Verkehrssünder Hildebrandt hatte zwar noch versucht, mit dem Beamten zu diskutieren, aber dieser ließ nicht mit sich reden. Als Radfahrer müsse er sich ebenso an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten wie alle anderen - fertig, aus."

Quelle:
http://www.welt.de/finanzen/article1856815/Wenn_Radfahrer_in_Flensburg_Punkte_sammeln.html#




...Bußgeldkatalog für Radfahrer - Stand 01.02.2009

http://www.polizei-nrw.de/muenster/stepone/data/downloads/26/01/00/bussgeldkatalog-fuer-radfahrer.pdf

Dienstag, 17. März 2009

Im Dunkeln sind Schlaglöcher für Radfahrer lebensgefährlich













Schlaglöcher sind bereits für Autofahrer ärgerlich und können zu beträchtlichen Schäden an dem KFZ führen. Werden diese Straßenabschnitte von Zweiradfahrer benutzt, so werden die Fahrbahnschäden für diese Verkehrsteilnehmer zu einer lebensbedrohenden Gefahr.

ADFC:

"Wir fordern kein Schlaglochprogramm, aber natürlich müssen die saisonalen Schäden möglichst schnell beseitigt werden, wenn sie die Sicherheit gefährden. Dafür müssen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir weisen aber regelmäßig darauf hin, dass die Straßenbelege ebenso wie die Beläge der Radwege auf den Bürgersteigen intakt und angemessen sein müssen. Leider gibt es gerade bei den Radwegen einen großen Nachholbedarf zur Sanierung. Der Fahrbahnbelag muss ebenfalls verkehrssicher sein, wenn der Radfahrer, wie vom Senat gewollt, die Straßen nutzen soll. Es ist auch sinnvoll, immer mehr Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen zu verlegen, um diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind, für die übrigen Verkehrsteilnehmer sichtbarer zu machen. Breit genug für diese Streifen sind die Straßen, natürlich sollten sie auch in anständigem Zustand sein."

Leider werden auch in Siegen entsprechende Schäden nicht mit der gebotenen Eile repariert. Ein Fahrbahnschaden, der für Autofahrer noch keine Bedrohung darstellt, kann jedoch für einen Radfahrer bereits zu einer Unfallgefahr werden. Auch dieses Nichthandeln in Siegen kann mit der Absicht verbunden sein, Radfahrer aus dem Straßenverkehr fernzuhalten. Weltweit ist ein Bemühen zu erkennen, den unmotorisierten Langsamverkehr in das gesamte Verkehrskonzept zu integrieren, aber Siegen bleibt seiner deutlich erkennbaren Haltung treu. Es gibt zum Glück in Siegen immer noch einige Unerschrockene, die sich von diesem negativen Umfeld nicht abschrecken lassen, aber leider werden es durch diese fehlenden Maßnahmen auch nicht mehr.

Dienstag, 3. Februar 2009

Der Klimaschutz ist jetzt auch in Siegen angekommen

"Aktiver Beitrag zum Klimaschutz auf lokaler Ebene:
Klimaschutzkonzept der Stadt Siegen wird fortgeschrieben"














Auszug:

"...Die durch den Kohlendioxid-Anstieg in der Atmosphäre verursachte Veränderung des Klimas ist eine der größten Herausforderungen weltweit. Auch die Stadt Siegen ist von dieser Problematik betroffen und muss die Frage beantworten, welche Möglichkeiten es auf lokaler Ebene gibt, durch Energieeinsparungen oder durch Nutzung erneuerbarer Energien die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren.

Maßnahmenkatalog überprüft und fortgeschrieben
Im Rahmen einer interfraktionellen Arbeitsgruppe wurden die bisherigen Maßnahmen auf ihre Klimarelevanz, Umsetzbarkeit und Kosten geprüft sowie durch weitere Maßnahmen ergänzt.
Insgesamt enthält der überarbeitete Maßnahmenkatalog, der jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, 55 Einzelmaßnahmen aus den Handlungsbereichen

Maßnahmen im Bereich der Stadtverwaltung:

- Maßnahmen im Energiesektor

- Klimagerechte Bauleitplanung

- Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor

- Maßnahmen im Natur- und Grünbereich

- Öffentlichkeitsarbeit...."


http://www.siegen.de/standard/page.sys/details/eintrag_id=2250/content_id=2113/25.htm

Ein wenig hellhörig wurde ich, als ich die Maßnahme "Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor" gelesen habe. Wenn ich mir jedoch die Bemühungen im Radwegenetz der letzten Jahre anschaue, ist meine Hoffnung auf eine Verbesserung dieser Infrastruktur recht schnell auf ein realistisches Kleinstmaß gesunken. Im Gegensatz zu vielen anderen fahrradfahrerfreundlichen Städten ist in Siegen absolut kein Bemühen für ernsthafte Schritte im Ausbau und in der Sicherung der Radwege zu erkennen.
Schade, denn in diesem Sektor wäre eine deutliche Emissionsminderung recht schnell möglich.

Zitat Bürgermeister Steffen Mues:

"..."Viele der dort aufgeführten Maßnahmen konnten umgesetzt werden; auf anderen Gebieten besteht noch Handlungsbedarf", resümierte Bürgermeister Steffen Mues bei seinem Amtsantritt. Er hat daher umgehend die Verwaltung beauftragt, das städtische Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 1998 fortzuschreiben...."

Herr Mues, setzen Sie Ihre Forderungen um. Yes You Can !!! Ein Tipp meinerseits: Im Bereich des komplett emissionsfreien Langsamverkehr in Siegen steckt noch verdammt viel Potential. Leider wäre auch hier eine entsprechende Lobbyarbeit nötig, die wir Radfahrer scheinbar nicht leisten können.

Wir sehen uns ...

Dienstag, 14. Oktober 2008

3000km Grenze überschritten...

Es ist geschafft. Ich habe bereits heute meine erhoffte Jahreskilometeranzahl von 3000 überschritten und dass, obwohl ich in den ersten 4 Monaten des Jahres, bedingt durch meine Marathonvorbereitung, nur 340km mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin.

Durch die zunehmende Dunkelheit steigt die Gefahr auf meiner Radstrecke zur Arbeit inzwischen deutlich an. Beleuchtung und diverse Reflektionsstreifen sind dabei kein sicherer Schutz vor pennenden Autofahrer/innen. Beim Abbiegen von der Hauptstraße in Si-Eiserfeld in Richtung des parallel zur Fahrbahn verlaufenden Radweges war es heute Morgen mal wieder so weit. Ich hatte mich bereits mittig auf der B54 eingeordnet und wollte gerade nach links abbiegen. Diese Lücke hatte ein an dem linken Straßenrad stehender schwarzer A6 Avant ( SI BO 8000) scheinbar ebenfalls für sich entdeckt. Obwohl ich inzwischen auf gleicher Höhe dieses Wagens war, beschleunigte er ohne mich wahrzunehmen von links kommend auf die rechte Fahrbahnspur Richtung Siegen. Hätte ich nicht nach rechts ausweichen können, wäre es heute Morgen zu meinem dritten unverschuldeten Verkehrsunfall mit dem Rad gekommen. Gerade auf dieser Strecke sind deutlich zu wenige Radfahrer unterwegs. Leider sind Radfahrer kein fester Bestandteil im Siegerländer Straßenverkehr. Wir sind nicht in den Köpfen der Autofahrer/innen verankert, .... sie rechnen nicht mit uns. Wenn doch, ist es oft zu spät.



















Also Radfahrer/innen im Siegerland, weiterhin "Augen auf" und sehr wachsam auf den motorisierten Verkehr achten.

Wir sehen uns !!!

Freitag, 10. Oktober 2008

Die Polizei sorgt für mehr Sicherheit ...













An zwei Tagen hintereinander führte die Siegener Polizei auf meiner MitDemRadZurArbeit-Strecke eine (zufällige?) Beleuchtungskontrolle bei Fahrräder durch.












Das erste Mal standen sie noch recht gut getarnt, morgens um 7:15Uhr komplett unbeleuchtet, Ortsausgang Eiserfeld, halb auf dem Radweg. Einen positiven Einfluss hinterlies dieses Manöver sicher nicht, um die Sensibilität der Autofahrer gegenüber Radfahrer zu stärken. Heute stand ein Polizeifahrzeug neben dem Schutzstreifen innerhalb der Ortschaft Eiserfeld. Bitte nicht falsch verstehen, diese Aktionen sind absolut notwendig und dienen nicht zuletzt der Sicherheit der Radfahrer. Paradox an dieser Situation war jedoch, dass in Sichtweite der Polizei der sogenannte "Schutzstreifen" mal wieder von diversen Besuchern einer Eiserfelder Arztpraxis zugeparkt wurde. Das absolute Freihalten dieser Schutzzone für Radfahrer würde auch zu mehr Sicherheit beitragen, ist aber wie schon mehrfach erwähnt, auf diesem Straßenabschnitt politisch und polizeilich nicht erwünscht. Einige Meter hinter dieser Kontrolle versuchte ich sofort nach dem Anfahren an einer roten Ampel die Straßenseite zu wechseln. Trotz dem deutlichen und dauerhaften Anzeigen meiner Absicht, ab dem Zeitpunkt an dem die Ampel den Verkehr wieder frei gab, ließ mich der Fahrer eines Transporters der Zimmerei Krämer aus Siegen nur absolut wiederwillig und unter verbalem Gemecker auf die Mitte der Fahrbahn einfahren, damit ich anschließend links auf den Radweg Richtung Siegen einbiegen konnte. Ich werde diesen bedrohlichen Vorfall zur Anzeige bringen, da es bei einem Kind in dieser Situation zu einem tragischen Verkehrsunfall hätte kommen können. Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich auf, in welchen Kinderschuhen die Verkehrsicherheit der Fahrradfahrer besonders in Siegen steckt und wie gering die Achtung der Autofahrer gegenüber dieser hier doch fast ausgestorbenen Spezies ist. Tagtäglich muss ich damit leben, dass man mir auf Siegener Straßen nicht die Vorfahrt gewährt und ich so ohne eigenes Verschulden bereits in zwei Verkehrunfälle verwickelt wurde. Bislang gab es nur Sachschäden an meinem Fahrrad.

Daher ist es auch richtig und notwendig die Verkehrssicherheit der benutzter Fahrräder polizeilich zu überprüfen. Ich finde es nur schade, dass ein Auge weit aufgerissen ist, während man auf dem anderen Auge scheinbar komplett blind ist oder sein möchte. Aus diesen Situationen der permanenten Gefahr heraus, der man speziell auf Siegener Straßen ausgesetzt ist, entsteht unter den Radfahrer ein verständlicher Frust. Daraus resultieren Aktionen von Radfahrer die ebenfalls nicht vorkommen sollten, aber manchmal einfach nur ein Ventil für den Frustabbau darstellen. Ich möchte den Verstoß der Radfahrer gegen die Verkehrsregeln ausdrücklich nicht gut heißen. Aber das schwächste Glied in einer Kette ist auch nicht dauerhaft belastbar.

Warum stellen sich die Verantwortlichen in Siegen taub? Warum wird in Siegen der Ausbau und die Pflege des Radfahrnetzes nicht gefördert? Warum entzieht sich Siegen z.B. der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V."?

Es ist zum K..... sorry ....

http://www.fahrradfreundlich.nrw.de

Beispiel: Essen, es geht auch anders, wenn man will ...

http://www.essen.de/Deutsch/Leben/Verkehr/Verkehr_Fahrrad.asp?navibereich=leb

Wir sehen uns ... es fragt sich nur wann und wie lange noch ...

Dienstag, 7. Oktober 2008

Der ideologische Radfahrer ...

... oder ich bin besser als andere, ich tue schließlich was Gutes !!!














Die Hauptfehler der "ideologischen Radfahrer" (ich bin was Besseres, nur weil ich Rad fahre), die damit das schlechte Image aller Radfahrer fördern: Fahren ohne Licht (Schwarzfahrer), Nebeneinanderfahren (auch wenn kein Platz dazu ist), das Fahren in Fussgängerzonen (diese kurzen Weg kann man wirklich schieben), Abstellen vor Auslagen und Eingängen (selbst Radfahrer können einige Meter zu Fuß gehen), ignorieren von roten Ampeln.
Mit diesem Verhalten sind sie die Vorbereiter der Nummernschilder für Räder (wie in der Schweiz) und sie werden bei einer möglichen Einführung am lautesten schreien.


















Der Radfahrer ist kein "besserer" Mensch. Aber er könnte, wenn er sich an geltende Regeln hält, ein Vorbild für andere sein. Er könnte Zweiflern den letzten Schritt doch mal das Auto stehen zu lassen und stattdessen mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren, leichter machen. Er könnte anderen zeigen, dass umweltfreundliche Mobilität auch Spaß machen kann. Es ist kein Verzicht mit dem Rad zu fahren, vielmehr ist es ein Gewinn an Lebensqualität. Der erste Schritt ist der Schwerste. Klar, es gibt auch Momente (die gestrige Regenfahrt war so einer), die alles andere als uneingeschränkt schön sind. Aber selbst daraus kann man Positives schöpfen.


















Wir sehen uns ... ich bin übrigens der Radfahrer mit dem "Heiligenschein" !!!

Freitag, 19. September 2008

Siegener Radfahrer/innen: MISCHT Euch ein !!!

Brief an
Herrn Werner Schulte
Stadtplanung Siegen:














"Herr Werner Schulte
CDU-Siegen
Stadtplanung

eMail:
wr-schulte@online.de
fraktion@cdu-Siegen.de


Sehr geehrter Herr Schulte,

mit großem Interesse habe ich die heutigen Berichte zur Verkehrsberuhigung in Siegens Stadtmitte gelesen. Sie haben Recht, dass man auch die HTS in das Konzept zur innerstädtischen Verkehrsführung miteinbinden sollte. Die Stadtmitte würde durch diese Beruhigungsmaßnahme um ein vielfaches "lebenswerter" und attraktiver werden.

Leider habe ich in diesem vorerst grob umrissenen Konzept die Berücksichtigung des Langsamverkehr, gerade im Bezug auf die Nutzung des Fahrrades für die Bewältigung von innerstädtischen Kurzstrecken vermisst. Das Fahrrad wird im Zuge des Pendelverkehrs zum Arbeitsplatz und generell für kurze Strecken eine immer größere Bedeutung gewinnen. Auch wenn an dieser Stelle der Benzinpreis noch die größere Rolle des Umdenkens spielt als die Einsicht durch die Mehrnutzung des Fahrrades zu einer ruhigeren und lebenswerteren Stadt zu gelangen. In vielen Städten (http://www.fahrradfreundlich.nrw.de) wird bereits seit langen neben dem Autoverkehr dem unmotorisierten Langsamverkehr eine größere Bedeutung geschenkt. Ich gebe zu, viele Städte haben durch ihre Lage und Ausdehnung vielfältigere Möglichkeiten allen Verkehrsteilnehmern gerecht zu werden. Aber ich bitte Sie, gerade zu dem Zeitpunkt einer Neuplanung, diesen Aspekt deutlicher zu berücksichtigen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Ich fahre seit Jahren fast täglich mit dem Rad von Wilnsdorf-Rinsdorf nach Siegen-Weidenau zu meinem Arbeitsplatz. Ich freue mich bereits über kleinste Veränderungen, die dem Radfahrer im alltäglichen Berufsverkehr das Leben ein wenig leichter machen.
Auch wenn ich die behördlich abgesegnete Nutzung des Fahrradschutzstreifens in Eiserfeld als Parkfläche für Arztpraxen und Geschäfte grundsätzlich nicht verstehen kann, so gewöhnt man sich auch an diesen befremdlichen Umstand. Aussagen wie "...bevor die Besucher von Arztpraxen, Geschäften und Privathäuser dort nicht mehr parken dürfen, wird der Schutzstreifen eher wieder ganz entfernt..." lassen in mir auch den letzten Protest gegen diese doch einmalige Nutzungsänderung bröckeln.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die Interessen des kompletten Langsamverkehr, die großen und kleinen Fußgänger, die Kinder auf Roller und Inline Skates und auch die Radfahrer stärker in das jetzt beginnende Planungsstadium einbinden würden. Selbst eine Umfrage, was sich die Menschen für die "Neue Stadtmitte" in Siegen wünschen, könnte den einen oder anderen interessanten Aspekt zu Tage fördern.

Das Motto für den NRW-Tag 2010 "Siegen pulsiert" sollte aus meiner Sicht den Anstoß für ein gemeinsames Verkehrskonzept für motorisierte und nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer vorantreiben.

Neue verkehrberuhigte Zonen, ein verbessertes und durchgängiges Radwegenetz durch Siegen und nicht nur an den Rand unter die HTS gedrängt, würde auch in Verbindung mit einer zentral geschaffenen Radstation mitten in Siegen vielen Radfahrer/innen die Angst vor der Straßenmitbenutzung in der Stadtmitte nehmen.

Es wäre schade, wenn z.B. die im dem Artikel aufgeführten verlorenen Einnahmen des Stadt-Kämmerers durch den Wegfall von KFZ-Parkflächen, die jetzt beginnende Planung komplett einseitig in Richtung der motorisierten Interessengemeinschaft verschieben würden. Warum dürfen wir uns in Siegen nicht genauso wohl fühlen, wie wir es uns für die in unserem Urlaub besuchten Städte wünschen?

Ein Einkauf, eine Radfahrt oder auch nur ein Spaziergang durch Siegen sollte sich wie Urlaub "anfühlen".

Mit freundlichen Grüßen ... "


In vielen Städten ist man stolz auf den namensgebenden Fluss. In der Stadtmitte von Siegen wird er zubetoniert und als Parkplatz genutzt. Armselig !!!

Mittwoch, 10. September 2008

Die Stadt Siegen geht in die Offensive

Die Stadt Siegen hat Wort gehalten und die Schutzstreifenmarkierung in Siegen-Eiserfeld erneuert. DANKE !!! Ich wäre gestern Abend vor Freude fast vom Rad gefallen, als ich diese jetzt deutliche Markierung zum ersten Mal gesehen habe.














Neben den Radfahrern, die sich über diese Maßnahme freuen, haben auch die Halter von KFZ einen nicht zu unterschätzenden Nutzen. Ihr "Parkstreifen" ist nun noch deutlicher von dem Rest der Fahrbahn zu unterscheiden.














Ich möchte an dieser Stelle nochmals meinen Hinweis an auswärtige Polizisten wiederholen, die sich auf diese Seite verirrt haben und vielleicht ein wenig verwundert sind: Hier bei uns in Siegen ist diese ungewöhnliche "Parkplatznutzung" behördlich abgesegnet. Aussage: "Bevor die Besucher von Arztpraxen, Geschäften und Privathäuser dort nicht mehr parken dürfen, wird eher der Schutzstreifen wieder entfernt."

Daher freuen sich die Radfahrer/innen auch über diesen "Streifen" ohne wirklichen "Schutz".

Denn: Ein wenig Schutz ist besser als gar kein Schutz.

Hoffentlich wird in anderen "Verkehrsfällen" der Schutz wichtiger genommen:

Freitag, 29. August 2008

Fahrradfahren erwünscht !?!

Ob das Fahrrad als ein gleichberechtigtes Fortbewegungsmittel bei den Verantwortlichen und in der Gesellschaft akzeptiert ist, lässt sich sehr schnell feststellen. Ein einziges Zeichen macht dies deutlich.

"the simplicity of established bike culture"














... in Kopenhagen ist dies der Fall.

Mittwoch, 27. August 2008

Der "Rübennasenindikator"

Meine inzwischen fast täglichen Radfahrten zum Arbeitsplatz sind mal mehr, mal weniger gespickt mit Erlebnissen die knapp an einem Unfall vorbeischrammen. Manchmal vergeht kaum noch ein km ohne dass ich mich als Radfahrer dieser Rücksichtslosigkeit gegenüber ziemlich wehrlos vorkomme. Außer einem Wutschrei fällt mir oftmals nichts mehr ein, um auf diese Attacken zu reagieren. Um das "A"-Wort zu umgehen, brülle ich inzwischen das geschlechtslose "Rübennase" heraus. Da es heute Morgen mal wieder ziemlich "aufregend" war, kam mir die Idee meine Fahrten mit einem "Rübennasenindikator" zu belegen, der den Grad der Dreistigkeit mir als Radfahrer gegenüber recht deutlich aufzeigt.

Nachfolgende "Geschmacklosigkeiten" (Liste wird ständig erweitert) führen zu einer Wertung:

von einem Auto mit einem Abstand kleiner 50cm überholt werden

Radweg zugeparkt oder zugestellt

Schutzstreifen im ruhenden Verkehr zugeparkt

Schutzstreifen im Stau zugestellt

ein KFZ prüft mit weit in die Fahrbahn gestreckter Front, ob neben einem zu vernachlässigbarem Radfahrer ein gegnerisches KFZ den Einbiegevorgang verhindern könnte

meine Vorfahrt wird durch ein KFZ grob missachtet

der Hund an der Leine läuft links auf dem Radweg und das Herrchen trabt rechts entlang (oder auch umgekehrt)

Radfahrer, der die Verkehrsregeln und/oder Sicherheitsvorgaben missachtet

Radfahrer, der sich rücksichtslos auf Radwegen oder kombinierten Fuss-/Radwegen verhält (kommt leider nicht selten vor)

durch KFZ ausgebremst werden

Rechtsabbieger ohne Schulterblick bei Überqueren eines Radschutzstreifens

Rechtsabbieger ohne Schulterblick und ohne Blinker bei Überqueren eines Radschutzstreifens

Rücksichtslose Einparkmanöver von Parkplatzsuchenden (oft Schüler) auf einer Fahrradstraße

Fußgänger queren unvermittelt die Straße, ohne auf den rückwärtigen (recht lautlosen) Verkehr zu achten

Nach inzwischen einigen tausend Kilometer Berufsverkehrerfahrung gelingt es mir meist gefährliche Situationen vorherzusehen. Nichtsdestotrotz wurde ich inzwischen unverschuldet in zwei Verkehrsunfälle verwickelt, die zum Glück nur mit Sachschäden und kleineren Verletzungen endeten.

Im Siegerland trägt die geringe Radfahrquote zwangsläufig zu einer geringeren Rücksichtnahme gegenüber Fahrradfahren/innen bei als dies in bekannten Radfahrstädten der Fall ist. Aus leidvoller Erfahrung mit der Stadt Siegen und dem Einsatz der örtlichen Polizei komme ich leider zu dem Schluss, dass man in Siegen nichts tun würde, was den Autoverkehr zum Wohle des Radverkehrs auch nur im geringsten einschränken könnte.

Warum fahre ich weiter mit dem Rad? Inzwischen kennt man einige Leidensgenossen von den regelmäßigen Fahrten und freut sich diese fast täglich zu sehen. Ich habe sogar das Gefühl, dass wir mehr werden. Außerdem macht es mir trotz allem immer noch großen Spaß mit dem Rad zu fahren. Der Tag ist eingerahmt in Bewegung, die neben dem gesundheitlichen Aspekt inzwischen auch einen nicht unerheblichen finanziellen Anreiz bietet.

Man sieht sich !!!

Dienstag, 22. Juli 2008

O-Ton Stadt Siegen zum Thema Radwege








"Die Förderung des Radverkehrs ist eine wichtige Aufgabe innerhalb der Verkehrsplanung der Stadt Siegen. Die Bedeutung des Fahrrades als alltägliches Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Stadt Siegen bietet gute Voraussetzungen für den Radverkehr im Alltag und in der Freizeit.

Auch den Komfort und die Sicherheit der Radwege hat unser Fahrradbeauftragte stets im Blick. So werden beispielsweise Bordsteine abgesenkt, Markierungen aufgefrischt oder neu aufgetragen, Oberflächen von Radwegen erneuert und - wo es erforderlich ist - rot eingefärbt. "

http://www.siegen.de/standard/page.sys/453.htm

Nochmals zur Erinnerung ... die Ansprechpartner bei der Stadt Siegen:

http://www.siegen.de/ols/page.sys/aufgabeID=761&mitarbeiter=1/283.htm

Wer in Siegen mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird bestätigen, dass das obige Bild leider keine Ausnahme darstellt. Es steht daher symbolisch für die absolut untergeordnete Rolle des Radverkehrs innerhalb der Verkehrsplanung der Stadt Siegen.

Montag, 21. Juli 2008

Vernachlässigte Radwegemarkierung - symptomatisch für vieles in Siegen

Kopenhagen zeigt wie es sein könnte:














In Kopenhagen macht man sich Gedanken über großzügige Sicherheitszonen für Radfahrer und in Siegen fehlt ein Eimerchen Farbe für die Instandsetzung der wenigen überhaupt existierenden Radwegemarkierungen. Dies wäre ein Sicherheitsgewinn für kreuzende Radfahrer/innen.

Siegen, eine Provinz für die Sicherheit im Radverkehr.















Siegen - Heeserstraße in Richtung Tiergartenstraße
"..eine sich ins Nichts auflösende Radwegmarkierung"

Dieses hartnäckige Wegschauen der Behörden hat, wenn es um die Interessen von Radfahrer geht, schon eine gewisse Gesetzmäßigkeit. (siehe Post über die sogenannte Fahrradschutzzone in Siegen-Eiserfeld).

Warum investiert man in Siegen so wenig in den Ausbau und in die Sicherheit von Radfahrer/innen? Es wird endlich Zeit, dass auch in Siegen ein Ruck durch die Köpfe der Verantwortlichen geht, um auch bei uns in Siegen den Trend hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu starten.

In anderen Städten ist man auf diesem Wege schon einen großen Schritt weiter.

http://www.fahrradfreundlich.nrw.de

Wir sehen uns !!!