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Mittwoch, 26. November 2014

Neuer Zwischenstand "Fahrradklima-Test 2014"

Teilnehmerstand am 24.11.2014:
 ("geklammert" sind die Teilnehmerzahlen aus dem Jahr 2012)

Siegen:            300 (282)
Wilnsdorf:        76 (6)
Kreuztal:          53 (42) 
Netphen:          49 (18)
Hilchenbach:   39 (66)
Freudenberg:    8 (6)

Die Umfrage zur "aktuellen Situation" für Fahrradfahrer endet am 30.November 2014.

Hier geht es zum Onlinefragebogen für alle diejeniegen, die noch abstimmen wollen...

Mittwoch, 24. September 2014

ADFC-Fahrradklima-Test 2014

Es ist wieder soweit. Der ADFC bittet um die Bewertung der örtlichen Fahrradsituation. Diese Chance einer ehrlichen und objektiven Bestandsaufnahme sollten wir uns nicht entgehen lassen.
Schließlich wird auch im Siegener Rat an der Umsetzung eines Radverkehrskonzeptes für Siegen "gearbeitet". Die erste hilfreiche Unterstützung bei dieser Mammutaufgabe können wir bereits mit unserer Bewertung leisten.
Im Original:
"Wie fahrradfreundlich ist Ihre Stadt oder Gemeinde?
Wie wohl fühlen Sie sich als Radfahrerin oder Radfahrer in Ihrer Stadt oder Gemeinde? Bewerten Sie die Fahrradsituation vor Ort und tragen Sie damit zur Verbesserung des Verkehrsklimas bei. Der Fahrradklima-Test des ADFC ist die größte Umfrage dieser Art."
Quelle: ADFC

Donnerstag, 25. Juli 2013

Schluss mit "RadFrust im Siegerland" ...die "Lust" ist raus

Meine Erklärungsversuche, Gründe, Ausreden, kleinkarriertes Gehabe ?!  Sch... egal

Eine Fahrradweginfrastruktur, die seit Jahren im Fahrradklimatest mit "mangelhaft +" bewertet wird...

...und eine Stadt Siegen, die dieses Ergebnis ignoriert und nichts Elementares unternimmt, zumindest auf ein "ausreichend -" zu gelangen.

Ein Bürgermeister, dem der gemeine Radfahrer in seiner Stadt sowas von egal ist... Seine aufgesetzte Fahrradsympathie flackert  lediglich bei publikumsintensiven Massenveranstaltungen auf. Ansonsten hat er ja seine Mitarbeiter, die das traurige Kapitel "Radverkehr in Siegen" verwalten und letztendlich wohl auch zu Grabe tragen.

Ein Fahrradbeauftragter, der seit seiner Einführung nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten ist und schlagzeilenärmer ist, als meine 81 jährige Mutter. Scheinbar kampflos ergibt er sich zum Nichtstun verdammt zu sein. Er ist irgendwie auch nicht zu beneiden.

Eine Stadtrat, der dem Ältestenrat mehr Gehör schenkt, als einer aufkeimenden, gesunden, umweltfreundlichen Bewegungsform mehr Freiheiten in dem Siegener Straßenverkehr einzuräumen... Siegen könnte ruhiger und feinstaubärmer werden, wird es aber nicht.

Eine Polizei vor Ort, die das Parken in Schutzstreifen mit offenen Augen toleriert... 
absolutes Unverständnis meinerseits.

Eine Verkehrsbehörde, die in einer verkehrsberuhigten Straße im Zentrum von Siegen dem motorisierten Verkehr bei Schritttempo alles erlaubt, aber den Radfahrer zum Absteigen unter Strafe zwingt... Billigste Lobbyarbeit auf unterster Ebene.

Autofahrende Mitbürger, die den hiesigen Radfahrer als zum Abschuss freigegeben ansehen und ihn als die größtmögliche Störung und Gefahr im Verkehr betrachten... Je weniger, desto besser. Ok, diesen Gefallen tue ich euch jedoch nicht.

Eine Stadt mit Fahrradstraßen als billige Alibifunktion...

Seit Jahren ändert sich in diesem Fahrradfahrerniemandsland Siegen nichts, absolut nichts. Anschreiben an den Bürgermeister, den Fahrradbeauftragten, die Polizei bleiben entweder komplett unbeantwortet oder die entsprechenden Reaktionen bleiben inhaltlich haarsträubend farblos und perspektivlos.

Hier in Siegen, der Universitätsstadt ohne Wohnraum für Studenten, der Großstadt, die eigentlich keine mehr ist, kann man sich seinem Schicksal nur ergeben.

"Zu steil", "zu eng", "zu teuer", "zu gefährlich", "zu wenig" ... bla bla bla.

Wenn man möchte oder sollte (Radverkehrsplan 2020), aber derjenige ganz oben in der Verantwortungsebene dem Fahrrad keine Chance geben will, dann wird der Radverkehr in Siegen auch nicht funktionieren.

Weder die SPD noch die jetzt verantwortliche CDU haben in Siegen legislaturübergreifend ein Interesse an der Verbesserung des Radverkehrs. Zumindest in diesem Punkt ist man sich einig. Wahlentscheidungen werden immer schwieriger.

Soll ich weiter über diese sich seit Jahren in keiner Form ändernden Umstände schreiben oder sollte ich meine Zeit nicht doch sinnvoller nutzen?


Mein Entschluss: Ich bin raus... Bye

Freitag, 21. Juni 2013

Die "5 Abweichler" der CDU verhindern einen Stoppversuch der eigenen Partei

Quelle: Siegener Zeitung  

Vielen Dank an die "5 Abweichler" der CDU, die den von Herrn Christian Doppler  (CDU) eingebrachten Stoppversuch "Fahrradfahrer raus aus der Bahnhoftstraße" haben abblitzen lassen. Die "5" waren bei der entsprechenden Abstimmung einfach nicht anwesend. 
Demokratie mal ganz anders.

Siegens Einwohnerzahl rutscht unter die magische Grenze von 100.000. Der "Zensus" hat ins Schwarze getroffen. Die Verantwortlichen rotieren um die Wette. Es gibt nicht die ganz große Lösung, dies im positiven Sinne wieder zu verändern. Viele kleine Dinge weisen einer Stadt jedoch das Attribut "lebenswert" aus. Dieses Attribut wird von den Menschen bei der Standortsuche bewusst gesucht und fließt mit in die Entscheidung ein, Siegen als Arbeits-, Wohn- und Lebensort auszuwählen. Wen möchte man für Siegen gewinnen? Jungen Menschen, auch den jetzigen Studenten in Siegen, sollte man eine weltoffene, lebenswerte Stadt präsentieren. Dazu zählt unter anderem der Umgang mit Kinder, Fußgänger und Radfahrer. Eine verknöcherte Diskussionen über eine mögliche Nutzungsaufteilung und die permanenten Verbote für den Langsamverkehr machen eine Stadt nicht unbedingt attraktiver. Ein Radverkehrsanteil von 3% spricht Bände. Als jahrelanger Radfahrer kommen mir selbst diese 3% noch zu hoch gegriffen vor. Siegen ist nicht in der Zukunft angekommen und wehrt sich  weiterhin mit allen Mitteln dagegen. Die Zukunft von Siegen ist keine feinstaubbelastete Innenstadt mit einer daraus resultierenden Notwendigkeit eine Umweltzone einzurichten. Die Zukunft wird auch nicht durch eine fahrradfahrerunfreundliche Politik gestaltet. Das lebenswerte "Mehrgenerationshaus" beginnt auf der Straße, mit dem verständnisvollen Miteinander von Alt und Jung. Eine nur auf die Bedürfnisse einer Graukopfgesellschaft (ich gehöre in den Augen der heutigen Jugend auch schon dazu) gerichtete Politik vergrätzt die Jugend, vergrätzt die Zukunft, die auch Siegen so bitter nötig hat.

In fast allen Großstädten funktioniert das Miteinander von Fußgänger und Radfahrer in Einkaufszonen reibungslos. Selbst Touristenhochburgen mit einem ebenso großen eigenen Fußgängeranteil wie z.B. Berlin, Dresden, Füssen oder Garmisch lassen dieses Miteinander bewusst zu. Es funktioniert. Siegen dagegen mausert sich immer mehr zu der feindlichsten Stadt Deutschlands (der Titel Großstadt ist ja wohl weg) in Bezug auf Fahrradverkehr. Die Note „mangelhaft+“ beim letztjährigen Fahrradklimatest unterstreicht dies recht eindeutig. Altbackene Parteimitglieder und die Wünsche des Seniorenrates blockieren in Siegen z.B. seit 20 Jahren dieses Miteinander des Langsamverkehr in der Bahnhofstraße. Den Vorschlag diese Passage bis 8:00 Uhr morgens und dann wieder ab 21:00 abends für den Radverkehr zu öffnen, zeigt die realitätsfremde Wahrnehmung dieser egoistischen Verhinderungstruppe. Will man in Siegen bessere Luft und eine ruhigere Innenstadt, dann muss man auch Schülern, Studenten und Berufstätigen die Möglichkeit bieten das Fahrrad zu nutzen. Mit dem Innenstadtcampus will man die Siegener Innenstadt beleben, aber bitte nach "unseren" Regeln. Siegen ist und bleibt in Bezug auf das umweltfreundlichste und gesündeste Fortbewegungsmittel kleinkariert und rückständig. Siegen verliert an Einwohnerzahlen. Es geht nicht darum die eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere aufzumischen, aber wenn Siegen es nicht schafft neben dem Auto auch den gesamten Langsamverkehr attraktiv zu gestalten, dann wird unsere Stadt auch nicht zu einem Anziehungsmagnet für junge Menschen und Familien werden. Was wollen Senioren in einer vergreisten Stadt ohne Jugend. Dort wo junge Menschen fehlen, gehen einer Stadt perspektivisch die Zukunftsmodelle für immer verloren. 

Die Mischung macht‘s. Denn dann muss jeder auf den anderen Rücksicht nehmen. Der einjährige Feldversuch "Fahrrad frei" in der Bahnhofstraße hat gezeigt, dass es funktioniert. Wie borniert muss man dann sein, dies zu ignorieren und scheinbar "lobbygesteuert" durch die "Ältesten der Stadt"  (Seniorenrat) dies mit einem eingebrachten Stoppversuch wieder zunichte zu machen. 
Wenn es der stockkonservativen CDU in Siegen nicht gelingt den Blick nach vorne zu richten, wird es auch nicht gelingen, die kleinen und großen Wünsche aller Bevölkerungsgruppen miteinander zu verbinden.
Herr Christian Doppler und Frau Dorothea Schleifenbaum stehen stellvertretend für diese langjährige Blockadehaltung, mit der man in Siegen alles in einer engstirnigen Betrachtung nicht vorstellbare mit allergrößter Sturheit verhindert, selbst wenn ein Feldversuch genau das Gegenteil behauptet.
Wenn es hart auf hart kommt, dann werden wieder die in ihrer Mobilität eingeschränkten bzw. auf Gehhilfen angewiesenen älteren Menschen angeführt, um den zarten Grashalm einer positiven Veränderung in Siegen mit aller Gewalt zu zertreten.
Ist Siegen wirklich auf dem Weg zu neuen Ufern oder setzt man dem rückwärtsgerichteten Denken nur eine neue Mütze auf. Ich will keine Gruppe gegen eine andere aufhetzen, aber eine Gesellschaft funktioniert nur durch das Miteinander und die gelebte Rücksicht aufeinander.

Siegen – Eine Provinzstadt, der in vielen Belangen das „Groß“ fehlt.

Zum Schluss noch eine Dankeschön an Frau Anke Schreiber (Leiterin der Abteilung Straße und Verkehr), die das positive Ergebnis des Feldversuches, trotz massiver Gegenwehr des "Ältestenrates" verteidigt hat. Siegen hat es wohl neben den mutigen Abweichlern der kompletten Opposition zu verdanken, dass die Abstimmung "für" uns Radfahrer ausgefallen ist. DANKE !!!
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SZ-Artikel vom  21.06.2013 

"Bahnhofstraße nicht nur Fußgängerzone / CDU-Stoppversuch

mir Siegen. Dass sich am Radfahren eine Debatte auch im Rat Siegen ergeben könnte, das konnte niemand ahnen. Beim Thema „Straßenwidmungen im Projektgebiet Siegen – Zu neuen Ufern“ hakte die CDU ein, Christian Doppler beantragte: „Radfahrer frei bitte streichen.“
20 Jahre diskutiert Siegen bereits, ob Radfahrer in der Fußgängerzone Bahnhofstraße fahren dürfen oder besser nicht. Jetzt soll es gestattet werden, ein einjähriger Versuch hat funktioniert. Aber Doppler blieb bei seiner argumentativen Linie: „Radfahrern ist es zuzumuten, die kurze Strecke zu schieben. Auch der Seniorenbeirat sieht das so.“
Da war selbst Angelika Flohren (SPD) fast sprachlos: „Ich glaub’ es nicht. Der Radfahrversuch ist doch gut gelaufen.“ Dem Seniorenbeirat empfahl sie, sich in Münster zu informieren, da funktioniere das seit vielen Jahren. Dorothea Schleifenbaum (CDU) bezweifelte das, sie hatte in Münster von Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern gehört.
Vollkommen unspektakulär gehe das zwischen Radfahrern und Fußgängern in der Bahnhofstraße, befand Angela Jung (Grüne): „Das ist kein Schritt in die Zukunft.“ Maria Opterbeck (CDU) beeindruckte das überhaupt nicht. Das Rad zu schieben, sei kein Zeitverlust. Man sollte vernünftig sein, auch wegen der Kinder. Sie fand es unmöglich, Radfahren in einer Fußgängerzone zu erlauben.
Der CDU-Antrag fand keine Mehrheit, die übrigen Fraktionen lehnten das Ansinnen mit breiter Mehrheit ab. Kaum war das Ergebnis verkündet, kehrten fünf CDU-Mitglieder geschlossen in den Saal zurück, ohne an der Abstimmung teilgenommen zu haben. Über Lautsprecher hatten sie die Debatte draußen verfolgen können.
Ein Zufall? Wohl kaum. Gar manchem Ratsmitglied blieb das erstaunte Grinsen im Gesicht stehen."

Dienstag, 14. Mai 2013

Fahrrad und Utrecht - eine natürliche Verbindung

Diese natürliche Verbindung von Utrecht zum Fahrrad lässt sich nicht sofort auf andere Städte übertragen. Aber auch die Verantwortlichen in Siegen sollten langsam gemerkt haben, dass der Raum in Siegen endlich ist. Es sollte in allen Städten, auch in Siegen das erklärte Ziel der Verkehrspolitik sein, nur den wirklich nicht vermeidbaren Autoverkehr innerstädtisch zuzulassen. Aber um dies voranzutreiben müssen Alternativen angeboten werden. Öffentlicher Personennahverkehr und eine deutlich bessere Infrastruktur für Fahrradfahrer. Aber genau dafür sind die Hürden in Siegen leider besonders hoch.

* Öffentliche Bereiche, Gastronomie, Kunst, Theater, Kino,...  müssen leichter mit dem Rad erreichbar sein.

* Fußgängerzonen sollten generell auch für Radfahrer im Schritttempo nutzbar sein.

* Überall sichere Abstellstellplätze für Fahrräder installieren und nicht in "homöopathischen Dosen"großzügig über Siegen verstreut

* Mehr und zentraler geführte innerstädtische Radwege auch wenn man dafür mal an dem Sockel des motorisierten Verkehrs kratzen muss

* ...
Lesenswertes: 
Besonders geeignet für den Siegener Fahrradbeauftragen und seinen Vorgesetzten.

Mit dem Angebot steigt die Nachfrage. Sobald die notwendige Infrastruktur vorhanden ist, werden auch die Siegener Bürger das Fahrrad wieder neu für sich entdecken.

Da der Stellenplan des Siegener Fahrradbeauftragten leider nur 20 Minuten pro Tag für diese eigentliche primäre Aufgabe vorsieht, werden die nachfolgenden Informationen wohl nur langfristig komplett zu bewältigen sein. Dementsprechend lange wird es wohl dauern, bis wir Fahrradfahrer mit den notwendigen Veränderungen rechnen dürfen.

 
P.S:
Diese Liste kann auf Wunsch beliebig fortgesetzt werden, denn gute Beispiel für einen integrierten Radverkehr gibt außerhalb von Siegen in Hülle und Fülle. 

Mittwoch, 17. April 2013

Lärm weiter reduzieren

Verkehrsausschuss Siegen:

"Lärm kann krank machen. Darum beschäftigte sich am Dienstag auch der Siegener Verkehrsausschuss mit dem Thema. 

db - Die Stadt Siegen nimmt den zweiten Schritt des Lärmaktionsplanes in Angriff: Am 
Dienstag gab der Verkehrsausschuss als erstes Gremium dem Verfahrensvorschlag der Verwaltung grünes Licht und damit quasi den Startschuss für das Verfahren. Schon am Donnerstag soll der Ausschuss für Umwelt ebenfalls seine Zustimmung erteilen. Die Stadt folgt damit der EU-Umgebungslärmrichtlinie, die von den Kommunen fordert, Lärmkartierungen und -aktionspläne aufzustellen. So sollen Lärmbelastungen festgestellt, deren Quellen ermittelt und entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen werden."

Quelle: Siegener Zeitung 

Link zur Lärmkarte NRW 

Ein Tipp in eigener Sache: 

Innerorts liese sich ein Teil des Lärms bereits dadurch reduzieren, dass mehr Menschen für kurze und mittlere Strecken das Fahrrad dem Auto vorziehen. 

Lieber Verkehrsausschuss Siegen, lieber Fahrradbeauftragter und lieber Bürgermeister Mues, im Prinzip wäre dies relativ einfach zu unterstützen, denn ein besseres Radwegenetz und sichere für Fahrradfahrer zu befahrenden Straßen würden schon Ihren Teil dazu beitragen. 
Die z.Z. bestehende Situation für Fahrradfahrer in Siegen hat der Fahrradklimatest 2012 eindeutig gezeigt:

Die Schulnote für Siegen lautet: 5+ (mangelhaft+) 

ADFC Siegen: Regionale Pressemitteilung des AFDC-Siegen zum Siegener Abschneiden im Fahrradklimatest 2012.



Mittwoch, 6. Februar 2013

Critical Mass Siegen - Eine Chance für mehr Gleichberechtigung

Wir Fahrradfahrer müssen uns Gehör verschaffen. Wir müssen die Straßen in Siegens Mitte nutzen und auf unser Recht, ein gleichberechtigter Teil des Straßenverkehrs zu sein, aufmerksam machen. Der Radweg unter der HTS steht nicht im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Vielmehr ist es das Ziel der Verantwortlichen uns an den Rand des Tales zu verbannen, damit der motorisierte Verkehr ungestört die Innenstadtstraßen nutzen kann. Dieses gesteckte Ziel scheint aufzugehen. Die Schulnote "Mangelhaft plus" für Siegen beim Radklimatest 2012 spricht eine sehr deutliche Sprache. Seit Jahrzehnten fährt unsere Stadt diese schlechte Bewertung ein und ebenso lange ist nicht die Spur eines Aufbruchs zu erkennen.

Daher würde uns eine regelmäßig stattfindende Critical Mass genau dorthin führen, wohin auch wir Fahrradfahrer gehören, mitten hinein ins Geschehen, hin zu den neuen Ufern von Siegen.

Daher nochmals der Aufruf des ADFC-Siegen an alle Interessierten einer solchen Veranstaltung, sich per Mail dort zu melden:

Quelle: ADFC-Siegen Tourenprogramm 2012

Dienstag, 5. Februar 2013

Siegen - "Katastrophales Ergebnis im Fahrradklima-Test"

Nachfolgend nochmals, diesmal in ausführlicherer Form, die Pressemitteilung unseres ADFC-Siegen bzgl. der Auswertung des Fahrradklimatest 2012:
Quelle: ADFC Siegen

Alle, denen das Fahrradfahren in Siegen irgendwie am Herzen liegt, zeigen sich bei diesem Ergebnis "Schulnote 5+ für Siegen" nicht überrascht. Selbst die dafür Verantwortlichen der Stadt Siegen müssten mit Blindheit geschlagen sein, falls sie diese Beurteilung nicht erwartet hätten. Und genau deshalb ist es aus meiner Sicht verantwortungslos, diesen seit Jahrzehnten bestehenden mangelhaften Zustand unseres Radwegenetzes in Siegen wissentlich zu akzeptieren, ihn bewusst hinzunehmen, ihn zu verantworten.
Es ist eine Schmach für unsere sogenannte Großstadt Siegen, das Oberzentrum für eine ganze Region

Montag, 4. Februar 2013

Berichterstattung "ADFC Fahrradklimatest 2012"

An:
Redaktion Radio Siegen (redaktion@radio-siegen.de)
Studio Siegen Aktuelle Stunde - WDR (studio.siegen@wdr.de)
Berichterstattung  "ADFC Fahrradklimatest 2012"

Sehr geehrte Damen und Herren.

Am Freitagvormittag wurde das Ergebnis "ADFC Fahrradklimatest 2012" im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin, veröffentlicht.  Diese von vielen heimischen Fahrradfahrern mit Spannung erwartete Auswertung, basierend auf einer bundesweiten Umfrage aus dem Jahr 2012, wurde erfreulicher Weise auch von Ihren Redaktionen in dem jeweiligen Nachrichtenblock aufgegriffen. Dabei wurden das Engagement und das wiederholte sehr gute Abschneiden von z.B. Münster hervorgehoben. Die Sieger sollten auch genannte werden. Aber warum wurde dann von ihnen, zumal Siegen ebenfalls in der Ergebnisliste geführt wurde, das katastrophale Abschneiden unserer Heimatstadt mit keinem Wort erwähnt. Dies wäre eine Gelegenheit gewesen, mit erhobenen Daten, ganz ohne subjektive Einschätzung, die seit Jahrzehnten bestehende miserable Situation für  Siegener Fahrradfahrer und auch für die Gäste unserer Heimat darzustellen.
Warum haben sie, beide Regionalredaktionen vor Ort, ihre Berichterstattung nicht um diesen einen Ergebnissatz ergänzt? Die anschließende Bewertung wäre nicht die Aufgabe einer Nachrichtensendung gewesen, die Berichterstattung über das Abschneiden von Siegen schon.

Diese Bewertung wurde heute von dem ADFC-Siegen in der Siegener Zeitung publiziert:

"ADFC: 15 Jahre Stillstand im Radverkehr

sz Siegen. Den bundesweiten Fahrradklima-Test (SZ-Bericht „Siegen/Hilchenbach keine Fahrradstädte“ vom 2. Februar) hat jetzt auch der örtliche ADFC kommentiert. Überschrift: „Rostige  Speiche in Bronze, katastrophales Ergebnis für Siegen“. Mit einem „Mangelhaft plus“ habe Siegen abgeschnitten, belege den peinlichen drittletzten Platz unter Städten vergleichbarer Größe.  In der Gesamtnote zeige sich für Siegen keine Verbesserung im Vergleich zur Untersuchung von 2003. Einen Fahrradstadtplan aus dem Jahr 1997 könne man auch heute noch problemlos verwenden, es gebe zur aktuellen, nur digital verfügbaren Version faktisch keine Unterschiede.  Dies dokumentiere 15 Jahre Stillstand. Ein Radweg entlang der HTS reiche da nicht mehr aus. Ein Fahrradbeauftragter mit einem Stellenumfang von 5 Prozent, der sich also täglich ca. 20 Minuten dem Radverkehr widmen  dürfe, könne naturgemäß seinen Aufgaben nur unzureichend gerecht werden. Von einem Winterdienst für die wenigen Radwege in Siegen träumten nur gänzlich Unverdrossene.
Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrradfahren finde aber von Seiten der Stadt allenfalls in homöopathischen Dosen statt. Der vom Bundesverkehrsminister kürzlich vorgelegte “Nationale Radverkehrsplan 2020“ sehe für  Städte wie Siegen ein Budget von wenigstens 800 000 Euro pro Jahr für Radverkehr vor. Siegen plane für Radverkehr 2013 magere 20 000 Euro ein. Dringend notwendig seien jetzt konkrete  Maßnahmen, die in ein Gesamtkonzept integriert sein müssten, damit Siegen auch in dieser Hinsicht eine lebenswerte Stadt werde."


Quelle: Siegener Zeitung vom 4.Februar 2013

Mit freundlichen Grüßen

ADFC: 15 Jahre Stillstand im Radverkehr

Ohne Kommentar:

"ADFC: 15 Jahre Stillstand im Radverkehr

sz Siegen. Den bundesweiten Fahrradklima-Test (SZ-Bericht „Siegen/Hilchenbach keine Fahrradstädte“ vom 2. Februar) hat jetzt auch der örtliche ADFC kommentiert. Überschrift: „Rostige Speiche in Bronze, katastrophales Ergebnis für Siegen“. Mit einem „Mangelhaft plus“ habe Siegen abgeschnitten, belege den peinlichen drittletzten Platz unter Städten vergleichbarer Größe. In der Gesamtnote zeige sich für Siegen keine Verbesserung im Vergleich zur Untersuchung von 2003.
Einen Fahrradstadtplan aus dem Jahr 1997 könne man auch heute noch problemlos verwenden, es gebe zur aktuellen, nur digital verfügbaren Version faktisch keine Unterschiede. Dies dokumentiere 15 Jahre Stillstand. Ein Radweg entlang der HTS reiche da nicht mehr aus. Ein Fahrradbeauftragter mit einem Stellenumfang von 5 Prozent, der sich also täglich ca. 20 Minuten dem Radverkehr widmen dürfe, könne naturgemäß seinen Aufgaben nur unzureichend gerecht werden. Von einem Winterdienst für die wenigen Radwege in Siegen träumten nur gänzlich Unverdrossene. Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrradfahren finde aber von Seiten der Stadt allenfalls in homöopathischen Dosen statt.
Der vom Bundesverkehrsminister kürzlich vorgelegte “Nationale Radverkehrsplan 2020“ sehe für Städte wie Siegen ein Budget von wenigstens 800 000 Euro pro Jahr für Radverkehr vor. Siegen plane für Radverkehr 2013 magere 20 000 Euro ein. Dringend notwendig seien jetzt konkrete Maßnahmen, die in ein Gesamtkonzept integriert sein müssten, damit Siegen auch in dieser Hinsicht eine lebenswerte Stadt werde."

Quelle: Siegener Zeitung vom 4.Februar 2013 

Freitag, 1. Februar 2013

Das Ergebnis des Fahrradklimatest 2012


Jetzt sind die Zahlen auf dem Tisch:


 

In der NRW-Städtebetrachtung 100.000 -200.000 Einwohner belegt Siegen vor Bergisch Gladbach den vorletzten Platz.   (...das war knapp...)

In der gesamtdeutschen Städtebetrachtung 100.000 - 200.000 Einwohner belegt Siegen vor Bergisch Gladbach und Pforzheim den drittletzten Platz. (...es geht voran...)

Lediglich im Bereich Fahrraddiebstahl konnte Siegen einen besseren Wert als den berechneten Mittelwert über alle Städte erzielen. Darüber wundere ich mich jetzt überhaupt nicht.  Wer traut sich bei der bestehenden Infrastruktur mit dem Fahrrad nach Siegen zu fahren? Selbst dort angekommen wird man solange mit neuen Auflagen verärgert, bis auch der letzte Radfahrer aus der Innenstadt vertrieben worden ist.

Der 1.Platz  in NRW in Bezug auf die Beteiligung pro 100.000 Einwohner mit 27 Teilnehmer geht ganz klar an Siegen. Ein deutliches Indiz dafür, dass diese Umfrage von den Siegener Bürger sehr ernst genommen worden ist. 
Ein Wink mit dem Zaunpfahl an die politischen Entscheidungsträger unserer Stadt.

Ob es den Siegener Verantwortlichen trotzdem gelingt etwas Positives aus diesen Zahlen zu interpretieren? Es dürfte aus meiner Sicht extrem schwer fallen. Gemessen an dem bisher real gestalteten Alltag für Radfahrer in Siegen, sollte aber auch dies irgendwie gelingen.

Gratulation an die Verlierer dieser Bürgerbefragung 2012.

Herr Muess, Herr Hammerschmidt und alle Ratsmitglieder der Initiative zur Behinderung der Siegener Radverkehrsentwicklung: Sind sie überrascht? Nein, oder doch? Oder haben sie etwa (zu recht) mit einem noch schlechteren Abschneiden der Stadt Siegen in diesem Fahrradklimatest gerechnet? Aber das war ja eigentlich kaum noch möglich.

Wundern sie sich tatsächlich über das Abstimmungsergebnis der Siegener Bürger und Fahrradfahrer beim Radklimatest 2012? Ich denke sie haben in den letzten Jahren bis zur vorerst letzten Entscheidung in diesem Jahr „Fahrverbot für Fahrräder in der Brüder-Busch-Straße“ einen exzellent guten Job gemacht. Das Fahrrad ist und bleibt ein Exot im Siegener Straßenverkehr. Warum sollte sich daran auch was ändern. Fahrräder gehören auf Fahrradwege und genau die werden in Siegen systematisch abgeschafft und die bestehenden werden in gleicher Gründlichkeit schlecht unterhalten.

Ich bin mal bespannt darauf, ob mit der Straßenneugestaltung in Eiserfeld der noch bestehende Schutzstreifen ganz abgeschafft wird. Es wäre schade für die vielen Parkplatzsuchenden. Denn genau dieser Streifen zeigt sehr deutlich, dass man hier, wohl recht einzigartig in der deutschen Straßenverkehrsordnung, ungestraft parken darf. Und das solange man will. Manche Anrainer nutzen dieses strafreie, kostenlose Parken als Dauerparkplatz ihres KFZ. Auch an diesem Beispiel zeigt sich die konsequente Umsetzung und Anwendung des Konzeptes „Fahrradfreies Siegen“.

Manchmal versuche ich mir vorzustellen, welches Paradies für Fahrradfahrer in Siegen entstehen könnte, falls man diese enorme Schaffenskraft genau in die Richtung „Fahrradfreundliches Siegen“ lenken würde.

Es geht doch nicht darum, den KFZ-Verkehr aus Siegen zu verbannen. Vielmehr geht es doch nur darum auch den Fahrradfahrern eine faire Chance zu bieten, ohne Angst in die Siegener Innenstadt zu gelangen und anschließend dort nicht mit neuen Verboten verbannt zu werden.

Es geht auch anders, wenn der politische Wille es zulässt:

Zitat aus der Stellenbeschreibung des Radverkehrsbeauftragten der Stadt Wien:

„Als Radverkehrsbeauftragter der Stadt Wien hat er den Auftrag, den Wienern die Vorteile der unmotorisierten Fortbewegung auf zwei Rädern näher zubringen.“

Quelle: derstandard.at ...kompletter Artikel unter derstandard.at 

Denn wenn man als Fahrradbeauftragter seinen Job richtig macht und auch richtig machen darf, dann kann sich das Ergebnis auch sehen lassen:

Auszug aus derstandard.at 

„Radfahren in Wien boomt. Zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Wien - Radfahren erfreut sich in Wien immer größerer Beliebtheit. Das geht aus einer Statistik der Mobilitätsagentur, früher Radagentur genannt, hervor. Insgesamt waren im Vorjahr exakt 4,185.106 Radfahrer in der Bundeshauptstadt unterwegs - so viele wie noch nie, hieß es in einer Presseaussendung. Das entspricht einer Steigerung von 10,3 Prozent im Vergleich zu 2011.“ 

Quelle: der standard.at ...kompletter Artikel unter derstandard.at

Donnerstag, 31. Januar 2013

Es kommt auf das "Miteinander" an

In vielen von uns bereisten Städten konnten wir das gelebte Miteinander im Langsamverkehr beobachten. So haben wir viele Städte mit wesentlich größeren beruhigten Innenstadtzonen wie die in Siegen erlebt, gleichzeitig aber auch mit deutlich mehr Menschen, die das harmonische Miteinander in diesen Flächen praktizieren und schätzen.

In Siegen dagegen wird erst einmal vieles für Radfahrer verboten und das meiste bleibt anschließend als Fakt unantastbar bestehen. Daher kann ich die Sorge des ADFC-Siegen um die bleibende Teilsperre der "Brüder-Busch-Straße" für Radfahrer verstehen. Denn in Bezug auf das Gespür für die fortschreitende Behinderung des Radverkehrs hat man in Siegen und Umgebung schon zu viel erlebt.

"Siegen zu neuen Ufern"... Die komplette Umgestaltung der Siegener Mitte bietet die einmalige Chance nicht nur den ansässigen Radfahrern sondern auch den touristisch angelockten Gästen die Schokoladenseiten unserer Stadt auch per Rad zu ermöglichen. Ich weiss, ich reite auf der nachfolgenden Feststellung herum, dass viele öffentliche Plätze in Siegen für den motorisierten Verkehr nutzbar gemacht werden (z.B. der Scheiner-Platz vor dem Apollo, die Einkaufspassagen in der Oberstadt), aber der gemeine Radfahrer diese Abschnitte nicht fahrend nutzen darf. Ich verstehe es einfach nicht. Taxi-Fahrer, Lieferdienste, Anrainer, Bankkunden, Paketzusteller "machen" sich den Weg frei, aber die Radfahrer sind die Chaoten und die Rücksichtslosen, die das Wohl der Spaziergänger gefährden.

München:
Garmisch:
Füssen:
 Füssen - falls es zu doch eng wird, wird das Fahrrad geschoben, aus Einsicht:
Speyer:
Gerade auch in Berlin und Dresden, in Städten die froh über jeden Radfahrer sind, der nicht mit dem Auto in die Innenstadt fährt, werden die (fahrenden!!!) Fahrradfahrer in die beruhigten Zonen integriert und nicht ausgeschlossen.
Siegen dagegen wählt einen anderen Kurs.Vielleicht wird Siegen in der Auswertung des "Fahrradklimatest 2012" genau dafür abgestraft. Alles andere würde mich wundern...

In anderen Bereichen von Siegen dagegen, dort wo "Fahrradstraßen" strikt ausgewiesen sind, muss man als Radfahrer um sein Wohl fürchten, wenn z.B. Berufsschüler in hektischer Parkplatzsuche alles um sich herum übersehen. Rücksicht und Respekt muss von allen Beteiligten gelebt und geachtet werden.

Aber gerade durch die vielen Verbote und aus meiner Sicht auch Ungerechtigkeiten gibt man uns allen nicht die Chance ein Miteinander basierend auf Respekt und Rücksicht zu erlernen und zu leben. Die Politiker tragen nicht die komplette Schuld an gesellschaftlichen Problemen, aber mit ihren Entscheidungen tragen sie oftmals dazu bei, dass sich ganze Gruppen ausgeschlossen fühlen und ein freundschaftliches Miteinander  nicht mehr möglich ist.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Radfahrer verärgert

Die Stadt Siegen und ihre Verantwortlichen greifen dem Ergebnis des Radklimatest 2012 vor, der am 1.02.2013 vorgestellt wird. Erneut stellen sie den schlechten Umgang Radfahrern gegenüber ganz deutlich unter Beweis.

Welchen Sinn und Zweck hat der Fahrradbeauftragte der Stadt Siegen? Soll er in täglicher Kleinarbeit alle Möglichkeiten ausbaldowern, mit denen er den Radfahrern in Siegen am meisten schade könnte? Falls dies in der Stellenbeschreibung von Herrn Felix Hammerschmidt fixiert wurde, dann hat er sich mal wieder eine satte Prämie verdient. Herr "Fahrradbeauftragter der Stadt Siegen (und aller dort lebenden Fahrradfahrer)"... nur weiter so, sie sind auf einem sehr guten Weg, den Fahrradverkehr in Siegen noch schneller als erwartet vor die Wand zu fahren.

Mit welcher Begründung gesteht man in den selben beruhigten Verkehrsabschnitten den Autofahrern, dem Lieferverkehr, den Taxidiensten und den Bussen mehr Rechte zu als uns Fahrradfahrer ?
Ich kann es nicht verstehen. Aber scheinbar ist der zur Zeit gewählte Siegener Rat genau dieser seltsam anmutenden Meinung. Traurig aber wahr. Es ist enttäuschend, wie man mit dem Verkehr der Zukunft hierzulande umgeht.
 
Weitere Anregungen und Vorschläge nimmt Herr Felix Hammerschmidt gerne entgegen: Stadt Siegen - Fahrradbeauftragter 

"Radfahrer verärgert

ADFC gegen dauerhafte Sperrung der Brüder-Busch-Straße 

sz Siegen . Für Fahrradfahrer unerwartet, wurde die Brüder-Busch-Straße nun im Bereich zwischen Fürst-Johann-Moritz-Straße und Bahnhofstraße zur Fußgängerzone ohne Durchfahrt für Radfahrer erklärt. Dies überrasche, denn hier sei reichlich Platz vorhanden, so dass hier nach wie vor Kraftfahrzeuge ungestört durchfahren oder parken könnten. Für Fahrradfahrer handele es sich aber für eine wichtige Route, beispielsweise zum Erreichen der Hauptpost, schreibt der ADFC Siegen-Wittgenstein in einer Mitteilung.

Auf Nachfrage der SZ stellte die städtische Pressestelle klar, dass es sich nicht um eine dauerhafte Sperrung der Brüder-Busch-Straße handele. Zudem sei die Bahnhofstraße jetzt für Radfahrer benutzbar. Schon im Frühjahr werde sich im Zuge des Baus der Oberstadtbrücke wieder eine neue Lage ergeben.

Der ADFC errät in der Maßnahme einen anderen Grund, das künftige Café Extrablatt. „Möchte man etwa in vorauseilender Konfliktscheu bereits jetzt den Verkehrsraum für Fahrradfahrer beschneiden? Sollen bereits jetzt Fakten geschaffen werden, um zu verhindern, dass Fahrradfahrer in Zukunft entlang der Sieg fahren können?“ Für Radler sei allerdings klar: „Die Brüder-Busch-Straße entlang der Sieg muss dem Fahrradverkehr weiterhin dauerhaft als wichtige Verbindung im Bereich der Innenstadt unbedingt erhalten bleiben.“ Fahrradfahrer seien Kunden, die eher in der Innenstadt einkauften als im Einkaufszentrum am Rande der Stadt. Als Radtouristen bereicherten sie das Stadtbild und würden gerne in der Gastronomie an der Sieg einkehren.

Vor Jahren sei der Siegtal-Radweg von der Sieg weg hinter den Bahnhof verlegt worden. So sehe der Radtourist von Siegen nur den schmuddeligen Hinterhof der Stadt. „Das muss im Zuge von ,Siegen – Zu neuen Ufern’ rückgängig gemacht werden“, fordert Holger Poggel (ADFC).

Für ortsansässige Radler werde sich überdies in der kommenden Weihnachtszeit die Situation weiter verschärfen. So werde der Weihnachtsmarkt 2013 in der Bahnhofstraße, auf dem Scheinerplatz und im Bereich der ehemaligen Siegplatte stattfinden, weil wegen Bauarbeiten am zukünftigen Uni-Campus der Schlossplatz nicht genutzt werden könne.Bei gutem Willen sei ein Nebeneinander von Weihnachtsmarkt und Radfahren möglich, wenn die alte Route wieder geöffnet werde: Bahnhofstraßenbrücke, Brüder- Busch-Straße, Fürst-Johann-Moritz-Straße in beiden Richtungen. Eine durchgängige Radspur müsste möglich sein, zumal die Flächennutzung des Weihnachtsmarkts mindestens für die Durchfahrt von Notfallfahrzeugen ausgelegt sein müsse."
Quelle: Siegener Zeitung - 30.Januar 2013 

Siegen auf zu neuen Ufern: Hat man etwa den Fahrradfahrer auf der "Brüder-Busch-Straße" vergessen "wegzupixeln"? Zum Glück ist das Papier geduldig und was interessiert mich das Geschwätz von gestern.
Die Siegener Innenstadt:
Quelle: Google Maps - © 2013 Google