Posts mit dem Label Klima werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Klima werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 28. Februar 2013

Umweltzone für die Stadt Siegen


"Siegen. Nachdem es die Umweltzonen in vielen Ballungszentren schon länger gibt, muss nun wohl auch die Stadt Siegen eine solche einrichten.

ch - Autos mit hohem Schadstoffausstoß oder Fahrzeuge ohne Katalysator - für sie könnte in der Siegener Innenstadt bald ein Fahrverbot gelten: Die Bezirksregierung in Arnsberg hat die Überarbeitung des aktuell gültigen Luftreinhaltplanes der Krönchenstadt initiiert, gemeinsam mit der Stadtverwaltung wird in einer Arbeitsgruppe derzeit ein Maßnahmenpaket geschnürt, um die Luft von Feinstaub und Stickstoffoxid zu entlasten. Eine der 20 Maßnahmen: die Errichtung einer Umweltzone. Wenn die Vorarbeiten noch bis zum Herbst erledigt werden, der Rat der Stadt Siegen die Zone beschließt, der aktualisierte Luftreinhalteplan offen gelegt worden ist und die Bezirksregierung ihn bis zum Jahresende veröffentlicht hat, dann könnten ab Januar 2014 Schadstoff-Sünder aus den Tälern der Krönchenstadt verbannt werden. Nur noch Autos mit einer gelben Umweltplakette sollen zunächst über die Koblenzer Straße, die Frankfurter Straße, die Freudenberger Straße oder über die Hagener bzw. Weidenauer Straße ins Stadtinnere gelassen werden. Ab Mitte 2015 werden vermutlich nur noch Autos mit der grünen Plakette in die Innenstadt dürfen.

90 Prozent der heimischen Autos haben grüne Plakette

Ohne die Plaketten droht Autofahrern ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro sowie ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Benziner mit geregeltem Katalysator sowie Diesel mit Rußpartikelfilter sollten keine Probleme haben. Ausnahmen gibt es u. a. für bestimmte Fahrzeugklassen wie Motorräder und landwirtschaftliche Fahrzeuge. "Das Thema verliert seinen Schrecken, wenn man bedenkt, dass bereits 90 Prozent der in Siegen zugelassenen Fahrzeuge eine grüne Plakette auf der Windschutzscheibe haben oder aber ihnen die Plakette aufgrund der technischen Voraussetzungen zusteht", betonte Dr. Bernhard Kraft im Gespräch mit der SZ."

Quelle: Siegener Zeitung vom 28.02.2013

Noch im Juni 2011 hieß es aus dem Munde der Siegener Verantwortlichen zu diesem Thema:


  

„Die Umweltzone ist unser letztes Mittel“

"Siegen  Bezirksregierung will Schadstoff-Sünder von den Hauptverkehrsachsen in den Tälern der Krönchenstadt verbannen

Kommt das Sperrgebiet, werden vermutlich ab Mitte 2015 nur noch Autos mit der grünen Plakette in die Innenstadt dürfen.
ch  ■  Autos mit hohem Schadstoffausstoß oder Fahrzeuge ohne Katalysator – für sie könnte in der Siegener Innenstadt bald ein Fahrverbot gelten: Die Bezirksregierung in Arnsberg hat die Überarbeitung des aktuell gültigen Luftreinhaltplanes der Krönchenstadt initiiert, gemeinsam mit der Stadtverwaltung wird in einer Arbeitsgruppe derzeit ein Maßnahmenpaket geschnürt, um die Luft von Feinstaub und Stickstoffoxid zu entlasten. Eine der 20 Maßnahmen: die Errichtung einer Umweltzone. Wenn die Vorarbeiten noch bis zum Herbst erledigt werden, der Rat der Stadt Siegen die Zone beschließt, der aktualisierte Luftreinhalteplan offen gelegt worden ist und die Bezirksregierung ihn bis zum Jahresende veröffentlicht hat, dann könnten ab Januar 2014 Schadstoff-Sünder aus den Tälern der Krönchenstadt verbannt werden. Nur noch Autos mit einer gelben Umweltplakette sollen zunächst über die Koblenzer Straße, die Frankfurterstraße, die Freudenbergerstraße oder über die Hagener- bzw. Weidenauer Straße ins Stadtinnere gelassen werden. Ab Mitte 2015 werden vermutlich nur noch Autos mit der grünen Plakette in die Innenstadt dürfen.
Ohne die Plaketten droht Autofahrern ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro sowie ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Benziner mit geregeltem Katalysator sowie Diesel mit Rußpartikelfilter sollten keine Probleme haben. Ausnahmen gibt es u. a. für bestimmte Fahrzeugklassen wie Motorräder und landwirtschaftliche Fahrzeuge. „Das Thema verliert seinen Schrecken, wenn man bedenkt, dass bereits 90 Prozent der in Siegen zugelassenen Fahrzeuge eine grüne Plakette auf der Windschutzscheibe haben oder aber ihnen die Plakette aufgrund der technischen Voraussetzungen zusteht“, betonte Dr. Bernhard Kraft im Gespräch mit der SZ.
Die Umweltzone sei „im Kampf für eine saubere Luft in der Innenstadt unser letztes Mittel“, so der Leiter der Siegener Umweltabteilung weiter, der erklärte, dass die Stadt auf besagte Initiative der Bezirksregierung hin schlicht und einfach die sog. EU-Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG umsetzen muss, „da haben wir keine Wahl“.
Hintergrund: Der Richtlinie nach beträgt etwa der Grenzwert für Feinstaub 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Bei Überschreitung ist die Aufstellung eines Luftreinhalteplans vorgeschrieben. „Da wir in Siegen auf unseren Verkehrsbändern ihren Tal- und Kessellagen die Grenzwerte regelmäßig überschritten haben, mussten wir im Jahr 2008 einen Luftreinhalteplan erstellen, der seit Ende Januar 2009 in Kraft ist“, so Kraft. So dürfen z. B. keine Lkw über 3,5 Tonnen – bis auf Lieferverkehre und Linienbusse – mehr auf der Sandstraße fahren, Ampelschaltungen sind zur Verbesserung des Verkehrsflusses optimiert worden, das Thema Parkleitsystem ist im vergangenen Jahr endlich angegangen worden. Kraft: „Doch es hat alles nichts genutzt, unsere Messpunkte – zwei Passiv-Sammler, die an Verkehrsschildern an der Sand- bzw. an der Frankfurter Straße angebracht sind – liefern noch immer kein anderes Schadstoffbelastungsbild“."

Quelle: Siegener Zeitung

Foto "Kochs Ecke" in Siegen:
 Quelle: Siegener Zeitung 

Auch die Unterstützung und der zügige Ausbau des Fahrradverkehrs könnte in Siegen einen Beitrag zu mehr sauberer Luft leisten. Aber schaut man sich mal "die" Kreuzung in Siegen etwas näher an, so erkennt man recht schnell, dass das Fahrrad hier komplett unerwünscht ist. 

Das katastrophale Abschneiden von Siegen bei der diesjährigen Auswertung des Fahrradklimatestes kann man an dieser oben dargestellten Kreuzung festmachen. "Fahrradfahrer in Siegen unerwünscht !!!"  

Die nächste Großchance mit der Neugestaltung des "Siegener Mitte" sollte man nicht verpassen und so gerade dem umweltfreundlichsten Verkehrsmittel mehr Chancen einzuräumen, doch auch ein Teil des Siegener Verkehrs zu werden. 

Fördern statt verbieten !

Montag, 21. Juni 2010

Meilenstein 10.000 km – Mit dem Rad zur Arbeit

Im Sommer 2007 habe ich begonnen, regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Inzwischen habe ich mich mit den nicht gerade unterstützenden Rahmenbedingungen der Stadt Siegen arrangiert und nehme die fahrradunfreundliche Behandlung in Kauf, um für mich etwas Gutes zu tun. Heute habe ich einen weiteren Meilenstein, die 10.000km Marke, „geknackt“.


Ein kurzes Resümee: In den vergangenen 3 Jahren hat sich an der Verbesserung der Infrastruktur für den Langsamverkehr in Siegen nichts, absolut nichts getan. Ok, es sind einige Verbotsschilder mehr aufgestellt worden, um Fahrradfahrer/innen aus der Stadtmitte zu verbannen. Die Möglichkeiten Fahrräder sicher abzustellen, um anschließend einzukaufen, tendieren gegen „nicht vorhanden“. Fahrradschutzstreifen sind ebenfalls so gut wie nicht vorhanden. Dort wo sie markiert sind, dürfen sie unter Duldung der Stadt Siegen und der örtlichen Polizeibehörde zugeparkt werden. Markierungen zur Sicherung eines straßenkreuzenden Radweges werden nicht erneuert. Die Radwegeverantwortlichen der Stadt Siegen machen einen verdammt guten Job. Sie sparen Geld. Dieses Geld steckt man in Siegen lieber in andere Verkehrsobjekte, anstatt kleine Anreize für die Nutzung eines umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsmittels zu schaffen. Immerhin baut die Gemeinde Wilnsdorf zur Zeit zwischen Rinsdorf und Si-Eisern einen kombinierten Fußgänger/Radweg, um auf diesem Streckenabschnitt zu einem Sicherheitsplus beizutragen.

Trotz steigender Benzinpreise, trotz des wachsenden Bewusstseins etwas für die Gesundheit tun zu müssen, habe ich den Eindruck, dass in den letzten 3 Jahren der regelmäßige Fahrradverkehr in der Region nicht zugenommen hat. Fahrräder müssen vorhanden sein, denn wenn am 4. Juli 2010 im Siegtal erneut über 120 km Straßen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden, sind auf diesem Abschnitt zwischen der Siegquelle bis Au bis zu 100.000 Radfahrer/innen unterwegs.

Quelle: Natur und Kultur – Das Siegtal
http://www.siegtal.com/index.php?id=6

Wir sehen uns ... !?

Dienstag, 21. April 2009

"Fliegen muss teurer werden !"

... Zitat: Umweltministerin Angela Merkel am 9. Februar 1995






"14 Jahre später ist natürlich längst vergessen, das Fliegen teurer werden müsse. 14 Jahre später ist Fliegen deshalb nicht teurer, sondern noch billiger geworden. Dementsprechend viel wird durch die Welt geflogen.

Mit verheerenden Folgen für das Klima. Der Kohlendioxidausstoß im Verkehrssektor ist nach Erhebungen der Europäischen Umweltagentur seit 1990 um knapp 36 Prozent gestiegen. Schuld an diesem Fiasko ist vor allem der Flugverkehr mit Emissionszuwächsen von 89 Prozent."

"Keine Mehrwertsteuer, keine Öko-Steuer, keine Kerosinsteuer, keine Emissionsabgabe – Fliegen wird künstlich verbilligt. Das geht zurück auf das Chicagoer Abkommen aus dem Jahr 1944. Damals glaubte man, dass „die zukünftige Entwicklung der zivilen Luftfahrt in hohem Maße dazu beitragen kann, Freundschaft und Verständnis zwischen den Staaten und Völker der Welt zu wecken“. Sicher richtig, doch diese Form der Völkerverständigung heizt das Menschheitsproblem des 21. Jahrhunderts gewaltig an. Denn der Klimawandel werde größere wirtschaftliche Verwerfungen mit sich bringen als die beiden Weltkriege zusammen, warnte Sir Nicholas Stern, der ehemalige Chef-Volkswirt der Weltbank, im November 2006 in seinem aufsehenerregenden Bericht für die britische Regierung.

Die Klimabelastung, die ein Flugzeug pro Passagier verursacht, ist bis zu fünfmal so groß wie die, die ein ICE bewirkt. Und im Vergleich mit den Kundenzahlen der Bahn explodierten die der Luftfahrtbranche geradezu. Seit 1990 nahm die Zahl der Flugbewegungen in Europa jedes Jahr um fünf Prozent zu. Ende der neunziger Jahre trug der weltweite Flugverkehr mit 3,5 Prozent zum menschgemachten Treibhauseffekt bei. Heute sind es wahrscheinlich schon neun Prozent."

Auszüge aus Quelle:

http://www.wir-klimaretter.de/content/view/2720/269/

Nachfolgende Grafiken verdeutlicht Ihnen das Problem steigenden Flugverkehrs:


















Donnerstag, 9. April 2009

RWE ist Spitze ...

...bei dreckigen Kohlekraftwerken !!!








Elf der EU-weit dreißig dreckigsten Kraftwerke gehören deutschen Energiekonzernen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters nach einer Auswertung von Emissionszahlen der Europäischen Kommission. Allein diese elf Anlagen hätten im Jahr 2008 165,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen (etwas weniger als die für 2007 ermittelten 172,7 Millionen Tonnen).

Der größte CO2-Verursacher der EU ist demnach das polnische Kraftwerk Belchatow. Allein dort wurden 30,9 Millionen Tonnen des Klimagifts ausgestoßen - soviel wie ganz Kroatien verursacht und neun Prozent mehr als im Vorjahr. Das dreckigste deutsche Kohlekraftwerk, die RWE-Anlage in Niederaußem (NRW), kam auf 24,9 Millionen Tonnen. Laut Reuters besitzt allein RWE vier der sieben dreckigsten Kraftwerke in der ganzen EU.

Den Daten zufolge ist europaweit der Kohlendioxidausstoß der Schwerindustrie 2008 um vier bis fünf Prozent gefallen. Experten führen das auf die Wirtschaftskrise zurück, wegen der in vielen Betrieben die Produktion gedrosselt wurde, aber auch darauf, dass in Kraftwerken dreckige Kohle zunehmend durch das relativ saubere Erdgas ersetzt wird.

Quelle:
http://www.wir-klimaretter.de/content/view/2683/70/

Freitag, 3. April 2009

Peinlich ...

... Werbeagentur von RWE versucht Kritiker mit juristischen Mitteln einzuschüchtern.










Quelle:
http://www.urgewald.de/index.php?page=12

"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du."
(Mahatma Gandhi)

"Bei RWE wirbt die Neue Deutsche Welle Gruppe Trio für den so genannten "ProKlima" Strom. Das Trio soll dabei für drei Jahre Preisgarantie stehen, auf den T-Shirts der Musiker steht deshalb "2009", "2010", "2011". Der angebotene Strom besteht zu zwei Dritteln aus Atomstrom. Dass der mitnichten klimafreundlich ist, wollen urgewald und ausgestrahlt in der Broschüre "Atomstrom von RWE: teuer, gefährlich, dreckig" zeigen. In ihrer Parodie wird aus der RWE-Kampagne die FingeRWEg-Kampagne: Auf den T-Shirts des Trios steht "teuer", "dreckig" und "gefährlich". Entwickelt wurde das Motiv für eine bundesweite Protestwoche gegen RWE Anfang März, an der sich Menschen in rund 60 Städten beteiligt hatten."

Quelle:
http://www.wir-klimaretter.de/content/view/2657/70/

Brief von RA Christian Unsinn, Rechtsabteilung der Jung von Matt-Gruppe an Werbeagentur urgewald:
http://www.urgewald.de/_media/_docs/Jung v. Mattbrief.PDF








Antwortschreiben von urgewald auf den Drohbrief von RWE/JvM:
http://www.urgewald.de/_media/_docs/SchrAnRAUnsinn-020409.pdf










Quelle:
http://www.urgewald.de/index.php?page=12


Peinlich, peinlich ... aber ein Weg bleibt:

Wechselt den Stromanbieter:
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

... z.B.: Strom von Lichtblick

Montag, 2. März 2009

Die "USA" maschiert am 2.März in Washington ein ...


















"Ein Bündnis aus 50 US-amerikanischen Organisationen die sich für saubere Energie einsetzen, ruft am Montag zum Anti-Kohle-Marsch auf Washington auf. Mit einer Massen-Demonstration zivilen Ungehorsams wollen Tausende das Kohle befeuerte Capitol-Kraftwerk des amerikanischen Kongresses besetzen - und im Sonntagsanzug ein Zeichen setzen für eine erstarkende Bewegung gegen Kohlekraft.


Das in der Nähe des Capitol-Gebäude betriebene Kraftwerk hat fast 100 Jahre auf dem Buckel und ist damit geradezu eine Antiquität. Teils mit Erdgas und teils mit Kohle befeuert, versorgt es die Regierungs-Gebäude der Weltmacht USA mit - historischer - Wärme. Elektrizität liefert es bereits seit 1952 nicht mehr, dazu ist es viel zu alt und ineffizient.


Das "Capitol Hill Power Plant" zählt zu den größten Kohlendioxid-Emittenden im Staat der US-Hauptstadt Washington. Und wird deshalb zum Ziel der Klimaschützer: "Das Kraftwerk ist nur eines von vielen. Unser Ziel ist deshalb auch nicht, die Anlage lahmzulegen", sagt Autor und Aktivist Bill McKibben. "Aber es ist ein guter symbolischer Startpunkt, um die Diskussion um Kohle anzufeuern".

.
.
.
"Organisiert wird der Protest über die Kampagnenseite, das Online-Netzwerk Facebook oder andere digitale Kanäle wie Twitter. Kommunikationswege, die auch US-Präsident Barrack Obama im Wahlkampf genutzt hat, um im großen Stil zu mobilisieren. "Wir wollen sicherstellen, dass unser neuer Präsident und der neue Kongress in diesem Jahr auf eine Politik setzen, die nicht nur für eine drastische Reduktion der Treibhausgas-Emissionen sorgt, sondern auch Millioen grüner Jobs schaffen wird", sagt Brianna Cayo Cotter aus dem Organisatorenteam gegenüber der Washington Post.""

Fortsetzung unter ...

Quelle:
http://www.wir-klimaretter.de/content/view/2484/256/

Original-Kampagnenseite:
http://www.capitolclimateaction.org

Make history March 2, 2009 in Washington, D.C.

Freitag, 20. Februar 2009

Neue Räder braucht das Land! Umweltprämie jetzt!


















Quelle: VCD Verkehrsclub Deutschland:

"Die Bundesregierung verschenkt im Rahmen ihres Konjunkturprogramms 2.500 Euro an jeden Käufer eines neuen Autos, wenn er seinen alten Pkw verschrotten lässt. Für diese Abwrackprämie − von der Regierung auch „Umweltprämie” genannt - macht die Bundesregierung 1,5 Milliarden Euro an Steuergeldern locker. Und das, obwohl die Prämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft ist und davon nur Autokäufer profitieren. Menschen, die statt des Autos lieber Bus, Bahn oder Rad fahren, gehen leer aus.

Dagegen wollen wir protestieren - helfen Sie uns dabei!
Mitmachen! Beantragen Sie eine wirkliche Umweltprämie!

Wenn die Bundesregierung Steuermilliarden ausgeben will, um die Wirtschaft anzukurbeln, dann muss sie dies für umweltfreundliche Verkehrsmittel tun.

Wir haben eine passende E-Mail an das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Sie vorbereitet. Beantragen Sie eine Umweltprämie in Höhe von 2.500 Euro für den Neukauf eines Fahrrads bei Verschrottung Ihres mindestens neun Jahre alten Autos oder klapprigen Drahtesels. Für den übrigen Betrag beantragen Sie Fahrausweise für den öffentlichen Verkehr. Drücken Sie damit symbolisch Ihren Protest aus: Die Konjunkturpakete der Bundesregierung sind autofixiert und nicht zukunftsfähig!
Hier finden Sie die Antragsformulare.

Wir haben zwei Versionen für Sie vorbereitet: Fordern Sie eine Umweltprämie für Ihr altes Auto oder, wenn Sie keins haben, für Ihr altes Fahrrad.

Weitersagen!"

Info:

Ausführliches Hintergrundpapier zum Konjunkturprogramm der Bundesregierung, Februar 2009 (pdf, 82 KB).

Dienstag, 3. Februar 2009

Der Klimaschutz ist jetzt auch in Siegen angekommen

"Aktiver Beitrag zum Klimaschutz auf lokaler Ebene:
Klimaschutzkonzept der Stadt Siegen wird fortgeschrieben"














Auszug:

"...Die durch den Kohlendioxid-Anstieg in der Atmosphäre verursachte Veränderung des Klimas ist eine der größten Herausforderungen weltweit. Auch die Stadt Siegen ist von dieser Problematik betroffen und muss die Frage beantworten, welche Möglichkeiten es auf lokaler Ebene gibt, durch Energieeinsparungen oder durch Nutzung erneuerbarer Energien die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren.

Maßnahmenkatalog überprüft und fortgeschrieben
Im Rahmen einer interfraktionellen Arbeitsgruppe wurden die bisherigen Maßnahmen auf ihre Klimarelevanz, Umsetzbarkeit und Kosten geprüft sowie durch weitere Maßnahmen ergänzt.
Insgesamt enthält der überarbeitete Maßnahmenkatalog, der jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, 55 Einzelmaßnahmen aus den Handlungsbereichen

Maßnahmen im Bereich der Stadtverwaltung:

- Maßnahmen im Energiesektor

- Klimagerechte Bauleitplanung

- Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor

- Maßnahmen im Natur- und Grünbereich

- Öffentlichkeitsarbeit...."


http://www.siegen.de/standard/page.sys/details/eintrag_id=2250/content_id=2113/25.htm

Ein wenig hellhörig wurde ich, als ich die Maßnahme "Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor" gelesen habe. Wenn ich mir jedoch die Bemühungen im Radwegenetz der letzten Jahre anschaue, ist meine Hoffnung auf eine Verbesserung dieser Infrastruktur recht schnell auf ein realistisches Kleinstmaß gesunken. Im Gegensatz zu vielen anderen fahrradfahrerfreundlichen Städten ist in Siegen absolut kein Bemühen für ernsthafte Schritte im Ausbau und in der Sicherung der Radwege zu erkennen.
Schade, denn in diesem Sektor wäre eine deutliche Emissionsminderung recht schnell möglich.

Zitat Bürgermeister Steffen Mues:

"..."Viele der dort aufgeführten Maßnahmen konnten umgesetzt werden; auf anderen Gebieten besteht noch Handlungsbedarf", resümierte Bürgermeister Steffen Mues bei seinem Amtsantritt. Er hat daher umgehend die Verwaltung beauftragt, das städtische Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 1998 fortzuschreiben...."

Herr Mues, setzen Sie Ihre Forderungen um. Yes You Can !!! Ein Tipp meinerseits: Im Bereich des komplett emissionsfreien Langsamverkehr in Siegen steckt noch verdammt viel Potential. Leider wäre auch hier eine entsprechende Lobbyarbeit nötig, die wir Radfahrer scheinbar nicht leisten können.

Wir sehen uns ...

Montag, 15. Dezember 2008

Stockholm - ein nachahmenswertes Beispiel














Bildquelle:
http://www.swedenvisitor.com/swedenvisitor/upload/images/vacation_package/scb-02/riddarholmen_stockholm_swedish_travel_and_tourism_council%C2%A9r_ryan.jpg


Quelle: http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2425

Seit 2004 läuft in der schwedischen Hauptstadt das Projekt "Stockholm Mobility". Zweck des Projektes ist es, den Einwohnern eine preiswerte, leistungsfähige und einfache Mobilität zu ermöglichen - bei gleichzeitiger Verbesserung der städtischen Lebensbedingungen.

Teil dieses Projektes wurde der 2006 begonnene Radfahrer-Test. Der Test richtete sich an Firmen in der Region und bot Hilfe beim Umstieg der dort Beschäftigten vom Auto auf das Fahrrad im Berufsverkehr an. Die Evaluation sollte zeigen, welchen Einfluss der Radfahrer-Test auf die Änderung des Mobilitätsverhaltens sowie auf Umwelt und Gesundheit hatte.

Durchführung:

Das Radfahrer-Test-Projekt wurde 2006 durchgeführt und hatte über 600 Teilnehmer.

Wie wurde ausgewertet:

Die Teilnehmer mussten vor dem Projekt einen Fragebogen ausfüllen.

Die Teilnehmer mussten während des Projektes wöchentlich einen Fragebogen ausfüllen.

Die Teilnehmer mussten vor dem Start und nach Ende des Projektes an einer Gesundheits-Untersuchung teilnehmen.

Die Ergebnisse des Radfahrer-Tests waren sehr positiv. Daran teilnehmende ehemalige Autofahrer stießen dabei - bei einer Rad-Kilometerleistung von 15 bis 30 km wöchentlich - im Schnitt 40 Kilogramm CO2 weniger aus und verloren außerdem rund 1 Kilogramm ihres Körpergewichts. Außerdem sparten sie pro Woche rund 160 Kronen (ca. 15 Euro).

Fazit:

Bei der Durchführung und Auswertung des Projekt wurde unter anderem festgestellt:

Viele Autofahrer nahmen am Test teil, um mehr über die ökonomischem Vorteile des Umstiegs zu erfahren (mehr Geld im Portemonnaie), aber auch über den Gesundheits-Gewinn, wenn vom Auto auf das Rad umgestiegen wird.

Mehr als die Hälfte der Autofahrer nannte als das wichtigstes Argument für einen Umstieg vom Auto auf das Fahrrad gesundheitsverbessernde Aspekte.

Der angebotene Gesundheits-Check war wichtigster Motivationsfaktor für eine Teilnahme an der Studie.

Im Durchschnitt verbesserten die Test-Teilnehmer ihre Fitness-Werte, waren weniger krank, sparten Geld und produzierten außerdem weniger CO2.

Eine gut koordinierte Projekt-Planung, bei der die Auswertung der erhobenen Daten schon frühzeitig einen hohen Stellenwert einnimmt, trägt maßgeblich zu einem erfolgreichen Studien-Projekt teil.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Die "Zero Carbon" Karawane













"Der Klimawandel beschleunigt sich immer mehr, und trotzdem wird uns weiterhin erklärt, es gebe keine Alternativen zum kohlenstoffreichen Leben". Mit diesen Worten hat auf der Klimakonferenz in Poznan der Brite Chris Keene die Initiative "Zero Carbon Carawan" am Montag vorgestellt: "Es geht darum zu zeigen, dass sehr wohl Alternativen lebbar sind", so der Brite.

http://www.zerocarboncaravan.net/

The Zero Carbon Caravan (ZCC) will generate a mass movement of individuals and organisations to carry the message of action on climate change to the UNFCCC talks in Copenhagen (2009).
We are making our way to Copenhagen without using fossil fuel transportation. Along the route we'll connect with local groups to establish an itinerary of ‘zero carbon conferences’ to build momentum for zero carbon awareness.
The ZCC will act as a coordinating hub for other ‘caravanning’ groups, encouraging worldwide participation to demand of the UNFCCC our mission: ‘A zero carbon world, as fast as we can’.

(...siehe auch: http://climatecountdown.wordpress.com/ ...Countdown To Copenhagen)

Kommt mit dem Fahrrad. Kommt mit dem Sonnenmobil! Kommt mit dem Segelschiff! Kommt gerannt, geschwommen oder mit dem Segeldrachen. Kommt, aber kommt emissionsfrei", so Keenes Aufruf. Der Initiative gehe es nicht allein darum Alternativen aufzuzeigen, sondern auch noch erlebbar zu machen, dass diese Alternativen sich oft besser anfühlten, als das gegenwärtig gängige. "Wir wollen Karawanen organisieren, die nicht nur weiter ziehen, sondern auch ankommen".

Soll heißen: Wichtig sei, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, deren Gastfreundschaft zu genießen und zum Botschafter zu werden - für eine "Null-Kohlendioxid-Mobilität". Die Initiative sucht aber nicht nur "Mitbeweger", wie Keene betont: "Notwenig sind auch lokale Initiativen vor Ort, die Etappenziele werden wollen - und dies organisieren".

----

Wenn es uns auch nicht möglich ist, von heute auf morgen einen großen Hebel umzulegen, so kann doch jeder von uns in kleinen Schritten, innerhalb seiner Möglichkeiten diesem "Zero Carbon Caravan" folgen.

Wir sehen uns !!!

Mittwoch, 12. November 2008

Mit Vattenfall ins Klimachaos ...














... 73.083.575 Tonnen CO2 !!!

-> in dem Zeitraum vom 1.Januar 2008
bis zum 15.November 2008

Montag, 10. November 2008

ADFC: Das Fahrrad als Verkehrsträger der Zukunft stärken









Quelle: http://www.adfc.de/6268_1

"Zu seiner 29. Bundeshauptversammlung in Dortmund fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bund, Länder und Kommunen auf, den Radverkehr stärker zu fördern. "Das Fahrrad als gesundheitsförderndes Null-Emissions-Fahrzeug muss noch viel deutlicher als bisher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Nur so ist eine umweltgerechte Gestaltung der Mobilität auch für kommende Generationen möglich", so der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.

Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrrad fordert auch der Maßnahmenplan zum Zweiten Fahrradbericht der Bundesregierung. Der ADFC geht einen Schritt weiter und schlägt vor, den Kauf von neuen und sicheren Fahrrädern staatlich zu fördern. "Eine Million neue Räder, über fünf Jahre mit wenigen hundert Euro pro Stück gefördert, das ist eine realistische Forderung", sagt Hübener. So könnten die vom motorisierten Verkehr verursachten Kosten gesenkt und die städtische Lebensqualität durch weniger Lärm und Abgase auf Dauer erhöht werden.

Um den Radverkehrsanteil nachhaltig zu erhöhen, fordert der ADFC zudem, rechtliche Hindernisse schnellstmöglich zu beseitigen. Im Bundes- und Landesrecht müsse der Grundsatz festgelegt werden, dass die Anforderungen des Radverkehrs bei allen relevanten Planungen angemessen zu berücksichtigen sind. Für den Bau von Radverkehrsanlagen sollen die vorhandenen hohen Standards verbindlich im Straßenbaurecht verankert werden.

Verbesserungsbedarf sieht der ADFC auch bei der Deutschen Bahn: Deren schnelle ICE-Flotte ist bislang nicht für die Mitnahme von Fahrrädern ausgerüstet. Die Bahn weigert sich hartnäckig, einen EU-Beschluss umzusetzen, der für alle Züge die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme vorsieht. Immer mehr fahrradfreundliche IC-Züge werden durch ICE-Züge ersetzt. "Ganze Regionen werden auf diese Weise vom Fahrradtourismus abgekoppelt", so Hübener.

Dabei macht auch der Zweite Fahrradbericht der Bundesregierung deutlich, dass die Potenziale des Fahrradtourismus noch nicht ausgereizt sind. Um Klima schonendes Reisen noch stärker zu fördern, muss laut Karsten Hübener auch der Ausbau eines bundesweiten Radroutennetzes - des D-Netzes - energisch vorangetrieben werden: "Das D-Netz als deutschlandweites Netz von Premiumradrouten muss endlich aus der Planungsphase heraus und zum real erfahrbaren Vorbild für andere Radfernwege in Deutschland und Europa werden", so Hübener.

Auf der ADFC-Bundeshauptversammlung am 8. und 9. November 2008 legen die rund 150 Delegierten aus ganz Deutschland die politische Richtung des Verbands fest und beraten sich zu aktuellen Themen wie Klimaschutz, Verkehrspädagogik und Verkehrssicherheit. Ebenso wird ein neuer Bundesvorstand für zwei Jahre gewählt."

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Wir leben auf Pump














Die Welt hat ihren ökologischen Kredit längst verbraucht: Wir verbrauchen die Ressourcen von 1,3 Erden. Hält der Trend zum Raubbau an, wären 2035 bereits zwei Planeten nötig, um die global benötigten Ressourcen an Nahrung, Energie und Fläche bereit zu stellen – das geht aus dem heute in Berlin vorgestellten WWF-Bericht "Living Planet Report 2008" hervor.

http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Living_Planet_Report_2008_WWF.PDF

Der 23. September 2008 war mehr als eine statistische Fußnote: Seit diesem Datum lebt die Menschheit über ihre Verhältnisse. Das heißt sie verbraucht mehr Ressourcen, als die Erde bereitstellen kann, meldet das Global Footprint Network. Das ist kein Pappenstiel, bedeutet es doch, dass unsere Nachfrage 40 Prozent über dem Angebot liegt. Anders ausgedrückt für Heizen, Bauen oder Konsum leben wir nicht von den Zinsen, sondern vom "ökologischen Kapital".

Der Ökologischer Fußabdruck ist ein komplexer Nachhaltigkeitsindikator, der aber eine einfache Frage stellt: Wie viele Ressourcen der Erde verbrauche ich unwiederbringlich für meinen momentanen Lebensstil?

Wir Radfahrer/innen alleine können die Welt nicht vor dem Kollaps retten. Aber viele von uns haben begonnen sich Gedanken über ihr zeitlich begrenztes Tun und Handeln und die daraus resultierenden Folgen für unseren einmaligen Planeten zu machen.

Montag, 13. Oktober 2008

Jeder Deutsche emittiert knapp 10 Tonnen CO2















Im Vergleich zu den Bewohnern in den USA mit 19,6 Tonnen pro Einwohner scheint dies ein relativ geringer Wert zu sein. In China liegt dieser Wert noch bei 3,9 Tonnen pro Person. Man traut es sich kaum vorzustellen, was mit unserem Klima passieren würde, wenn die Chinesen bereits heute unsere CO2 Menge emittierten.

Die Chinesen und die US-Amerikaner sind bereist heute für 40 Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich.












Gemessen daran verliert man langsam die Hoffnung das Rad rückwärts drehen zu können. Aber ich denke, dass wäre ein noch größerer Fehler. Wir müssen weiterhin mit unserem Handeln Zeichen setzen. Ohne Visionen und den scheinbar verlorenen Kampf gegen Windmühlen gäbe es heute keine ständig wachsende Industriesparte, die sich mit erneuerbaren Energieformen beschäftigt.

Wir als Radfahrer sind in der glücklichen Lage auf keine Inovation warten zu müssen. Wir können bereits heute einen kleinen Anteil zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz leisten.

Quelle: http://www.wir-klimaretter.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1650&Itemid=70

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Ein Lichtblick ...

... im deutschen Parlament.








Quelle:
http://www.wir-klimaretter.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1609&Itemid=70

"Seit dem heutigen 1. Oktober 2008 beliefert der größte unabhängige deutsche Ökostrom- und Gasanbieter Lichtblick den Deutschen Bundestag im Berliner Reichstag, die Abgeordnetenbüros im Paul-Löbe-, Marie-Elisabeth-Lüders- und Jakob-Kaiser-Haus sowie den Deutschen Dom mit regenerativ erzeugtem Strom. Lichtblick konnte eine europaweite öffentliche Ausschreibung, in der die Erfüllung besonders anspruchsvoller ökologischer Kriterien gefordert wurde, gewinnen.

Insgesamt werden elf Standorte, darunter das bekannteste Wahrzeichen Berlins - das Reichstagsgebäude - bis Ende Dezember 2009 mit Ökostrom versorgt. Der Gesamtbedarf im Lieferzeitraum liegt bei 31 Millionen Kilowattstunden, die erzielte Kohlendioxid-Minderung bei rund 8.000 Tonnen pro Jahr.

"Auch wenn manche energiepolitische Debatte im Deutschen Bundestag etwas rückwärtsgewandt erscheint, so hat die Entscheidung der Bundestagsverwaltung für Ökostrom Vorbildfunktion", so Christian Friege, Geschäftsführer von Lichtblick. "Dem guten Beispiel sollten die Verbraucher jetzt folgen, denn jeder Anbieterwechsel ist eine politische Richtungsentscheidung für Wettbewerb und eine nachhaltige, klimafreundliche Energiezukunft ohne Kohle und Atom."
In der Bundestagsducksache 12/1136 in der 12. Wahlperiode, also die von 1990 bis 1994, heißt es: "Die Bundesregierung wird aufgefordert, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um das nationale Ziel, d.h. 25 bis 30 Prozent Verminderung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2005" zu erreichen, "wie in der Regierungserklärung am 30. Januar 1991 formuliert". 17 Jahre später ist wenigstens ein Minimum erreicht: Deutschlands Regierung wird mit Ökostom versorgt."

Donnerstag, 25. September 2008

Am 23.09.2008 gingen weltweit alle Lichter aus ....














Quelle:
http://www.footprintnetwork.org

http://www.wir-klimaretter.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1567&Itemid=256

Am Dienstag war der "World Overshoot Day" des Jahres 2008.


















Am 23.09. hat die Menschheit alle natürlichen und regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die uns die Erde in diesem Jahr zur Verfügung stellt. Ab diesem Tag kann auch jeglicher Müll, der erzeugt wird sowie alle Treibhausgase, die in die Atmosphäre gelangen, nicht mehr von der Natur verarbeitet werden. Nach Berechnungen des internationalen Global Footprint Network bräuchte die Menschheit derzeit 1,4 Erden, um den Planeten nicht zu überlasten.

Der "World Overshoot Day", der "Tag der ökologischen Überschuldung", kam in diesem Jahr bereits zwölf Tage früher als noch 2007. Der Overshoot Day ist jener Tag, an dem die Menschheit alles verbraucht hat, was eine sich selbst erhaltende Natur binnen zwölf Monaten liefern kann: Wasser, Brennmaterial, Bauholz, Getreide, Fische und Platz, um Müll zu entsorgen – auch solchen, der aus Schornsteinen und Auspuffen in die Atmosphäre geblasen wird.

Und jedes Jahr erschrecken die Wissenschaftler aufs Neue. 1987 lebte die Menschheit erstmals auf zu großem Fuß: Overshoot Day war der 19. Dezember. 1995 hatten die Menschen bereits am 21. November jene Ressourcen verbraucht, die eigentlich bis zum Jahresende reichen müssen. 2006 war es der 9. Oktober. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete: „Die Welt rutschte am Montag ökologisch in den roten Bereich.“ Doch diese Botschaft ging in der täglichen Nachrichtenflut unter.

Im letzten Jahr lag der Tag des Ausverkaufs der Welt noch auf dem 6. Oktober, dieses Jahr fällt er auf den 23. September. Weltweit verbrauchen wir also rund 40 Prozent mehr, als es die natürliche Kapazität der Erde zulässt.

Will die Menschheit nicht wissen, wie es um ihren Planeten steht? Immer exakter wird der Befund, den die Wissenschaftler zu erstellen in der Lage sind. Immer exakter werden die Klimamodelle, immer leistungsfähiger die Computer, mit denen diese Modelle durchgerechnet werden. Die Wissenschaftler haben nicht nur ermittelt, was auf die Menschheit zukommt. Sie haben auch Vorschläge unterbreitet, wie der Ausstoß von Treibhausgasen vermindert werden kann. Sogar Kostenanalysen haben die Wissenschaftler vorgelegt, nach denen Klimaschutz heute viel billiger ist als die Schäden von morgen. Und? Irgend etwas passiert?

"Wir leben ökologisch völlig über unsere Verhältnisse. Auf Dauer vernichten wir so unsere eigene Lebensgrundlagen", warnt Jürgen Knirsch, Globalisierungs-Experte von Greenpeace. "Unsere Regierungen müssen begreifen, dass unser Umgang mit der Natur zum Kollaps führt. Bundeskanzlerin Angela Merkel muss endlich aufhören sich vor allem für die Interessen der klimaschädlichen Auto- und Kohleindustrie einzusetzen. Wir müssen die Nutzung unserer natürlichen Ressourcen auf ein für die Erde erträgliches Maß verringern."










Die Einsicht aller wird erst dann kommen, wenn es vielleicht schon zu spät ist ...

Wir sehen uns ???

Montag, 22. September 2008

Kreis Unna soll offiziell fahrradfreundlich werden


















"Kreis Unna. (PK) Der Kreis Unna soll Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW“ werden. Darauf verständigte sich der Ausschuss für Planung und Verkehr unter Vorsitz von Brigitte Cziehso (SPD).
Der Entscheidung vorangegangen waren Diskussionen über inhaltliche Feinheiten in den Anträgen der SPD und der CDU und unterschiedliche Prioritätensetzungen. Einigkeit bestand schließlich darüber, dass eine Bestandsanalyse und eine sich daraus ergebende Verbesserung des Radwegenetzes realisiert werden soll. Dabei soll nicht nur der alltägliche Radverkehr, auf den die CDU abhob, sondern auch der Aspekt des Radtourismus, den die SPD unterstrich, im Blick behalten werden.
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Constanze Rauert, Fon 02303 27-1013, Mail: constanze.rauert@kreis-unna.de"

Quelle: http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2327

Wenn ich solche Meldungen lese, frage ich mich immer: "...wo lebe ich eigentlich...". "Siegen, Provinz voll Leben", "Siegen pulsiert" .... aber wo bloß ???? Zumindest nicht auf meinen 34km Radweg die ich tagtäglich zurücklege. Alle meine Bemühungen sind bisher im Sande verlaufen. Es gibt Themen, die vielleicht auch berechtigt eine größere Aufmerksamkeit verdienen. Aber warum das Thema "Radfahren", was nachweislich umweltschonend, gesundheitsfördernd und preiswert ist, so gut wie kein öffentliches Interesse in Siegen weckt, macht mich schon ein wenig ratlos und auch mutlos. In anderen Städten wird innerstädtisch massiv eine neue Radkultur entwickelt. Man schafft dort Angebote, die sehr schnell und vielfältig angenommen werden. In Siegen werden Fahrräder aus innerstädtischen Zonen verdrängt, während sich dort jedoch gleichzeitig ein Diesel - und Krachmonster namens "Hübbelbummler" im Halbstundentakt einen Weg durch die Fußgängerzone in Richtung Oberstadt erkämpft. Warum macht man es nicht von Anfang an richtig und setzt auf dieser Strecke auf einen unweltfreundlichen, leisen Elektrobus, statt auf diesen stinkenden und lauten Krachschläger. Aber was will man von einem privatisierten Verkehrunternehmen VWS erwarten, die seit Übernahme der Verkehrsbetriebe nur den Ausbau profitabler Strecken forciert und Randzonen aus dem Fahrplan streicht. Neben dem Raubbau in diesem Sektor des öffentlichen Nahverkehr (der nur noch auf wenigen Linien diesen Namen verdient) schlägt die Stadt mit einem nichtunterstützten Langsamverkehr in die gleiche Kerbe. Wenn schon kein Angebot seitens der Stadt Siegen geschaffen wird um seine Bürger zu begeistern, sollte sich vielleicht die Bevölkerung selbst bei seinen gewählten Vertretern in Erinnerung rufen und deutliche Forderungen stellen.

Einer alleine kann jedoch nichts bewirken. Es geht nur wenn viele das gleiche Ziel verfolgen. Ein Beispiel: Weshalb investiert inzwischen ein Monopolstromversorger wie RWE in einem großem Umfang in die regenerative Energiegewinnung??? Weil hunderttausende Kunden den Wechsel nach z.B. Lichtblick gewählt haben und so ihrer Meinung Gewicht verschafft haben. Ein Beispiel unter vielen...

Siegen kann auch fahrradfreundlich werden. Aber dazu muss auch die Bevölkerung dies wollen und eine entsprechender Infrastruktur von den Verantwortlichen einfordern.

Wir sehen und hören uns !!!

Freitag, 5. September 2008

Deutschland - Ein Land mit 68 Millionen Fahrräder

In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Mountainbikes, Stadt- und Sporträder in Deutschland von 62 Mio. Fahrrädern auf aktuell 68 Mio. 81 Prozent aller privaten Haushalte besitzen ein Fahrrad. Gegenüber dem Jahr 2000 sind das zehn Prozent mehr.

Ok, mit dem Händybestand von über 100 Millionen Stück (rein rechnerisch besitzt somit jeder fünfte Deutsche zwei Handy-Verträge) kann die Anzahl Fahrräder NOCH nicht ganz mithalten.

Leider deckt sich dieser positive Fahrradtrend nicht mit meinen Erfahrungen auf den Siegener Radwegen.

HALLO, WO SEID IHR?

Die nachfolgenden Bilder entstanden werktag morgens um 7:30 Uhr auf einem der besten Radwege, den Siegen zu bieten hat. Kein Regen, kein Schnee, keine Finsternis, kein Frost, keine Siesta, keine lebensbedrohende nationale oder internationale Sportveranstaltung.... absolut nichts, was ich als Ausrede gelten lassen würde. Es ist eigentlich der ideale Morgen zum Radfahren.



























































































Wir sehen uns ... hoffentlich irgendwann einmal.