Dienstag, 3. Februar 2009

Der Klimaschutz ist jetzt auch in Siegen angekommen

"Aktiver Beitrag zum Klimaschutz auf lokaler Ebene:
Klimaschutzkonzept der Stadt Siegen wird fortgeschrieben"














Auszug:

"...Die durch den Kohlendioxid-Anstieg in der Atmosphäre verursachte Veränderung des Klimas ist eine der größten Herausforderungen weltweit. Auch die Stadt Siegen ist von dieser Problematik betroffen und muss die Frage beantworten, welche Möglichkeiten es auf lokaler Ebene gibt, durch Energieeinsparungen oder durch Nutzung erneuerbarer Energien die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren.

Maßnahmenkatalog überprüft und fortgeschrieben
Im Rahmen einer interfraktionellen Arbeitsgruppe wurden die bisherigen Maßnahmen auf ihre Klimarelevanz, Umsetzbarkeit und Kosten geprüft sowie durch weitere Maßnahmen ergänzt.
Insgesamt enthält der überarbeitete Maßnahmenkatalog, der jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, 55 Einzelmaßnahmen aus den Handlungsbereichen

Maßnahmen im Bereich der Stadtverwaltung:

- Maßnahmen im Energiesektor

- Klimagerechte Bauleitplanung

- Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor

- Maßnahmen im Natur- und Grünbereich

- Öffentlichkeitsarbeit...."


http://www.siegen.de/standard/page.sys/details/eintrag_id=2250/content_id=2113/25.htm

Ein wenig hellhörig wurde ich, als ich die Maßnahme "Emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrssektor" gelesen habe. Wenn ich mir jedoch die Bemühungen im Radwegenetz der letzten Jahre anschaue, ist meine Hoffnung auf eine Verbesserung dieser Infrastruktur recht schnell auf ein realistisches Kleinstmaß gesunken. Im Gegensatz zu vielen anderen fahrradfahrerfreundlichen Städten ist in Siegen absolut kein Bemühen für ernsthafte Schritte im Ausbau und in der Sicherung der Radwege zu erkennen.
Schade, denn in diesem Sektor wäre eine deutliche Emissionsminderung recht schnell möglich.

Zitat Bürgermeister Steffen Mues:

"..."Viele der dort aufgeführten Maßnahmen konnten umgesetzt werden; auf anderen Gebieten besteht noch Handlungsbedarf", resümierte Bürgermeister Steffen Mues bei seinem Amtsantritt. Er hat daher umgehend die Verwaltung beauftragt, das städtische Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 1998 fortzuschreiben...."

Herr Mues, setzen Sie Ihre Forderungen um. Yes You Can !!! Ein Tipp meinerseits: Im Bereich des komplett emissionsfreien Langsamverkehr in Siegen steckt noch verdammt viel Potential. Leider wäre auch hier eine entsprechende Lobbyarbeit nötig, die wir Radfahrer scheinbar nicht leisten können.

Wir sehen uns ...

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Der Weihnachtsbaumtransport









Es muss nicht immer das Auto sein, um den Weihnachtsbaum nach Hause zu schaffen. In Kopenhagen ist, wie es nicht anders zu erwarten war, das Fahrrad der ultimative Lastenesel.

Aber selbst ohne Fahrrad gibt es Alternativen zur Beförderung mit dem Auto.













Ok, falls der Weihnachtsbaum dieses Jahr etwas größer ausfallen sollte, stoßen oben gezeigte Transportvarianten dann doch an ihre Grenzen.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Ein Tag nach dem "Geh Denken" 16.12.1944 - 16.12.2008








Es war für Siegen gestern sehr wichtig dem braunen faschistischen Sumpf eine sehr deutliche Antwort auf ihre versuchte Vereinnahmung eines Tages zu nehmen, der für Siegen eine sehr große Bedeutung hat. Mit über 3000 Menschen sind dem spontan gegründeten Bündnisses "Siegen für Demokratie" viele Menschen gefolgt. Damit haben wir es nicht zugelassen, dass Rechtextreme ohne Widerspruch durch unsere Stadt marschieren. Es darf nicht sein, dass dieses kranke Gedankengut eines nationalsozialistischen Terrorregimes, was zu der Bombardierung unserer Stadt vor 64 Jahren geführt hat, ohne deutliche Reaktion einer aufgeklärten Bevölkerung erneut versucht mit dumpfen Parolen in Siegen Platz einzunehmen.


"Siegen für Demokratie":
"Das werden wir nicht hinnehmen! Deshalb gehen wir auf unsere Straßen und Plätze, in unsere Kirche und in unser Theater und treten für eine starke wehrhafte Demokratie als Grundpfeiler unseres Zusammenlebens ein! Gegen Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit!"

Bürgermeister Steffan Mues:
"Wir überlassen euch nicht die Straßen der Stadt, und wir überlassen euch nicht die Deutung unserer Geschichte."


Trotz dieser positiven Ausstrahlung einer absolut gewaltfreien Demonstration hätte ich mir ein noch größeres Interesse an dieser in Siegen bisher einmaligen Veranstaltung gewünscht. Was kann wichtiger sein, als einem ideologisch fehlgeleiteten Aufmarsch gegen unsere gelebte Demokratie in sehr deutlicher Form entgegen zu treten. Interesselosigkeit, Gleichgültigkeit, "was geht mich das denn an, ist doch alles halb so wild" ... Diese Form von Teilnahmslosigkeit ist mancherorts erschreckend. Quer durch alle Gesellschaftsschichten wird das Erbe eines langen friedlichen Prozesses ausgiebig gelebt und als total selbstverständlich angesehen. Egoismus, Gewissenlosigkeit, Selbstverliebtheit, unreflektierter Konsum, Rückzug aus der Jugendarbeit bilden das so gewährte Umfeld für ein langsames Unterwandern eines faschistischen Gedankengutes. Das rechtzeitige Einschreiten, das Eintreten für das Allgemeingut, der Schutz einer Demokratie, die unser heutiges Leben erst möglich macht, sollte auch in Siegen für deutlich mehr als 3000 Menschen wichtig sein.

Wir sollten diesen gestrigen Tag als Anfang für ein wachsames Miteinander schätzen und durch weitere Aufklärung und stetes Hinhören und Hinsehen diesem Haufen Rechtsradikaler ein dauerhaft starkes Gegensignal zu setzen.

"Geh Denken" muss jetzt im Alltag weiter gelebt werden.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Geh Denken! - Flagge zeigen im Siegerland


















Heute ist es soweit. Wir Siegerländer haben die große Chance bei dem heutigen Aktionstag mit einem zahlreichen Erscheinen unserem Bekenntnis gegen Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit in Siegen Ausdruck zu verleihen.

Quelle:
http://www.siegen.de/doc.cfm?seite=25&urlDoc=pfaddownloads/25downloads/Aufruf_GEH_DENKEN_16_12_2008.pdf

"Viele Siegenerinnen und Siegener gedenken am 16. Dezember 2008 der Opfer der Bombardierung vor 64 Jahren. Unsere Stadt wurde als Folge des vom nationalsozialistischen Terrorregime verursachten verbrecherischen Krieges zerstört. Viele unschuldige Menschen fanden den Tod. An die Opfer werden wir in friedlicher und würdevoller Weise erinnern. Heute, 75 Jahre später, marschieren wieder Anhänger der nationalsozialistischen Ideologie, drängen in die Parlamente, ergreifen "die Worte" und besetzen den öffentlichen Raum. Sie machen kein Geheimnis daraus, dass sie wieder genau so handeln würden wie damals. Die Abschaffung der Demokratie und die Demontage der Bürger- und Menschenrechte ist ihr erklärtes Ziel.

Das werden wir nicht hinnehmen! Deshalb gehen wir auf unsere Straßen und Plätze, in unsere Kirche und in unser Theater und treten für eine starke und wehrhafte Demokratie als Grundpfeiler unseres Zusammenlebens ein! Gegen Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit!"

Das zerstörte Siegen im Dezember 1944

Die Oberstadt mit der Nikolaikirche:


















Nikolaikirche:


















Martinikirche:











Kölner Straße:












Unteres Schloss:











Kölner Straße (heute Karstadt):












Unteres Schloss:

Montag, 15. Dezember 2008

Stockholm - ein nachahmenswertes Beispiel














Bildquelle:
http://www.swedenvisitor.com/swedenvisitor/upload/images/vacation_package/scb-02/riddarholmen_stockholm_swedish_travel_and_tourism_council%C2%A9r_ryan.jpg


Quelle: http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2425

Seit 2004 läuft in der schwedischen Hauptstadt das Projekt "Stockholm Mobility". Zweck des Projektes ist es, den Einwohnern eine preiswerte, leistungsfähige und einfache Mobilität zu ermöglichen - bei gleichzeitiger Verbesserung der städtischen Lebensbedingungen.

Teil dieses Projektes wurde der 2006 begonnene Radfahrer-Test. Der Test richtete sich an Firmen in der Region und bot Hilfe beim Umstieg der dort Beschäftigten vom Auto auf das Fahrrad im Berufsverkehr an. Die Evaluation sollte zeigen, welchen Einfluss der Radfahrer-Test auf die Änderung des Mobilitätsverhaltens sowie auf Umwelt und Gesundheit hatte.

Durchführung:

Das Radfahrer-Test-Projekt wurde 2006 durchgeführt und hatte über 600 Teilnehmer.

Wie wurde ausgewertet:

Die Teilnehmer mussten vor dem Projekt einen Fragebogen ausfüllen.

Die Teilnehmer mussten während des Projektes wöchentlich einen Fragebogen ausfüllen.

Die Teilnehmer mussten vor dem Start und nach Ende des Projektes an einer Gesundheits-Untersuchung teilnehmen.

Die Ergebnisse des Radfahrer-Tests waren sehr positiv. Daran teilnehmende ehemalige Autofahrer stießen dabei - bei einer Rad-Kilometerleistung von 15 bis 30 km wöchentlich - im Schnitt 40 Kilogramm CO2 weniger aus und verloren außerdem rund 1 Kilogramm ihres Körpergewichts. Außerdem sparten sie pro Woche rund 160 Kronen (ca. 15 Euro).

Fazit:

Bei der Durchführung und Auswertung des Projekt wurde unter anderem festgestellt:

Viele Autofahrer nahmen am Test teil, um mehr über die ökonomischem Vorteile des Umstiegs zu erfahren (mehr Geld im Portemonnaie), aber auch über den Gesundheits-Gewinn, wenn vom Auto auf das Rad umgestiegen wird.

Mehr als die Hälfte der Autofahrer nannte als das wichtigstes Argument für einen Umstieg vom Auto auf das Fahrrad gesundheitsverbessernde Aspekte.

Der angebotene Gesundheits-Check war wichtigster Motivationsfaktor für eine Teilnahme an der Studie.

Im Durchschnitt verbesserten die Test-Teilnehmer ihre Fitness-Werte, waren weniger krank, sparten Geld und produzierten außerdem weniger CO2.

Eine gut koordinierte Projekt-Planung, bei der die Auswertung der erhobenen Daten schon frühzeitig einen hohen Stellenwert einnimmt, trägt maßgeblich zu einem erfolgreichen Studien-Projekt teil.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

"Geh Denken" - Am 16.12.2008 in Siegen








(Falls die verlinkte PDF-Info nicht dargestellt wird, kann der Inhalt dieser Datei in den beiden Grafiken am Ende des Textes eingesehen werden.)

"Geh Denken"


Aufruf des Bündnisses "Siegen für Demokratie"

Aus der Geschichte lernen - für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit

"Wir rufen alle Menschen - Junge und Alte, aus unserer Heimat, mit oder ohne deutschen Pass - auf, Rechtsextreme nicht ohne Widerspruch durch Siegen marschieren zu lassen!

Gerade weil wir als Demokratinnen und Demokraten das Recht auf freie Meinungsäußerung als hohes Gut schätzen, müssen wir uns denen entgegenstellen, die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen. Dieser Entwicklung wollen wir am 16. Dezember 2008 mit unseren Aktionen aktiv begegnen.

Vor 75 Jahren ging in Deutschland die Demokratie unter. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, der Auflösung des Reichstags, der Verhaftung politischer Gegner und der Zerschlagung der Gewerkschaften und anderer freier Vereinigungen hatte sich die Macht der Nationalsozialisten unter den Augen und mit Hilfe der Deutschen bereits im März 1933 etabliert.

Die Reichspogromnacht, die Bücherverbrennungen, die Abschaffung der Bürger- und Menschenrechte sowie die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Deutschlands und Europas waren der Anfang einer Entwicklung, die mit dem Tod von Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg endete.

Viele Siegenerinnen und Siegener gedenken am 16. Dezember 2008 der Opfer der Bombardierung vor 64 Jahren. Unsere Stadt wurde als Folge des vom nationalsozialistischen Terrorregime verursachten verbrecherischen Krieges zerstört. Viele unschuldige Menschen fanden den Tod. An die Opfer werden wir in friedlicher und würdevoller Weise erinnern. Heute, 75 Jahre später, marschieren wieder Anhänger der nationalsozialistischen Ideologie, drängen in die Parlamente, ergreifen "die Worte" und besetzen den öffentlichen Raum. Sie machen kein Geheimnis daraus, dass sie wieder genau so handeln würden wie damals. Die Abschaffung der Demokratie und die Demontage der Bürger- und Menschenrechte ist ihr erklärtes Ziel.

Das werden wir nicht hinnehmen! Deshalb gehen wir auf unsere Straßen und Plätze, in unsere Kirche und in unser Theater und treten für eine starke und wehrhafte Demokratie als Grundpfeiler unseres Zusammenlebens ein! Gegen Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit!

Alle Informationen zur Aktion "GEH DENKEN" am 16. Dezember 2008 erhalten Sie hier auf einen Blick ...."

Grafik - Aufruf Seite 1:

















Grafik - Aufruf Seite 2:

Dienstag, 9. Dezember 2008

Die "Zero Carbon" Karawane













"Der Klimawandel beschleunigt sich immer mehr, und trotzdem wird uns weiterhin erklärt, es gebe keine Alternativen zum kohlenstoffreichen Leben". Mit diesen Worten hat auf der Klimakonferenz in Poznan der Brite Chris Keene die Initiative "Zero Carbon Carawan" am Montag vorgestellt: "Es geht darum zu zeigen, dass sehr wohl Alternativen lebbar sind", so der Brite.

http://www.zerocarboncaravan.net/

The Zero Carbon Caravan (ZCC) will generate a mass movement of individuals and organisations to carry the message of action on climate change to the UNFCCC talks in Copenhagen (2009).
We are making our way to Copenhagen without using fossil fuel transportation. Along the route we'll connect with local groups to establish an itinerary of ‘zero carbon conferences’ to build momentum for zero carbon awareness.
The ZCC will act as a coordinating hub for other ‘caravanning’ groups, encouraging worldwide participation to demand of the UNFCCC our mission: ‘A zero carbon world, as fast as we can’.

(...siehe auch: http://climatecountdown.wordpress.com/ ...Countdown To Copenhagen)

Kommt mit dem Fahrrad. Kommt mit dem Sonnenmobil! Kommt mit dem Segelschiff! Kommt gerannt, geschwommen oder mit dem Segeldrachen. Kommt, aber kommt emissionsfrei", so Keenes Aufruf. Der Initiative gehe es nicht allein darum Alternativen aufzuzeigen, sondern auch noch erlebbar zu machen, dass diese Alternativen sich oft besser anfühlten, als das gegenwärtig gängige. "Wir wollen Karawanen organisieren, die nicht nur weiter ziehen, sondern auch ankommen".

Soll heißen: Wichtig sei, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, deren Gastfreundschaft zu genießen und zum Botschafter zu werden - für eine "Null-Kohlendioxid-Mobilität". Die Initiative sucht aber nicht nur "Mitbeweger", wie Keene betont: "Notwenig sind auch lokale Initiativen vor Ort, die Etappenziele werden wollen - und dies organisieren".

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Wenn es uns auch nicht möglich ist, von heute auf morgen einen großen Hebel umzulegen, so kann doch jeder von uns in kleinen Schritten, innerhalb seiner Möglichkeiten diesem "Zero Carbon Caravan" folgen.

Wir sehen uns !!!

Montag, 8. Dezember 2008

Regensburg - Ein Traum für Radfahrer













http://www.regensburg.de/

Regensburg hat neben einer absolut sehenswerten Altstadt, sie trägt die Auszeichnung UNESCO Welterbe zurecht, zu dieser Jahreszeit absolut reizvolle Weihnachtsmärkte, auch ein unglaublich ausgeprägtes Radwegenetz. Fast alle Straßen haben spezielle Radwegemarkierungen auf der Straße oder komplett separat angelegte Radwege. Da hat es mich auch nicht weiter gewundert, dass diese Infrastruktur von allen Einwohnerschichten, ob jung oder alt, ob Weiblein oder Männlein, gleichermaßen stark genutzt wird. Vor allen Geschäften und Einrichtungen stehen Fahrradständer zur Verfügung. Autos versucht man weitestgehend aus der Innenstadt fernzuhalten. Dadurch geht es innerstädtisch wesentlich ruhiger und entspannter zu. Ein im Vergleich zu Siegen geradezu preiswertes Busangebot verstärkt meinen positiven Eindruck von dieser schönen Stadt im Süden Deutschlands.

Um das Radfahren attraktiv und alternativ zu anderen Verkehrsmitteln zu gestalten, arbeiten die Stadtverwaltung, der Umweltschutz und die verschiedene Fahrradorganisationen eng miteinander zusammen. Die motorisierten Fortbewegungsmittel werden dabei nicht vernachlässigt, aber nicht wie in Siegen als das einzig Unterstützenswerte angesehen.
Selbst in den kleinsten Gassen wird in Regensburg ein rücksichtsvolles Miteinander zwischen Fußgänger und Radfahrer gelebt. In Siegen sucht man auch dies vergebens. Stattdessen werden die Radfahrer sowohl von den Straße als auch aus den Innenstadtbereichen bewusst ferngehalten. Selbst dort wo der "Hübbelbummler" sich alle 30 Minuten einen Weg durch die Fußgängerzonen bahnt sind Radfahrer per Verkehrsschild nicht gerne gesehen und werden mit Strafen belegt.

Ein stärkeres Bemühen der Siegener Behörden, um den bewussten Ausbau des Langsamverkehr sieht anders aus. Nach einer kleinen Pause, habe ich heute mein Rad wieder ausgepackt und war schon ein wenig überrascht, dass die meisten Radfahrer scheinbar schon in den Winterschlaf gegangen sind. Schade, wenn das Angebot schon nicht geboten wird, sollten wir als Radfahrer/innen die Nachfrage zumindest durch Präsenz steigern.


Wir sehen uns ?!

Mittwoch, 19. November 2008

Der Winter steht vor der Tür ...



Aufgepasst Jungs und Mädels auf dem Fahrrad:
Langsam aber sicher kann es auch auf Siegerländer Straßen und Radwegen glatt werden, denn ab Freitag Nachmittag muss man auch in unseren Breiten mit einsetzendem Schneefall rechnen...















Wir sehen uns ?!

Donnerstag, 13. November 2008

Tempo 30 Zonen: Ein Paradies für Radfahrer ?


















NEIN !!! Als Fahrradfahrer bist du vor dem motorisierten Verkehr nirgendwo sicher. Ich fahre heute Morgen durch die Schulstraße in Si-Eisern. Sie ist ein ausgewiesener Radweg und noch dazu eine Tempo 30 Zone. Sie bietet die Möglichkeit der Hauptstraße zumindest für knapp einen Kilometer zu entgehen. Es ist 7:15 Uhr und noch recht düster. Ich leuchte mit meinem LED-Strahler weithin sichtbar die Straße vor mir aus. Knapp 50 Meter vor mir bemerke ich das Starten eines Automotors. Spätestens jetzt sollte man als Radfahrer mit wirklich allem rechnen. Das Auto rollt mit eingeschaltetem Licht langsam aus einer Hauseinfahrt im rechten Winkel rückwärts auf die Straße. Ich bin nur noch 10 Meter vor dem Wagen entfernt, als der Fahrer mich sehend nicht stehen bleibt und die Straße komplett blockiert. Er zwingt mich zu einer bereits absehbaren Vollbremsung. Ich komme knapp einen halben Meter vor dem Wagen kontrolliert zum stehen und strahle mit meiner Frontleuchte durch das Beifahrerfenster geradewegs in das Gesicht eines recht arrogant dreinschauenden Mannes mittleren Alters. Bei dem Fahrer ist nicht die Spur einer Schuld für seinen verursachten Fastunfall zu erkennen. Diese Dreistigkeit ist schon fast nicht mehr zu übertreffen. Ein Zunicken, die Spur einer Geste als Zeichen des Eingestehen seines Fehler und alles wäre gut gewesen. Nein, absolut nichts in dieser Art. Im Gegenteil, in seinem Gesichtsausdruck ist schon Ansatzweise ein überhebliches Grinsen zu erkennen.

Aber ich hatte keine Lust auf eine erneute fruchtlose Auseinandersetzung und schaute recht gelassen seinem Bemühen zu, seinen schwarzen Skoda Oktavia RS Combi in Fahrrichtung zu lenken (amtliches Kennzeichen SI - LA 6000), um die Fahrbahn für meine Weiterfahrt endlich wieder freizugeben.

Also, immer schön wachsam sein ...

Mittwoch, 12. November 2008

Mit Vattenfall ins Klimachaos ...














... 73.083.575 Tonnen CO2 !!!

-> in dem Zeitraum vom 1.Januar 2008
bis zum 15.November 2008

Montag, 10. November 2008

ADFC: Das Fahrrad als Verkehrsträger der Zukunft stärken









Quelle: http://www.adfc.de/6268_1

"Zu seiner 29. Bundeshauptversammlung in Dortmund fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bund, Länder und Kommunen auf, den Radverkehr stärker zu fördern. "Das Fahrrad als gesundheitsförderndes Null-Emissions-Fahrzeug muss noch viel deutlicher als bisher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Nur so ist eine umweltgerechte Gestaltung der Mobilität auch für kommende Generationen möglich", so der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.

Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrrad fordert auch der Maßnahmenplan zum Zweiten Fahrradbericht der Bundesregierung. Der ADFC geht einen Schritt weiter und schlägt vor, den Kauf von neuen und sicheren Fahrrädern staatlich zu fördern. "Eine Million neue Räder, über fünf Jahre mit wenigen hundert Euro pro Stück gefördert, das ist eine realistische Forderung", sagt Hübener. So könnten die vom motorisierten Verkehr verursachten Kosten gesenkt und die städtische Lebensqualität durch weniger Lärm und Abgase auf Dauer erhöht werden.

Um den Radverkehrsanteil nachhaltig zu erhöhen, fordert der ADFC zudem, rechtliche Hindernisse schnellstmöglich zu beseitigen. Im Bundes- und Landesrecht müsse der Grundsatz festgelegt werden, dass die Anforderungen des Radverkehrs bei allen relevanten Planungen angemessen zu berücksichtigen sind. Für den Bau von Radverkehrsanlagen sollen die vorhandenen hohen Standards verbindlich im Straßenbaurecht verankert werden.

Verbesserungsbedarf sieht der ADFC auch bei der Deutschen Bahn: Deren schnelle ICE-Flotte ist bislang nicht für die Mitnahme von Fahrrädern ausgerüstet. Die Bahn weigert sich hartnäckig, einen EU-Beschluss umzusetzen, der für alle Züge die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme vorsieht. Immer mehr fahrradfreundliche IC-Züge werden durch ICE-Züge ersetzt. "Ganze Regionen werden auf diese Weise vom Fahrradtourismus abgekoppelt", so Hübener.

Dabei macht auch der Zweite Fahrradbericht der Bundesregierung deutlich, dass die Potenziale des Fahrradtourismus noch nicht ausgereizt sind. Um Klima schonendes Reisen noch stärker zu fördern, muss laut Karsten Hübener auch der Ausbau eines bundesweiten Radroutennetzes - des D-Netzes - energisch vorangetrieben werden: "Das D-Netz als deutschlandweites Netz von Premiumradrouten muss endlich aus der Planungsphase heraus und zum real erfahrbaren Vorbild für andere Radfernwege in Deutschland und Europa werden", so Hübener.

Auf der ADFC-Bundeshauptversammlung am 8. und 9. November 2008 legen die rund 150 Delegierten aus ganz Deutschland die politische Richtung des Verbands fest und beraten sich zu aktuellen Themen wie Klimaschutz, Verkehrspädagogik und Verkehrssicherheit. Ebenso wird ein neuer Bundesvorstand für zwei Jahre gewählt."

Mittwoch, 5. November 2008

YES YOU CAN














In Anlehnung an DEN politischen Slogan, der den Großteil einer ganzen Nation dazu bewegt hat, an den Neubeginn der innen- und außenpolitischen Wahrnehmung eines Landes zu glauben, möchte ich dieses Motto, ein wenig abgewandelt an alle Nochnichtradfahrer/innen in unserem schönen Siegerland richten... ;-)












CHANGE ... YES YOU CAN !!!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Wir leben auf Pump














Die Welt hat ihren ökologischen Kredit längst verbraucht: Wir verbrauchen die Ressourcen von 1,3 Erden. Hält der Trend zum Raubbau an, wären 2035 bereits zwei Planeten nötig, um die global benötigten Ressourcen an Nahrung, Energie und Fläche bereit zu stellen – das geht aus dem heute in Berlin vorgestellten WWF-Bericht "Living Planet Report 2008" hervor.

http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Living_Planet_Report_2008_WWF.PDF

Der 23. September 2008 war mehr als eine statistische Fußnote: Seit diesem Datum lebt die Menschheit über ihre Verhältnisse. Das heißt sie verbraucht mehr Ressourcen, als die Erde bereitstellen kann, meldet das Global Footprint Network. Das ist kein Pappenstiel, bedeutet es doch, dass unsere Nachfrage 40 Prozent über dem Angebot liegt. Anders ausgedrückt für Heizen, Bauen oder Konsum leben wir nicht von den Zinsen, sondern vom "ökologischen Kapital".

Der Ökologischer Fußabdruck ist ein komplexer Nachhaltigkeitsindikator, der aber eine einfache Frage stellt: Wie viele Ressourcen der Erde verbrauche ich unwiederbringlich für meinen momentanen Lebensstil?

Wir Radfahrer/innen alleine können die Welt nicht vor dem Kollaps retten. Aber viele von uns haben begonnen sich Gedanken über ihr zeitlich begrenztes Tun und Handeln und die daraus resultierenden Folgen für unseren einmaligen Planeten zu machen.

Teilnahmerekord bei "Mit dem Rad zur Arbeit - 2008"


















Quelle:

http://www.adfc.de/5931_1
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2374

"Für Klimaschutz, Gesundheit und Geldbeutel: ADFC-Aktion zeigt Dreifachnutzen des Fahrradfahrens auf

Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" hat in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. 147.000 Teilnehmer fuhren im Aktionszeitraum vom 1. Juni bis 20. August an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit. Damit konnten der ADFC und die Gesundheitskasse AOK die Bestmarke aus dem Vorjahr um 17.000 Teilnehmer steigern. Auch bei Firmen und in der Politik hat sich „Mit dem Rad zur Arbeit" längst etabliert. Von der Großbank mit vielen Filialen bis zum Ein-Mann-Büro reichte das Teilnehmerfeld.

Einen großen Anteil am Erfolg hat der neu ins Leben gerufene Superteam-Wettbewerb, bei dem sich die teilnehmenden Gruppen auf der Internetseite der Aktion, www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de, in Bildern und Videos vorstellen konnten. „Der Wettbewerb ist ein gutes Instrument, um die Aktion innerhalb der Firmen zu diskutieren. Teammitglieder machen andere Kollegen, Freunde und Familie auf ihre Seite und damit auch auf die Aktion aufmerksam", sagt der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.

Nicht nur wegen der steigenden Benzinpreise stiegen mehr Teilnehmer aufs Rad. "Mit dem Fahrrad lassen sich die alltäglichen Wege gesund, sauber und sparsam zurücklegen", fasst die stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Heidi Wright den Dreifachnutzen des Fahrradfahrens – Klimaschutz, Kostenersparnis und Gesundheit – zusammen. Allein die 10.000 Teilnehmer aus Hessen hatten vergangenes Jahr 500 Tonnen CO2 eingespart. Was gut für den Klimaschutz ist, spart oft auch Geld.: Die Stadtwerke Bochum rechneten aus, dass jeder ihrer 30 Teilnehmer im Schnitt 1,50 Euro pro Tag sparte.

Fit durch regelmäßiges Fahrradfahren

Die gesundheitlichen Vorteile täglichen Radfahrens hat die Deutsche Sporthochschule Köln wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie zeigen, dass erstaunlich wenige Befragte an Rückenproblemen, Übergewicht oder Herz/Kreislauferkrankungen litten. Dies könne bereits ein Indiz für den gesundheitsfördernden Effekt regelmäßigen Radfahrens sein, so ein Ergebnis. Und die Hälfte der 1.667 Befragten gab an, per Rad entspannter anzukommen, und ein Drittel sagte, sich seitdem fitter zu fühlen.

Unter www.adfc.de/gesundheit finden sich alle Fragen, Zahlen und Fakten der Untersuchung. Mit dem Mail-Infoservice auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de kann sich jeder daran erinnern lassen, sich für das nächste Jahr anzumelden.

Die Kampagne "Mit dem Rad zur Arbeit" wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans finanziell gefördert."

Detailangabe für Westfalen:

"Neuer Teilnahmerekord!
Über 11.500 Westfalen aus mehr als 1.900 Betrieben radeln in diesem Jahr durch den Sommer."



















Mich persönlich würde es natürlich jetzt auch brennend interessieren, wieviele Radler/innen aus dem Siegerland an der Aktion teilgenommen haben.