Aufgepasst Jungs und Mädels auf dem Fahrrad: Langsam aber sicher kann es auch auf Siegerländer Straßen und Radwegen glatt werden, denn ab Freitag Nachmittag muss man auch in unseren Breiten mit einsetzendem Schneefall rechnen...
NEIN !!! Als Fahrradfahrer bist du vor dem motorisierten Verkehr nirgendwo sicher. Ich fahre heute Morgen durch die Schulstraße in Si-Eisern. Sie ist ein ausgewiesener Radweg und noch dazu eine Tempo 30 Zone. Sie bietet die Möglichkeit der Hauptstraße zumindest für knapp einen Kilometer zu entgehen. Es ist 7:15 Uhr und noch recht düster. Ich leuchte mit meinem LED-Strahler weithin sichtbar die Straße vor mir aus. Knapp 50 Meter vor mir bemerke ich das Starten eines Automotors. Spätestens jetzt sollte man als Radfahrer mit wirklich allem rechnen. Das Auto rollt mit eingeschaltetem Licht langsam aus einer Hauseinfahrt im rechten Winkel rückwärts auf die Straße. Ich bin nur noch 10 Meter vor dem Wagen entfernt, als der Fahrer mich sehend nicht stehen bleibt und die Straße komplett blockiert. Er zwingt mich zu einer bereits absehbaren Vollbremsung. Ich komme knapp einen halben Meter vor dem Wagen kontrolliert zum stehen und strahle mit meiner Frontleuchte durch das Beifahrerfenster geradewegs in das Gesicht eines recht arrogant dreinschauenden Mannes mittleren Alters. Bei dem Fahrer ist nicht die Spur einer Schuld für seinen verursachten Fastunfall zu erkennen. Diese Dreistigkeit ist schon fast nicht mehr zu übertreffen. Ein Zunicken, die Spur einer Geste als Zeichen des Eingestehen seines Fehler und alles wäre gut gewesen. Nein, absolut nichts in dieser Art. Im Gegenteil, in seinem Gesichtsausdruck ist schon Ansatzweise ein überhebliches Grinsen zu erkennen.
Aber ich hatte keine Lust auf eine erneute fruchtlose Auseinandersetzung und schaute recht gelassen seinem Bemühen zu, seinen schwarzen Skoda Oktavia RS Combi in Fahrrichtung zu lenken (amtliches Kennzeichen SI - LA 6000), um die Fahrbahn für meine Weiterfahrt endlich wieder freizugeben.
"Zu seiner 29. Bundeshauptversammlung in Dortmund fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bund, Länder und Kommunen auf, den Radverkehr stärker zu fördern. "Das Fahrrad als gesundheitsförderndes Null-Emissions-Fahrzeug muss noch viel deutlicher als bisher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Nur so ist eine umweltgerechte Gestaltung der Mobilität auch für kommende Generationen möglich", so der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.
Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrrad fordert auch der Maßnahmenplan zum Zweiten Fahrradbericht der Bundesregierung. Der ADFC geht einen Schritt weiter und schlägt vor, den Kauf von neuen und sicheren Fahrrädern staatlich zu fördern. "Eine Million neue Räder, über fünf Jahre mit wenigen hundert Euro pro Stück gefördert, das ist eine realistische Forderung", sagt Hübener. So könnten die vom motorisierten Verkehr verursachten Kosten gesenkt und die städtische Lebensqualität durch weniger Lärm und Abgase auf Dauer erhöht werden.
Um den Radverkehrsanteil nachhaltig zu erhöhen, fordert der ADFC zudem, rechtliche Hindernisse schnellstmöglich zu beseitigen. Im Bundes- und Landesrecht müsse der Grundsatz festgelegt werden, dass die Anforderungen des Radverkehrs bei allen relevanten Planungen angemessen zu berücksichtigen sind. Für den Bau von Radverkehrsanlagen sollen die vorhandenen hohen Standards verbindlich im Straßenbaurecht verankert werden.
Verbesserungsbedarf sieht der ADFC auch bei der Deutschen Bahn: Deren schnelle ICE-Flotte ist bislang nicht für die Mitnahme von Fahrrädern ausgerüstet. Die Bahn weigert sich hartnäckig, einen EU-Beschluss umzusetzen, der für alle Züge die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme vorsieht. Immer mehr fahrradfreundliche IC-Züge werden durch ICE-Züge ersetzt. "Ganze Regionen werden auf diese Weise vom Fahrradtourismus abgekoppelt", so Hübener.
Dabei macht auch der Zweite Fahrradbericht der Bundesregierung deutlich, dass die Potenziale des Fahrradtourismus noch nicht ausgereizt sind. Um Klima schonendes Reisen noch stärker zu fördern, muss laut Karsten Hübener auch der Ausbau eines bundesweiten Radroutennetzes - des D-Netzes - energisch vorangetrieben werden: "Das D-Netz als deutschlandweites Netz von Premiumradrouten muss endlich aus der Planungsphase heraus und zum real erfahrbaren Vorbild für andere Radfernwege in Deutschland und Europa werden", so Hübener.
Auf der ADFC-Bundeshauptversammlung am 8. und 9. November 2008 legen die rund 150 Delegierten aus ganz Deutschland die politische Richtung des Verbands fest und beraten sich zu aktuellen Themen wie Klimaschutz, Verkehrspädagogik und Verkehrssicherheit. Ebenso wird ein neuer Bundesvorstand für zwei Jahre gewählt."
In Anlehnung an DEN politischen Slogan, der den Großteil einer ganzen Nation dazu bewegt hat, an den Neubeginn der innen- und außenpolitischen Wahrnehmung eines Landes zu glauben, möchte ich dieses Motto, ein wenig abgewandelt an alle Nochnichtradfahrer/innen in unserem schönen Siegerland richten... ;-)
Die Welt hat ihren ökologischen Kredit längst verbraucht: Wir verbrauchen die Ressourcen von 1,3 Erden. Hält der Trend zum Raubbau an, wären 2035 bereits zwei Planeten nötig, um die global benötigten Ressourcen an Nahrung, Energie und Fläche bereit zu stellen – das geht aus dem heute in Berlin vorgestellten WWF-Bericht "Living Planet Report 2008" hervor.
Der 23. September 2008 war mehr als eine statistische Fußnote: Seit diesem Datum lebt die Menschheit über ihre Verhältnisse. Das heißt sie verbraucht mehr Ressourcen, als die Erde bereitstellen kann, meldet das Global Footprint Network. Das ist kein Pappenstiel, bedeutet es doch, dass unsere Nachfrage 40 Prozent über dem Angebot liegt. Anders ausgedrückt für Heizen, Bauen oder Konsum leben wir nicht von den Zinsen, sondern vom "ökologischen Kapital".
Der Ökologischer Fußabdruck ist ein komplexer Nachhaltigkeitsindikator, der aber eine einfache Frage stellt: Wie viele Ressourcen der Erde verbrauche ich unwiederbringlich für meinen momentanen Lebensstil?
Wir Radfahrer/innen alleine können die Welt nicht vor dem Kollaps retten. Aber viele von uns haben begonnen sich Gedanken über ihr zeitlich begrenztes Tun und Handeln und die daraus resultierenden Folgen für unseren einmaligen Planeten zu machen.
"Für Klimaschutz, Gesundheit und Geldbeutel: ADFC-Aktion zeigt Dreifachnutzen des Fahrradfahrens auf
Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" hat in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. 147.000 Teilnehmer fuhren im Aktionszeitraum vom 1. Juni bis 20. August an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit. Damit konnten der ADFC und die Gesundheitskasse AOK die Bestmarke aus dem Vorjahr um 17.000 Teilnehmer steigern. Auch bei Firmen und in der Politik hat sich „Mit dem Rad zur Arbeit" längst etabliert. Von der Großbank mit vielen Filialen bis zum Ein-Mann-Büro reichte das Teilnehmerfeld.
Einen großen Anteil am Erfolg hat der neu ins Leben gerufene Superteam-Wettbewerb, bei dem sich die teilnehmenden Gruppen auf der Internetseite der Aktion, www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de, in Bildern und Videos vorstellen konnten. „Der Wettbewerb ist ein gutes Instrument, um die Aktion innerhalb der Firmen zu diskutieren. Teammitglieder machen andere Kollegen, Freunde und Familie auf ihre Seite und damit auch auf die Aktion aufmerksam", sagt der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener.
Nicht nur wegen der steigenden Benzinpreise stiegen mehr Teilnehmer aufs Rad. "Mit dem Fahrrad lassen sich die alltäglichen Wege gesund, sauber und sparsam zurücklegen", fasst die stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Heidi Wright den Dreifachnutzen des Fahrradfahrens – Klimaschutz, Kostenersparnis und Gesundheit – zusammen. Allein die 10.000 Teilnehmer aus Hessen hatten vergangenes Jahr 500 Tonnen CO2 eingespart. Was gut für den Klimaschutz ist, spart oft auch Geld.: Die Stadtwerke Bochum rechneten aus, dass jeder ihrer 30 Teilnehmer im Schnitt 1,50 Euro pro Tag sparte.
Fit durch regelmäßiges Fahrradfahren
Die gesundheitlichen Vorteile täglichen Radfahrens hat die Deutsche Sporthochschule Köln wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie zeigen, dass erstaunlich wenige Befragte an Rückenproblemen, Übergewicht oder Herz/Kreislauferkrankungen litten. Dies könne bereits ein Indiz für den gesundheitsfördernden Effekt regelmäßigen Radfahrens sein, so ein Ergebnis. Und die Hälfte der 1.667 Befragten gab an, per Rad entspannter anzukommen, und ein Drittel sagte, sich seitdem fitter zu fühlen.
Unter www.adfc.de/gesundheit finden sich alle Fragen, Zahlen und Fakten der Untersuchung. Mit dem Mail-Infoservice auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de kann sich jeder daran erinnern lassen, sich für das nächste Jahr anzumelden.
Die Kampagne "Mit dem Rad zur Arbeit" wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans finanziell gefördert."
"Die erste 'critical mass' genannte Fahrraddemo startete im September 1992 in San Francisco. Seit diesem Start treffen sich Radfahrer weltweit, mehr oder weniger regelmäßig zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Von Stadt zu Stadt gibt es verschiedene Umgangsweisen mit Verkehrsregeln und Autos sowie der Polizei. Eine critical mass hat keinen Verantwortlichen sowie keine zentrale Organisation (lediglich einen Urheber der Aktion). Critical-Mass-Aktionen entstehen, wenn irgendeine Person sich einen Ort und einen Zeitpunkt überlegt und zu einer gemeinsamen Fahrt via Internet, Plakate, Mundpropaganda oder einem ähnlichen Kanal aufruft, Ort und Zeitpunkt bekannt gibt. Wenn sich daraufhin genügend Menschen einfinden, um gemeinsam zu fahren, findet die CM statt."
'Critical Mass Rides' finden meist einmal Monat (oft am letzten Freitag im Monat) statt.
Die Gruppe bleibt kompakt und beisammen um durch den motorisierten Verkehr nicht zerrissen zu werden.
Alles bleibt friedlich und lässt sich durch aggressive Autofahrer nicht provozieren. Der Verkehr wird nicht absichtlich gestört, es geht nicht um Verkehrsbehinderung anderer, sondern darum, sich als unmotorisierter Verkehrsteilnehmer ein Stück öffentlichen Lebensraumes, die Straße, zumindest zeitweilig zurückzuerobern.
Das Motto lautet: Wir behindern nicht den Verkehr, sondern sind Verkehr!
Es gibt keinen Organisator oder Anführer, auch wenn die Polizei vielleicht noch so gerne einen hätte.
Die Geschwindigkeit bleibt moderat (ca.15 km/h).
Jeder der mitfährt ist natürlich für sich selbst verantwortlich.
Wenn eine Gruppe Radfahrer zufällig gemeinsam die gleiche Strecke fährt, so beansprucht sie u.U. auch die gesamte Straßenbreite. Ab einer Gruppengröße von 16 Radfahrern dürfen diese eine Fahrspur in der ganzen Breite nutzen und müssen sich nicht mehr an den rechten Fahrbahnrand quetschen. Dafür ist es wichtig das kompakt gefahren wird. [StVO §27 Verbände] Daraus ergibt sich auch, dass Ampeln im Verband geschlossen überquert werden dürfen. Wenn der vordere Teil der Gruppe eine grüne Ampel überfährt darf die restlichen Gruppe folgen, selbst wenn die Ampel mittlerweile auf "rot" umgesprungen ist. Die übrigen Räder müssen also nicht ihrerseits Halte- oder Wartepflichten einhalten (LG Verden, Urteil vom 02.02.1989, Az. Ns Ds 2 Js 10396/88)."
"Ein oder zwei Radfahrer fallen nicht auf, fünfzig schon! Jeder kann mitmachen bei dieser Radfahrt quer durch die Stadt, von Jung bis Alt und vom Freizeitradler bis zum Rennradfahrer. Es wird nur so schnell gefahren, dass alle noch gut mitkommen. Los geht's kurz nach 17 Uhr hinterm Bahnhof. Danach gibt es keine festgelegte Route, sondern die Gruppe entscheidet spontan, wo's lang gehen soll."
Was bedeutet 'Critical Mass'? Die Idee hat sich in den letzten Jahren über die ganze Welt verbreitet. Gemeint ist eine 'kritische Masse' an Radfahrern genug, um auf der Straße als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer wahrgenommen zu werden. In Budapest waren es dieses Frühjahr 80.000 Radfahrer, in Mannheim zuletzt immerhin um die 200.
Hmm .... könnte ein zufälliges Treffen von mindestens 16 Radfahrern/innen an einem Zentralen Platz mitten in Siegen möglich sein und so die Grundvoraussetzung für die erste Siegener 'Critical Mass' bilden? Den 'Scheinerplatz' beim Apollo-Theater könnte man sich z.B. als einen möglichen Treffpunkt für den letzten Freitag eines jeden Monats um 17:00 Uhr vorstellen.
Was passiert, wenn sich zufällig ein große Anzahl von Fahrradfahrer/innen gleichzeitig in einem Kreisverkehr verirrt und minutenlang die Ausfahrt nicht findet ?
Die Critical Mass (CM) ist eine weltweite Bewegung, die durch gemeinsame Radtouren durch die Stadt das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel in die Öffentlichkeit trägt.
CM Aktionen werden weltweit in vielen Großstädten zu bestimmten, immer wiederkehrenden Tagen gestartet. Verbunden mit der Präsenz im Stadtverkehr soll den Anliegen der Radfahrer in der Gesellschaft Nachdruck verschafft werden und damit schlussendlich ( danke Urs Maier!! ) die Städte lebenswerter für alle zu machen.
Wenn eine Gruppe Radfahrer zufällig gemeinsam die gleiche Strecke fährt, so beansprucht sie u.U. auch die gesamte Straßenbreite. Ab einer bestimmten Zahl Radfahrer dürfen diese nämlich eine Fahrspur in der ganzen Breite nutzen und müssen sich nicht mehr an den rechten Fahrbahnrand quetschen. Diese Zahl liegt in Deutschland bei 16 Radfahrern (Die kritische Masse).
Verhaltensregeln bei der "Critical Mass":
* Die Gruppe fährt auf einer Spur.
* Die Gruppe bleibt kompakt und beisammen um durch den motorisierten Verkehr nicht zerrissen zu werden.
* Alles bleibt friedlich und lässt sich durch aggressive Autofahrer nicht provozieren. Der Verkehr wird nicht absichtlich gestört,es geht nicht um Verkehrsbehinderung anderer, sondern darum, sich als unmotorisierter Verkehrsteilnehmer ein Stück öffentlichen Lebensraumes, die Strasse, zumindest zeitweilig zurückzuerobern.
* Das Motto lautet: Wir behindern nicht den Verkehr, sondern sind Verkehr !
* Es gibt keinen Organisator oder Anführer, auch wenn die Polizei vielleicht noch so gerne einen hätte.
* Die Geschwindigkeit bleibt moderat, so ca.15 Km/h.
* Jeder der mitfährt ist natürlich für sich selbst verantwortlich.
Auszug http://www.critical-mass.de/:
"no emission, no noise,
but movement, freedom and mobility
Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!"
Mannheim:
Beispiel Freiburg:
"Wir fordern hier in Freiburg eine Verbesserung der Verkehrssituation für RadfahrerInnen, und eine Verbesserung der Lebensqualitat der Anwohner, das heißt: mehr Abstellplätze für Fahrräder in der Freiburger Innenstadt! vermehrte Einrichtung von Fahrradstrassen! grüne Welle für Radfahrer! Sicherheit an allen Kreuzungen für RadfahrerInnen und FußgängerInnen! Weniger Lärm- und Schadstoffemissionen! Klimaschutz durch weniger motorisierten Verkehr, mehr Radverkehr! Vermeidung von motorisiertem Verkehr, nicht nur dessen Verlagerung! Gerade in Freiburg, wo RadfahrerInnen 2/3 des Straßenverkehrs ausmachen, ist es höchste Zeit, mehr in diesen Bereich zu investieren! Auch DU kannst mitmachen und die Forderungen unterstützen! Fahr mit uns mit! Ab 2008 jeden letzten Freitag im Monat, Treffpunkt: 16 Uhr - Ecke Belfortstr. / Adlerstr."
Bis heute habe ich geglaubt in der Ortschaft Si-Eiserfeld täglich auf der "Death Road" unterwegs zu sein, weit gefehlt. In Bolivien gibt es DIE "Death Road", die diesen unrühmlichen Namen wirklich verdient. Einer Schätzung zu folge sterben auf dieser Bergstraße jährlich 200 bis 300 Menschen, unter anderem viele Radfahrer.
Quelle web.de:
"Die "Yungas Road" in Bolivien, von den Einwohnern "El Camino de la Muerte" genannt, gilt als die gefährlichste Straße der Welt. Obwohl sie bereits Tausende das Leben gekostet hat, jagen Jahr für Jahr Adrenalinjunkies, Mountainbiker und Touristen die berüchtigte Andenstraße hinunter - mit dem Tod als ständigem Begleiter."
"Denn Leitplanken sind Fehlanzeige, unmittelbar am Straßenrand fallen Steilwände bis zu 500 Meter tief ab. Vor allem im Winter und bei Regen ist die Lehmstraße – trotz Einspurigkeit wird sie in beiden Richtungen befahren - hochgefährlich, da sie rutschig und somit unberechenbar wird. Wer hier abstürzt, gilt als verloren. Eine Bergung ist angesichts der widrigen Umstände meist unmöglich."
"Der schlimmste Unfall geschah am 24. Juli 1983: Carlos Pizarroso Inde rutschte mit seinem Bus über den Straßenrand und stürzte einige hundert Meter tief in den Abgrund. Keiner der hundert Businsassen überlebte. 2003 kamen 31 Musiker bei einem ähnlichen Unfall ums Leben, 16 überlebten wie durch ein Wunder den Sturz in 200 Meter Tiefe. Die Stelle, an der das Unglück geschah, hat sogar einen Spitznamen: 'Central Sacrament'."
Das nachfolgende Video zeigt einen Reiseanbieter, der die Gefahr so gut es geht zu bannen versucht.
Nach der Kreativvorlage des beauftragten Fachbereiches der Universität Siegen gibt es einige vielversprechende Varianten, die ein Leben nach dem Abriss der Siegplatte im Bereich der Innenstadt/Herrengarten für durchaus realistisch erscheinen lassen (siehe Artikel SZ vom 15.10.2008). Laut Aussage des Siegener Bürgermeisters sei man überrascht über die Machbarkeit und die doch überschaubaren Kosten eines Abrisses und einer kompletten Neugestaltung im Bereich der jetzigen Parkfläche.
Die nachfolgende Studie zeigt außerdem auf, dass es keine unbedingte Notwendigkeit für diese Parkfläche gibt. Bei dieser Analyse hat man überdies den "P+ R Parkplatz Siegerlandhalle" unberücksichtigt. Ein 10minütiger Fußweg trennt diesen meist leeren Parkplatz von der Stadtmitte in Siegen. Vielleicht sollte man sich nochmals daran gewöhnen einige Stecken in der Stadt auch zu Fuß zurückzulegen. Bewegung soll ja im allgemeinen nicht sehr schädlich sein.
"Nachbar-Parkhäuser nicht ausgelastet mir Siegen. Passend zum Thema Siegplatte legte die Stadt Siegen gestern auch eine gutachterliche Einschätzung vor, welche Folgen einer Sieg-Offenlegung auf den Einzelhandel zukämen, erstellt von einer Kölner Unternehmensberatung. Das wichtigste Merkmal der Siegplatte: die einzige Anlage zum ebenerdigen Parken im Umkreis. An Normaltagen sei die Platte täglich über mehrere Stunden voll ausgelastet, an langen Samstagen sogar von 11 bis 21 Uhr. Viele Besucher nähmen auch Wartezeiten in Kauf. Betrachtet hat die Kölner Firma auch die benachbarten Parkhäuser. Ergebnis: Selbst an Spitzentagen im Weihnachtsgeschäft seien dort Kapazitäten frei. Beispielsweise sei dies am Samstag, 15. Dezember 2007, in »Reichwalds Ecke« der Fall gewesen; von 13 bis 15 Uhr seien 400 von 431 Plätzen belegt gewesen. Zu dieser Zeit sei das Apollo-Parkhaus ausgelastet gewesen, zu den übrigen Zeiten allerdings nur zu 90 Prozent. Selbst an Spitzentagen gebe es dort 50 freie Einstellmöglichkeiten. Geäußert haben sich die Kölner Gutachter auch zu den gestern vorgelegten Siegplatten-Varianten. Variante 2 in Verbindung mit Elementen aus Variante 4 bilden ihrer Ansicht eine Basis, eine strukturelle Verbesserung herbeizuführen. Die Fußgängerbrücke über die Sieg sowie die Neugestaltung beider Ufer werden grundsätzlich als positiv eingestuft. Eine Siegpromenade würde, so schreibt das Unternehmen, den Standort Herrengarten mit einer neuen Qualität versehen. Die Demontage der Siegplatte mit Renaturierung der Sieg sieht man als »deutliche Aufwertung der Unterstadt«. Zusätzlich sollten Herrengarten und Fürst-Johann-Moritz-Straße in den Planungsraum einbezogen werden, auch wegen städtebaulicher Defizite, die der zentralen Innenstadtlage nicht angemessen seien. Nachgedacht werden sollte über eine Offenhaltung des Bereichs für den Verkehr, möglichst mit vielen Kurzzeitparkplätzen. Ferner spricht man sich für eine umwegfreie Fußwegeverbindung zwischen Bahnhofstraße und Oberstadt aus. Ähnliches hatte kürzlich die CDU angeregt (die SZ berichtete)."
Trauriger Istzustand der Siegplatte
...für Nichtsiegerländer: Die Sieg verläuft an dieser Stelle unterhalb der linken Parkreihe in einem Betongraben.
http://www.flickr.com/photos/16nine/2938036894/ by Zakkaliciousness Originaltext zu diesem Foto: (http://www.copenhagencyclechic.com/)
"I was riding with a group from Portland and we were being a little loud and a lot funny when we pulled up to the light and this Copenhagener turned and smiled. The social benefits of cycling in Copenhagen are many and most are brilliant."
Uns Siegerländer sagt man ein gewisse Wortkargheit, gar Sturheit nach. Ich habe keine Ahnung wer dieses tooootal unbegründete, an den Haaren herbeigezogene Gerücht in die Welt gesetzt hat. Ok, was soll's .... durch entsprechendes Handeln kann man alles entkräften, sogar die unbegründete üble Nachrede.
Aber was mir persönlich täglich auffällt, ist die kaum zu überbietende Unfreundlichkeit der Siegerländer Radfahrer untereinander. HALLOOOO da draußen ..... mit einem kleinen Lächeln, einer klitzekleinen Begrüßungsfloskel würde es uns garantiert leichter fallen über so manche verkehrtechnische Ungerechtigkeit in Siegen hinwegzusehen.
Es ist geschafft. Ich habe bereits heute meine erhoffte Jahreskilometeranzahl von 3000 überschritten und dass, obwohl ich in den ersten 4 Monaten des Jahres, bedingt durch meine Marathonvorbereitung, nur 340km mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin.
Durch die zunehmende Dunkelheit steigt die Gefahr auf meiner Radstrecke zur Arbeit inzwischen deutlich an. Beleuchtung und diverse Reflektionsstreifen sind dabei kein sicherer Schutz vor pennenden Autofahrer/innen. Beim Abbiegen von der Hauptstraße in Si-Eiserfeld in Richtung des parallel zur Fahrbahn verlaufenden Radweges war es heute Morgen mal wieder so weit. Ich hatte mich bereits mittig auf der B54 eingeordnet und wollte gerade nach links abbiegen. Diese Lücke hatte ein an dem linken Straßenrad stehender schwarzer A6 Avant ( SI BO 8000) scheinbar ebenfalls für sich entdeckt. Obwohl ich inzwischen auf gleicher Höhe dieses Wagens war, beschleunigte er ohne mich wahrzunehmen von links kommend auf die rechte Fahrbahnspur Richtung Siegen. Hätte ich nicht nach rechts ausweichen können, wäre es heute Morgen zu meinem dritten unverschuldeten Verkehrsunfall mit dem Rad gekommen. Gerade auf dieser Strecke sind deutlich zu wenige Radfahrer unterwegs. Leider sind Radfahrer kein fester Bestandteil im Siegerländer Straßenverkehr. Wir sind nicht in den Köpfen der Autofahrer/innen verankert, .... sie rechnen nicht mit uns. Wenn doch, ist es oft zu spät.
Also Radfahrer/innen im Siegerland, weiterhin "Augen auf" und sehr wachsam auf den motorisierten Verkehr achten.
Im Vergleich zu den Bewohnern in den USA mit 19,6 Tonnen pro Einwohner scheint dies ein relativ geringer Wert zu sein. In China liegt dieser Wert noch bei 3,9 Tonnen pro Person. Man traut es sich kaum vorzustellen, was mit unserem Klima passieren würde, wenn die Chinesen bereits heute unsere CO2 Menge emittierten.
Die Chinesen und die US-Amerikaner sind bereist heute für 40 Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich.
Gemessen daran verliert man langsam die Hoffnung das Rad rückwärts drehen zu können. Aber ich denke, dass wäre ein noch größerer Fehler. Wir müssen weiterhin mit unserem Handeln Zeichen setzen. Ohne Visionen und den scheinbar verlorenen Kampf gegen Windmühlen gäbe es heute keine ständig wachsende Industriesparte, die sich mit erneuerbaren Energieformen beschäftigt.
Wir als Radfahrer sind in der glücklichen Lage auf keine Inovation warten zu müssen. Wir können bereits heute einen kleinen Anteil zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz leisten.